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KristallschleiftechnikerIn

Berufsbereiche: Glas, Keramik und Stein
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Der Begriff "Kristallschleiftechnik" bezeichnet alle Verfahren zur Bearbeitung von Kristallglas, Edelsteinen und ähnlichen Werkstoffen. Aus Kristallglas werden vor allem folgende Produkte bzw. Produktteile hergestellt: Einrichtungs- und Ziergegenstände (z.B. Vasen, Spiegel, Lampenschirme, Weihnachtsschmuck, Glasfiguren, Aschenbecher, Briefbeschwerer usw.), Schmuck (z.B. Armbänder, Broschen, Ringe, Crystal Tattoos), Kristall-Luster, Uhrengehäuse usw. In der Kristallschleiftechnik verbinden sich heute handwerkliche Tradition mit hochmodernen Produktions- und Fertigungsmethoden an computergesteuerten Präzisionsmaschinen. Um in diesem Bereich eine fundierte Ausbildung anzubieten, die sowohl die handwerklichen Anforderungen als auch die Maschineneinstellung und –wartung in der Serienproduktion abdeckt, wurde der Lehrberuf "KristallschleiftechnikerIn" eingerichtet.

KristallschleiftechnikerInnen arbeiten hauptsächlich in der glasverarbeitenden Industrie, teilweise auch in Gewerbebetrieben der Glasverarbeitung. In der glasverarbeitenden Industrie wird heute generell mit halb- und vollautomatischen Maschinen produziert. Hier sind die wichtigsten Aufgaben der KristallschleiftechnikerInnen die Einstellung und Bedienung der Produktionsanlagen und die Überwachung der Arbeitsabläufe. Größte Bedeutung hat dabei die laufende Überwachung und Sicherstellung der Produktqualität (Qualitätssicherung). Die KristallschleiftechnikerInnen führen weiters Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Maschinen und Anlagen durch (Reinigen, Austauschen von Verschleißteilen usw.) und sind auch für kleinere Reparaturen zuständig (Behebung von Fehlern/Mängeln/Störungen in den mechanischen, elektrischen und elektronischen Teilen der Produktionsanlagen). KristallschleiftechnikerInnen benötigen also auch fundierte Kenntnisse der Mechanik, der Elektrotechnik, der Elektronik, der Pneumatik und der Hydraulik.

In der Vorbereitung einer Produktionsserie legen die KristallschleiftechnikerInnen zunächst die Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden anhand der technischen Unterlagen aus der Entwurfsabteilung fest; sie planen die Arbeitsabläufe und Produktionsschritte und beschaffen die erforderlichen Werkstoffe. Sodann programmieren die KristallschleiftechnikerInnen die rechnergesteuerten Anlagen oder schließen frei programmierbare Steuerungen/Regelungen an. Sie bestücken die Geräte/Maschinen/Produktionsanlagen mit den Bearbeitungs-Werkzeuge (dieser Vorgang heißt "Rüsten") und stellen die Werkzeuge ein. Und bereits in der Startphase werden eine Reihe qualitätssichernder Maßnahmen durchgeführt, z.B. genaue Auswahl und Kontrolle der verwendeten Materialien, Einstellung und Test der Bearbeitungs-Werkzeuge, genaue Überprüfung der Maschineneinstellungen usw.

Die Ausbildung der KristallschleiftechnikerInnen umfasst im Wesentlichen einen handwerklichen Teil und einen produktionstechnischen Teil. Im handwerklichen Teil lernen die Lehrlinge zunächst die Werkstoffe kennen. Sie erhalten eine Grundausbildung in der mechanischen Bearbeitung von Metallen, Kunststoffen und anderen Werkstoffen (Messen, Verbinden, Sägen, Trennen, Bearbeiten von Oberflächen, Montieren), wobei sie diese Bearbeitungstechniken sowohl händisch als auch unter Verwendung von Maschinen und Geräten erlernen. Die Lehrlinge werden mit den Eigenschaften von Kristallglas, Edelsteinen und ähnlichen Werkstoffen vertraut gemacht, erlernen das Messen, Sägen, Bohren, Rundieren, Glätten und Polieren dieser Werkstoffe und erwerben Fertigkeiten im Schleifen von Flächen, Facetten, Kalotten und Kegeln. Der produktionstechnische Teil der Ausbildung umfasst vor allem die Programmierung und Bestückung der Maschinen/Anlagen, die Wartung und Reparatur der Maschinen/Anlagen und die Qualitätssicherung.

Der Begriff "Kristallschleiftechnik" bezeichnet alle Verfahren zur Bearbeitung von Kristallglas, Edelsteinen und ähnlichen Werkstoffen. Aus Kristallglas werden vor allem folgende Produkte bzw. Produktteile hergestellt: Einrichtungs- und Ziergegenstände (z.B. Vasen, Spiegel, Lampenschirme, Weihnachtsschmuck, Glasfiguren, Aschenbecher, Briefbeschwerer usw.), Schmuck (z.B. Armbänder, Broschen, Ringe, Crystal Tattoos), Kristall-Luster, Uhrengehäuse usw. In der Kristallschleiftechnik verbinden sich heute handwerkliche Tradition mit hochmodernen Produktions- und Fertigungsmethoden an computergesteuerten Präzisionsmaschinen. Um in diesem Bereich eine fundierte Ausbildung anzubieten, die sowohl die handwerklichen Anforderungen als auch die Maschineneinstellung und –wartung in der Serienproduktion abdeckt, wurde der Lehrberuf "KristallschleiftechnikerIn" eingerichtet.

KristallschleiftechnikerInnen arbeiten hauptsächlich in der glasverarbeitenden Industrie, teilweise auch in Gewerbebetrieben der Glasverarbeitung. In der glasverarbeitenden Industrie wird heute generell mit halb- und vollautomatischen Maschinen produziert. Hier sind die wichtigsten Aufgaben der KristallschleiftechnikerInnen die Einstellung und Bedienung der Produktionsanlagen und die Überwachung der Arbeitsabläufe. Größte Bedeutung hat dabei die laufende Überwachung und Sicherstellung der Produktqualität (Qualitätssicherung). Die KristallschleiftechnikerInnen führen weiters Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Maschinen und Anlagen durch (Reinigen, Austauschen von Verschleißteilen usw.) und sind auch für kleinere Reparaturen zuständig (Behebung von Fehlern/Mängeln/Störungen in den mechanischen, elektrischen und elektronischen Teilen der Produktionsanlagen). KristallschleiftechnikerInnen benötigen also auch fundierte Kenntnisse der Mechanik, der Elektrotechnik, der Elektronik, der Pneumatik und der Hydraulik.

In der Vorbereitung einer Produktionsserie legen die KristallschleiftechnikerInnen zunächst die A ...

  • Handgeschicklichkeit: Kristallglas, Edelsteine und Metall bearbeiten;
  • Fingerfertigkeit: verschiedene Schleiftechniken anwenden;
  • Auge-Hand-Koordination: manuelle Feinarbeiten vornehmen;
  • Sehvermögen: Erkennen von Materialfehlern, Qualitätskontrollen;
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Schleifarbeiten nach Zeichnungen und Plänen durchführen;
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: technische Daten erfassen und dokumentieren;
  • logisch-analytisches Denken: Erkennen und Beseitigen von Fehlern und Störungen an Produktionsanlagen;
  • generelle Lernfähigkeit: Prüfung und Beschaffung von Werkstoffen;
  • technisches Verständnis: Werkzeuge und Anlagen warten und instandhalten, nach technischen Unterlagen Materialien zuschneiden, abmessen.

Betriebe/Lehrbetriebe: Der Großteil der KristallschleiftechnikerInnen ist in der glasverarbeitenden Industrie sowie teilweise auch in Betrieben der Glasverarbeitung tätig. Auch Glasveredelungsbetriebe bieten Beschäftigungsmöglichkeiten. Manche KristallschleiftechnikerInnen mit Zusatzausbildung arbeiten in Edelsteinschleifereien.

Lehrstellensituation: Seit 2012 wurden keine Lehrlinge in diesem Lehrberuf ausgebildet.

Unterschiede nach Geschlecht: Der Lehrberuf KristallschleiferIn wird fast ausschließlich von Männern erlernt. In den letzten Jahren wurden aber überhaupt keine Lehrlinge in diesem Beruf ausgebildet.

Berufsaussichten: Die österreichische Glasindustrie ist stabil, hängt jedoch stark von der Entwicklung des Bausektors und der gesamtwirtschaftlichen Lage ab. Ausländische Betriebe, die kostengünstiger produzieren, stellen eine große Konkurrenz dar. Daher sind die Beschäftigungszahlen der Glasindustrie in den letzten Jahren leicht rückläufig. Die meisten Betriebe der industriellen Glasverarbeitung liegen in Tirol, Oberösterreich und Niederösterreich.

Beschäftigungsaussichten: Da in den nächsten Jahren mit einer weiterhin sinkenden Nachfrage nach Bleikristall zu rechnen ist, sind die Berufsaussichten für KristallschleiftechnikerInnen eher schlecht. Jedoch stellen Ausbildungsbetriebe ihre Lehrlinge oft nach Abschluss der Lehre weiter an. Zudem haben KristallschleiftechnikerInnen durch ihr Wissen im Bereich der Produktions- und Automatisierungstechnik auch die Möglichkeit, in anderen Bereichen eine Beschäftigung zu finden.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KristallschleiftechnikerIn", dem der Beruf "KristallschleiftechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

KristallschleiftechnikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Glasergewerbe (berechnete Monats-Richtwerte nach den Stundensätzen des Kollektivvertrags) (Arbeiter) 01.05.2018
Glas be- und verarbeitende Industrie einschließlich der Flachglasschleiferbetriebe (Arbeiter) 01.06.2018
Glashütten-Industrie: Bereich Flachglas (Arbeiter) 01.06.2018
Glashütten-Industrie: Bereich Hohlglas (Arbeiter) 01.06.2018
Glashütten-Industrie: Firma "D. Swarovski und Co." (Arbeiter) 01.06.2018
KristallschleiftechnikerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 34 27 17 9 0 0 0 0 0 0
weiblich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
gesamt 34 27 17 9 0 0 0 0 0 0
Frauenanteil 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% - - - - - -
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
KristallschleiftechnikerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
GlasmacherIn nein
KonstrukteurIn - Schwerpunkt Maschinenbautechnik nein
ProzesstechnikerIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Fachschule für Glastechnik, Ausbildungszweige "Flachglas", "Hohlglas" oder "Technisches Glas" (Kramsach/Mariatal, Tirol). Weiters kommen auch Schulen der Bereiche "Maschinenbau" (bzw. Maschineningenieurwesen) und "Elektrotechnik/Elektronik" in Frage; im Bereich "Maschinenbau/Maschineningenieurwesen" sind das z.B. die Fachschulrichtungen "Allgemeiner Maschinenbau" oder "Fertigungstechnik" und die HTL-Richtungen "Maschinen- und Anlagentechnik", "Automatisierungstechnik", "Fertigungstechnik", "Werkstofftechnologie", "Betriebsmanagement", "Werkstoffingenieurwesen" oder "Wirtschaftsingenieurwesen"; im Bereich "Elektrotechnik/Elektronik" sind einschlägige Schulen z.B. die Fachschul-Richtungen "Elektrotechnik" oder "Elektronik" und die HTL-Richtungen "Elektrotechnik" (Ausbildungsschwerpunkte "Energietechnik und Industrielle Elektronik", "Regelungstechnik").

Für KristallschleiftechnikerInnen kommen in erster Linie innerbetriebliche Weiterbildungsmaßnahmen in Frage, z.B. Einschulungsmaßnahmen bei Anschaffung neuer Maschinen (diese Schulungen werden meist von den Maschinenherstellern durchgeführt). Die Erwachsenenbildungseinrichtungen Berufsförderungsinstitut (bfi) und Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten Kurse in Maschinenprogrammierung, Automatisierungstechnik, Elektronische Maschinensteuerung uä. an.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind einschlägige Fachrichtungen der Werkmeisterschule für Berufstätige (z.B. "Maschinenbau", "Maschinenbau - Automatisierungstechnik", "Maschinenbau - Betriebstechnik" oder "Kunststofftechnik"; Dauer: 2 Jahre, Abendunterricht) und die folgenden zur Reife- und Diplomprüfung führenden Schulen: Aufbaulehrgang für Glastechnik; Aufbaulehrgang für Kunsthandwerk-Design; (beide Aufbaulehrgänge werden am Standort der Glasfachschule in Kramsach/Mariatal in Tirol geführt); Aufbaulehrgang für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (3 Jahre); Aufbaulehrgang für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (3 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Maschinen- und Anlagentechnik", "Automatisierungstechnik" oder "Haustechnik" (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Betriebsinformatik", "Betriebsmanagement", "Qualitätsmanagement" und "Umweltökonomie" (4 Jahre).

Aufstiegsmöglichkeiten:

Bei entsprechender Weiterbildung können KristallschleiftechnikerInnen zu VorarbeiterInnen, ArbeitsvorbereiterInnen oder WerkmeisterInnen aufsteigen.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für KristallschleiftechnikerInnen im reglementierten Gewerbe "GlaserIn, GlasbelegerIn und FlachglasschleiferIn, HohlglasschleiferIn und HohlglasveredlerIn, GlasbläserIn und Glasinstrumentenerzeugung" (verbundenes Handwerk, Befähigungsnachweis erforderlich).

Weiters können KristallschleiftechnikerInnen das freie Gewerbe "Schleifen von Edelsteinen und Mineralien" ausüben.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Holz, Glas, Ton, Seite 88
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