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PersonaldienstleistungsassistentIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Der Begriff "Personaldienstleistung" umfasst die Arbeitskräfteüberlassung, die Arbeitsvermittlung und die Personalberatung. Bei der Arbeitskräfteüberlassung werden Arbeitskräfte von einem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen, bei dem sie angestellt sind, an ein anderes Unternehmen sozusagen vermietet (befristet oder auch unbefristet). Bei der Arbeitsvermittlung werden arbeitsuchende Personen an Unternehmen, die Arbeitskräfte suchen, weitervermittelt (der größte Arbeitsvermittler in Österreich ist das staatliche Arbeitsmarktservice bzw. AMS, es gibt aber auch Privatunternehmen des Arbeitsvermittler-Gewerbes). Die Personalberatung ist auf die Beratung von Unternehmen in Personalangelegenheiten (Personalstruktur und -entwicklung, Qualifikationsbedarf, Weiterbildungsmaßnahmen, arbeitsrechtliche Fragen usw.) gerichtet.

Die Einführung des neuen Lehrberufs "PersonaldienstleistungsassistentIn" (1. Juli 2002) wurde erforderlich, da in den letzten Jahren die Zahl der Unternehmen im Bereich "Arbeitskräfteüberlassung, Arbeitsvermittlung und Personalberatung" laufend zugenommen hat und daher ein erheblicher Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in dieser Branche entstanden ist. Die Aufgaben der PersonaldienstleistungsassistentInnen umfassen folgende Bereiche: Bedarfsermittlung beim Kunden; Rekrutierung von Personal; Kundenbetreuung in Personalangelegenheiten; Abwicklung der Aufträge; Verwaltungstätigkeiten bei der Personal- und Kundenbetreuung; Führen, Verwalten und Auswerten von Karteien/Dateien/Statistiken; EDV-Arbeiten; Rechnungswesen (Erfassen/Prüfen/Kontrollieren aller Daten).

Die Ausbildung der PersonaldienstleistungsassistentInnen umfasst im Wesentlichen folgende Bereiche: Verwaltung und Büroorganisation; Kundenbetreuung und Akquisition; Personalrekrutierung; Betriebliches Rechnungswesen (Steuern und Abgaben, Rechnungswesen, Zahlungsverkehr, Buchführung).

Im Bereich "Verwaltung und Büroorganisation" werden unter anderem folgende Ausbildungsinhalte vermittelt: Organisatorischer Aufbau des Unternehmens, Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Betriebsbereiche, Beziehungen zu anderen einschlägigen Unternehmen; betriebliche Arbeitsabläufe; Anlegen/Führen/Auswerten von Statistiken/Karteien/Dateien; Versicherungsmöglichkeiten und Schadensmeldungen; Verkehr mit Behörden, Sozialversicherungsträgern und Organisationen der Arbeitgeber/Arbeitnehmer; deutsche und fremdsprachige Fachausdrücke; bürotechnische Organisations- und Arbeitsmittel sowie Kommunikationsmittel; Schriftverkehrsarbeiten, Posteingang/Postausgang, Ablage, Evidenz und Registratur, Arbeiten mit Formularen/Vordrucken; betriebliche EDV (Hardware, Software, Betriebssysteme).

Die Ausbildung im Bereich "Kundenbetreuung und Akquisition" umfasst folgende Inhalte: Branchen- und betriebsspezifische Kundenbetreuung, Bedarfsermittlung von Kunden, kundenorientiertes Verhalten; Kundenberatung; Beratung/Betreuung in Personalangelegenheiten; Marketing, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit; Entgegennehmen von Aufträgen (z.B. für die Beratung, Überlassung von Arbeitskräften, Vermittlung von Arbeitskräften) und Veranlassung der nötigen Schritte zu deren Abwicklung.

Die Ausbildung im Bereich "Personalrekrutierung" umfasst: Möglichkeiten und Durchführung der Personalrekrutierung; Einsatzmöglichkeiten für Personal und Ermittlung der Erwartungen der Bewerber; Kenntnis der rechtlichen Grundlagen von Personaldienstleistungen (Arbeitskräfteüberlassungsgesetz, Gewerbeordnung, Handelsrecht, Arbeitsrecht, Kollektivvertragswesen usw.).

Im Bereich "Betriebliches Rechnungswesen" werden den Lehrlingen folgende Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt: betriebsspezifische Steuern und Abgaben; Aufgaben und Funktionen des betrieblichen Rechnungswesens; Erfassen/Prüfen/Kontrollieren von Daten; Lohn- und Gehaltsverrechnung; Vorbereiten von Unterlagen für die Rechnungserstellung; Kostenrechnung und Kalkulation; Zahlungsverkehr mit Lieferanten, Kunden, Behörden, Post, Geld- und Kreditinstituten; betriebsübliche Verfahrens bei Zahlungsverzug und Vorbereiten von Mahnverfahren; Buchungen und Kontierungen.

Der Begriff "Personaldienstleistung" umfasst die Arbeitskräfteüberlassung, die Arbeitsvermittlung und die Personalberatung. Bei der Arbeitskräfteüberlassung werden Arbeitskräfte von einem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen, bei dem sie angestellt sind, an ein anderes Unternehmen sozusagen vermietet (befristet oder auch unbefristet). Bei der Arbeitsvermittlung werden arbeitsuchende Personen an Unternehmen, die Arbeitskräfte suchen, weitervermittelt (der größte Arbeitsvermittler in Österreich ist das staatliche Arbeitsmarktservice bzw. AMS, es gibt aber auch Privatunternehmen des Arbeitsvermittler-Gewerbes). Die Personalberatung ist auf die Beratung von Unternehmen in Personalangelegenheiten (Personalstruktur und -entwicklung, Qualifikationsbedarf, Weiterbildungsmaßnahmen, arbeitsrechtliche Fragen usw.) gerichtet.

Die Einführung des neuen Lehrberufs "PersonaldienstleistungsassistentIn" (1. Juli 2002) wurde erforderlich, da in den letzten Jahren die Zahl der Unternehmen im Bereich "Arbeitskräfteüberlassung, Arbeitsvermittlung und Personalberatung" laufend zugenommen hat und daher ein erheblicher Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in dieser Branche entstanden ist. Die Aufgaben der PersonaldienstleistungsassistentInnen umfassen folgende Bereiche: Bedarfsermittlung beim Kunden; Rekrutierung von Personal; Kundenbetreuung in Personalangelegenheiten; Abwicklung der Aufträge; Verwaltungstätigkeiten bei der Personal- und Kundenbetreuung; Führen, Verwalten und Auswerten von Karteien/Dateien/Statistiken; EDV-Arbeiten; Rechnungswesen (Erfassen/Prüfen/Kontrollieren aller Daten).

Die Ausbildung der PersonaldienstleistungsassistentInnen umfasst im Wesentlichen folgende Bereiche: Verwaltung und Büroorganisation; Kundenbetreuung und Akquisition; Personalrekrutierung; Betriebliches Rechnungswesen (Steuern und Abgaben, Rechnungswesen, Zahlungsverkehr, Buchführung).

Im Bereich "Verwaltung und Büroorganisation" werden unter anderem folgende Ausbildungsinhalte vermittelt: Organisator ...

  • Sehvermögen: Bildschirmarbeit;
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Auswerten von Statistiken, Kennzahlen und Daten, Buchhaltung, Lohn- und Gehaltsverrechnung;
  • Organisationstalent: Terminplanung, Verwaltungstätigkeiten, Personalbedarfsermittlung;
  • Kontaktfähigkeit: Betreuen von Personal und KundInnen;
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team;
  • Sprachfertigkeit mündlich: Kontakt mit KundInnen und AuftraggeberInnen, Führen von Bewerbungsgesprächen;
  • Sprachfertigkeit schriftlich: Verfassen von Stellenanzeigen und Arbeitsverträgen, Schriftverkehr;
  • Merkfähigkeit: Merken von rechtlichen Grundlagen der Personaldienstleistungen.

Betriebe/Lehrbetriebe: Beschäftigungsmöglichkeiten für PersonaldienstleistungsassistentInnen bieten Arbeitskräfteüberlassungsunternehmen (Personalbereitstellung, Personalleasing), Arbeitsvermittlungen sowie Personal- und Unternehmensberatungen. Lehrbetriebe gibt es vor allem in größeren Städten. Neben Unternehmen bildet auch das Arbeitsmarktservice (AMS) Lehrlinge aus.

Lehrstellensituation: Die Lehrlingszahlen waren in den letzten Jahren vergleichsweise stabil. Es gab durchschnittlich etwas mehr als insgesamt 100 Lehrlinge pro Jahr in diesem Beruf.

Unterschiede nach Geschlecht: Der Lehrberuf wird von Frauen etwas häufiger gewählt als von Männern. Der Männeranteil ist in den letzten Jahren allerdings gestiegen.

Berufsaussichten: Die Zahl der Unternehmen im Bereich Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften ist in den letzten Jahren gewachsen. Auch die Beschäftigung in diesem Bereich hat sich positiv entwickelt.

Beschäftigungsaussichten: Die Beschäftigungsaussichten für Fachkräfte sind gut, da die Nachfrage voraussichtlich weiter steigen wird.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "PersonalberaterIn", dem der Beruf "PersonaldienstleistungsassistentIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

PersonaldienstleistungsassistentIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Private Personaldienstleister (Arbeitskräfteüberlasser und Arbeitsvermittler) (Angestellte) 01.01.2018
Arbeitsmarktservice (AMS) (Angestellte) 01.01.2018
PersonaldienstleistungsassistentIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 27 28 26 16 17 18 18 28 37 47
weiblich 72 60 62 75 77 61 59 70 60 66
gesamt 99 88 88 91 94 79 77 98 97 113
Frauenanteil 72,7% 68,2% 70,5% 82,4% 81,9% 77,2% 76,6% 71,4% 61,9% 58,4%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
PersonaldienstleistungsassistentIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Archiv-, Bibliotheks- und InformationsassistentIn nein
Bankkaufmann/-frau nein
Betriebsdienstleistungskaufmann/-frau nein
Betriebslogistikkaufmann/-frau nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Buch- und Musikalienhandel nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Buch- und Pressegroßhandel nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Verlag nein
Bürokaufmann/-frau ja <
DrogistIn nein
E-Commerce-Kaufmann/-frau nein
EDV-Kaufmann/-frau nein
EinkäuferIn nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Allgemeiner Einzelhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Baustoffhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Einrichtungsberatung nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Eisen- und Hartwaren nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Elektro-Elektronikberatung nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Feinkostfachverkauf nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Gartencenter nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Kraftfahrzeuge und Ersatzteile nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Lebensmittelhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Parfümerie nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Schuhe nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Sportartikel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Telekommunikation nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Textilhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Uhren- und Juwelenberatung nein
Finanz- und RechnungswesenassistentIn nein
Finanzdienstleistungskaufmann/-frau nein
Foto- und Multimediakaufmann/-frau nein
Großhandelskaufmann/-frau nein
Hotel- und GastgewerbeassistentIn nein
Hotelkaufmann/-frau nein
Immobilienkaufmann/-frau nein
Industriekaufmann/-frau nein
Medizinproduktekaufmann/-frau nein
Mobilitätsservicekaufmann/-frau nein
Pharmazeutisch-kaufmännisch(er/e) AssistentIn nein
RechtskanzleiassistentIn nein
ReisebüroassistentIn nein
Speditionskaufmann/-frau nein
SpeditionslogistikerIn nein
SportadministratorIn nein
SteuerassistentIn nein
Versicherungskaufmann/-frau nein
VerwaltungsassistentIn nein
Waffen- und MunitionshändlerIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
< Die LAP im beschriebenen Lehrberuf ersetzt die LAP des verwandten Lehrberufs.

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Normalformen (für 14-Jährige):

Sonderformen (für Erwachsene), die auch als Weiterbildung für LehrabsolventInnen geeignet sind:

Berufsförderungsinstitut (bfi) und Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche Weiterbildungskurse für den Bürobereich an (z.B. betriebliches Rechnungswesen, Fremdsprachen, EDV, Kundenbetreuung usw.). In großen Betrieben werden zur kaufmännischen Weiterbildung innerbetriebliche Kurse oder Seminare durchgeführt.

Aufstiegsmöglichkeiten:

PersonaldienstleistungsassistentInnen können zu AbteilungsleiterInnen aufsteigen.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für PersonaldienstleistungsassistentInnen im reglementierten Gewerbe "Überlassung von Arbeitskräften" (Befähigungsnachweis erforderlich).

Weiters können PersonaldienstleistungsassistentInnen in den freien Gewerben "Arbeitsvermittlung" und "Durchführung von standardisierten Testverfahren, wie etwa Eignungs-, Charakter- und Persönlichkeitsuntersuchungen unter Ausschluss jeder der der Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation vorbehaltenen Tätigkeiten" tätig sein. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Büro, Verwaltung, Organisation, Seite 45
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Büro, Seite 24
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