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KunststofftechnikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Siehe auch den Lehrberuf "KunststoffformgeberIn" (Lehrzeit: 3 Jahre)!

Die beiden Lehrberufe "KunststoffformgeberIn" und "KunststofftechnikerIn" sind zwar weitgehend gleich aufgebaut, der Lehrberuf "KunststoffformgeberIn" dauert aber um ein Jahr kürzer (3 Jahre) und ist daher nicht so umfassende wie der Lehrberuf "KunststofftechnikerIn".

Tätigkeitsmerkmale

Der neue 4-jährige Lehrberuf "KunststofftechnikerIn" wurde zusätzlich zum 3-jährigen Lehrberuf "KunststoffformgeberIn" eingeführt, da die zahlreichen kleineren und mittleren Kunststoffverarbeitungsbetriebe Fachkräfte mit einer Qualifikation benötigen, die zwischen der FacharbeiterInnen-Ausbildung (Lehre) einerseits und der Ausbildung in Schulen/Hochschulen (Ingenieurs-Ausbildung) andererseits liegt. Die KunststofftechnikerIn-Ausbildung vermittelt im 3. und 4. Lehrjahr eine umfassendere und vertiefte Ausbildung und hat das Ziel, Fachkräfte heran zu bilden, die später im Betrieb als Führungskraft mit hoher Selbständigkeit und Verantwortung im technischen und organisatorischen Bereich einsetzbar sind.

KunststofftechnikerInnen sind für den gesamten Fertigungsablauf in der Kunststoffwaren-Produktion zuständig und planen die Produktionsabläufe. Sie sorgen für die Vorbereitung der Rohmaterialien und steuern und überwachen die Maschinen, in denen die Bestandteile und Zutaten der benötigten Kunststoffmasse vermischt und vorgeformt werden. Sie kontrollieren die Beschaffenheit der Kunststoffmasse und stellen durch verschiedene Messmethoden fest, ob alle geforderten Eigenschaften eingehalten sind. In der Fertigung der Produkte sind die KunststofftechnikerInnen für die Vorbereitung und die genaue Einstellung der Maschinen und Anlagen sowie für den geordneten Produktionsablauf verantwortlich. Sie kontrollieren und überwachen den Fertigungsablauf, überprüfen regelmäßig die Qualität der Produkte und greifen notfalls korrigierend ein. Weiters sind die KunststofftechnikerInnen für die Wartung und Instandhaltung der Maschinen sowie der Werkzeuge und Formen zuständig. Eine wichtige Aufgabe haben sie im Qualitätsmanagement (Überprüfung der Fertigteile auf vorgegebene Anforderungen und Normen) und im Umweltschutz (z.B. Rückführung von Reststoffen und Kunststoffabfällen in den Produktionsprozess). KunststofftechnikerInnen sind auch mit dem Kostenmanagement und der Fertigungslogistik vertraut und wirken daher an der Planung der Produktionsabläufe mit.

Der neue 4-jährige Lehrberuf "KunststofftechnikerIn" wurde zusätzlich zum 3-jährigen Lehrberuf "KunststoffformgeberIn" eingeführt, da die zahlreichen kleineren und mittleren Kunststoffverarbeitungsbetriebe Fachkräfte mit einer Qualifikation benötigen, die zwischen der FacharbeiterInnen-Ausbildung (Lehre) einerseits und der Ausbildung in Schulen/Hochschulen (Ingenieurs-Ausbildung) andererseits liegt. Die KunststofftechnikerIn-Ausbildung vermittelt im 3. und 4. Lehrjahr eine umfassendere und vertiefte Ausbildung und hat das Ziel, Fachkräfte heran zu bilden, die später im Betrieb als Führungskraft mit hoher Selbständigkeit und Verantwortung im technischen und organisatorischen Bereich einsetzbar sind.

KunststofftechnikerInnen sind für den gesamten Fertigungsablauf in der Kunststoffwaren-Produktion zuständig und planen die Produktionsabläufe. Sie sorgen für die Vorbereitung der Rohmaterialien und steuern und überwachen die Maschinen, in denen die Bestandteile und Zutaten der benötigten Kunststoffmasse vermischt und vorgeformt werden. Sie kontrollieren die Beschaffenheit der Kunststoffmasse und stellen durch verschiedene Messmethoden fest, ob alle geforderten Eigenschaften eingehalten sind. In der Fertigung der Produkte sind die KunststofftechnikerInnen für die Vorbereitung und die genaue Einstellung der Maschinen und Anlagen sowie für den geordneten Produktionsablauf verantwortlich. Sie kontrollieren und überwachen den Fertigungsablauf, überprüfen regelmäßig die Qualität der Produkte und greifen notfalls korrigierend ein. Weiters sind die KunststofftechnikerInnen für die Wartung und Instandhaltung der Maschinen sowie der Werkzeuge und Formen zuständig. Eine wichtige Aufgabe haben sie im Qualitätsmanagement (Überprüfung der Fertigteile auf vorgegebene Anforderungen und Normen) und im Umweltschutz (z.B. Rückführung von Reststoffen und Kunststoffabfällen in den Produktionsprozess). KunststofftechnikerInnen sind auch mit dem Kostenmanagement und der Fer ...

  • Handgeschicklichkeit: Bearbeiten von Halbzeug mit Handwerkzeugen, z.B. Feilen, Sägen, Gewindeschneiden
  • Tastsinn: Prüfen der Oberfläche von Werkstücken
  • Auge-Hand-Koordination: Schweißen, Montieren von Kleinteilen
  • Sehvermögen: Herstellen von Farbmischungen, Sichtprüfen
  • Unempfindlichkeit der Haut: Aufbereiten der Formmassen, Arbeiten mit Schleif- und Reinigungsmitteln
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Werkzeichnungen
  • technisches Verständnis: Einstellen und Überwachen der Fertigungsmaschinen
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team
  • logisch-analytisches Denken: Beheben von Störungen an Maschinen
  • Selbständigkeit: Beheben von Störungen an Maschinen
  • generelle Lernfähigkeit: Verarbeiten neuer Kunststoffe

KunststofftechnikerInnen arbeiten in Mittel- und Großbetrieben der Kunststoffverarbeitung (Gewerbe- oder Industriebetriebe). Die Unternehmen liegen hauptsächlich in den Industriegebieten. Die Ausbildungs- und Beschäftigungsaussichten für KunststofftechnikerInnen sind gut, da die Kunststoffbranche eine positive wirtschaftliche Entwicklung aufweist und hoch qualifizierte Fachkräfte für die Planung und Überwachung der automatisierten Fertigung und für das Qualitätsmanagement benötigt.

Geschlechtsbedingte Unterschiede bei den Berufsaussichten lassen sich in diesem Beruf insofern prognostizieren, als es bei Lehrlingen und Beschäftigten des Vorläuferberufs KunststoffverarbeiterIn wesentlich mehr Männer als Frauen gab; aber der Frauenanteil ist zuletzt gestiegen, und es interessierten sich auch immer mehr Mädchen für den Vorläufer-Lehrberuf.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KunststofftechnikerIn", dem der Beruf "KunststofftechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

KunststofftechnikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe, Lohnschema für das Kunststoff verarbeitende Gewerbe (Arbeiter) 01.05.2017
Chemische, Kunststoff verarbeitende und pharmazeutische Industrie (Arbeiter) 01.05.2017
KunststofftechnikerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 262 283 305 331 336 349 375 374 362 329
weiblich 37 51 53 53 63 62 75 81 81 84
gesamt 299 334 358 384 399 411 450 455 443 413
Frauenanteil 12,4% 15,3% 14,8% 13,8% 15,8% 15,1% 16,7% 17,8% 18,3% 20,3%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
KunststofftechnikerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Bootbauer/in nein
Kunststoffformgeber/in ja <
Leichtflugzeugbauer/in nein
Modellbauer/in nein
Prozesstechniker/in nein
Skibautechniker/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
< Die LAP im beschriebenen Lehrberuf ersetzt die LAP des verwandten Lehrberufs.

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen (vor allem Ausbildungsschwerpunkt "Kunststoff- und Umwelttechnik"), Höhere Lehranstalt für Werkstoffingenieurwesen (vor allem Ausbildungsschwerpunkte "Kunststoff- und Umwelttechnik", "Kunststoff- und Umwelttechnik / Kunststoffe - Sport und Design", "Kunststoff- und Umwelttechnik / Werkstoffinformatik").

KunststofftechnikerInnen müssen sich vor allem hinsichtlich der Kunststofftechnologie und der Technik der elektronisch gesteuerten Werkzeugmaschinen weiterbilden, da auf diesen Gebieten nach wie vor erhebliche Fortschritte erzielt werden und laufend neue Entwicklungen stattfinden. Das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten in allen Bundesländern Weiterbildungsveranstaltungen an, die für KunststofftechnikerInnen in Frage kommen.

Eine weiterführende Bildungsmöglichkeit zur Erreichung eines höheren Bildungsabschlusses bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs ist vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit der Fachrichtung "Kunststofftechnik" (2 Jahre, Abendunterricht).

KunststofftechnikerInnen können zu VorarbeiterInnen, MaschinenführerInnen, ArbeitsvorbereiterInnen, WerkmeisterInnen und AbteilungsleiterInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für KunststofftechnikerInnen in den Handwerken "Kunststoffverarbeitung" oder "Bootbauer" (Voraussetzung: Meisterprüfung).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Chemie (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Chemie und Kunststoff, Seite 51
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Chemie, Physik, Labor, Seite 32
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