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Anwalt/Anwältin - Schwerpunkt Bankrecht und Finanzierung

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.100,- bis € 2.880,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Anwälte/Anwältinnen beschäftigen sich hier mit Rechtsvorschriften in Bezug auf die öffentliche Finanzwirtschaft, das umfasst unter anderem Steuerrecht, Finanzausgleichsrecht und Budgetrecht.

Anwälte/Anwältinnen beraten nationale und internationale Banken, Finanzdienstleister, Fonds, Unternehmen und Institutionen in Fragen des Bankwesens und der Finanzwirtschaft. Anwälte/Anwältinnen unterstützen ihre KlientInnen bei der Finanzierung von Transaktionen sowie in bank- und aufsichtsrechtlichen Angelegenheiten.

Siehe auch den Kernberuf Rechtsanwalt/Rechtsanwältin.

  • Verantwortungsbewusstsein
  • Souveränes Auftreten und Kommunikationsstärke
  • Strukturierte und zielorientierte Arbeitsweise
  • Gute Allgemeinbildung
  • Hohe Aufnahme- und Merkfähigkeit
  • Entscheidungssicherheit
  • Psychische Stabilität und Belastbarkeit
  • Fremdsprachenkenntnisse: z.B. Englisch

 

Formale Voraussetzungen für die Ausübung juristischer Kernberufe sind z.B:

  • Österreichische Staatsbürgerschaft (Beruf gehört zum Kernbereich der staatlichen Hoheitsverwaltung),
  • der Anwaltsberuf kann unter bestimmten Voraussetzungen auch von Personen mit der Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaats der Europäischen Union oder des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz ausgeübt werden
  • Volle Handlungsfähigkeit
  • Uneingeschränkte persönliche und fachliche Eignung
  • Erforderliche sozialen Fähigkeiten für die mit der Ausübung des Amtes verbundenen Aufgaben

In Industrie, Banken und Versicherungen werden JuristInnen vor allem in der Rechtsabteilung, jedoch auch in der Personalabteilung und im kaufmännischen Bereich eingesetzt.

Auf internationaler Ebene wird die Rechtslandschaft im Zuge des sich vereinigenden Europas immer grenzüberschreitender, dem europäischen und internationalen Recht kommt eine stets wichtigere Rolle in der Berufspraxis zu. Für AbsolventInnen der Rechtswissenschaft bestehen durch die EU-Osterweiterung Karrierechancen in internationalen Kanzleien und Steuerberatungen, Versicherungen sowie im Consultingbereich.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen zusätzlich in Form von wissenschaftlicher, forschender oder lehrender Tätigkeiten an Universitäten.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Rechtsanwalt/-anwältin", dem der Beruf "Anwalt/Anwältin - Schwerpunkt Bankrecht und Finanzierung" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Voraussetzung für die Zulassung zu den juristischen Kernberufen (NotarIn, RichterIn, Rechtsanwalt/Rechtsanwältin, Staatsanwältin/Staatsanwalt) ist ein abgeschlossenes entsprechendes Diplom- oder Masterstudium an einer Universität in Österreich:

  • Rechtswissenschaften: Fakultäten in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck
  • Jus mit Spezialisierung Privatrechte, Rechtsgestaltung oder Hoheitliche Schutzgewähr: Sigmund-Freud-Privatuniversität
  • Wirtschaftsrecht an der WU Wien (LL.M.); dieses Studium erfüllt ebenfalls die Voraussetzungen für das Ergreifen der juristischen Kernberufe

 

Nach dem abgeschlossenen Studium folgt die Gerichtspraxis und danach die spezifische Berufsausbildung, die für die einzelnen Rechtsberufe unterschiedlich gestaltet ist.

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JuristInnen, die das Universitätsstudium der Rechtswissenschaften abgeschlossen haben, werden klassisch als Volljuristen bezeichnet. Daneben gibt es bereits Studiengänge, die eine Qualifikation in einen bestimmten (beschränkten) Bereich vermitteln, z.B. als WirtschaftsmanagerIn oder im Bankwesen.

Studienrichtungen, die lediglich für bestimmte Bereiche qualifizieren, wie Steuerberatung, Bank- und Finanzmanagement, Wirtschaftsmanagement, Unternehmensberatung, Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Human Resource Management. Beispiele für Studiengänge:

  • Wirtschaft und Recht: Uni Klagenfurt
  • Recht und Wirtschaft: Uni Salzburg
  • Wirtschaftsrecht: JKU Linz
  • Tax Management: FH Campus Wien: FH Innsbruck
  • Management & RechtInternational Business & Law: FH Innsbruck

 

Nähere Infos bieten die AnsprechpartnerInnen der Fachhochschulen und Universitäten!

Die Broschüre Rechtsberufe in Überblick kann in ihrer jährlich aktualisierten Form kostenlos als pdf auf der Website des Bundesministeriums für Justiz abgerufen werden.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für JuristInnen gibt es Spezialisierungsmöglichkeiten in einer Reihe von Weiterbildungsangeboten, postgradualen Ausbildungsgängen und Universitätslehrgängen Beispiele: Europarecht, Internationales Steuerrecht, Taxmanagement, Wirtschaftsrecht, Patentrecht, Medizinrecht, Computer- und IT-Recht.

Unter anderem ist es möglich nach dem Studium einen zusätzlichen Master of Law (LLM) mit Kursen zu spezialisierten Themen an einer Universität im Ausland zu erwerben. Relevante Themen sind auch "Geldwäscherei" - verschärfte Berufspflichten (BRÄG 2016) sowie das Datenschutzrecht (DSGVO 2018).

Die Anwaltsakademie - Gesellschaft zur Förderung anwaltlicher Aus- und Fortbildung bietet Kurse und Seminare an, URL: www.awak.at

Karrieremöglichkeiten bestehen durch Aufstieg in eine leitende Funktion z.B. in einer Abteilung oder in einem spezifischen Bereich. Fachleute können eine Position bei einer Interessensvertretung, in einer öffentliche Einrichtung oder verschiedenen Schnittstellen zwischen Recht und Wirtschaft anstreben.

Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bestehen auch im Bereich Social Media und Recht sowie in der Rechtsentwicklung im Bereich Schadenersatz- und Versicherungsrecht.

Für die selbstständige Ausübung des Berufs VermögensberaterIn (gewerbliche Vermögensberatung) sind spezielle - gesetzlich geregelte - Voraussetzungen zu erfüllen. Voraussetzung ist unter anderem der Abschluss eines fachlich einschlägigen wirtschaftswissenschaftlichen Studiums.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Rechtswissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: JuristInnen in der Wirtschaft
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