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Interkultureller Trainer/Interkulturelle Trainerin

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.150,- bis € 2.460,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Interkulturelle Trainerinnen und Trainer unterstützen Personen, die im Ausland arbeiten oder internationale Geschäftskontakte pflegen. Sie arbeiten üblicherweise in einem internationalen Unternehmen.

Sie sind für die interkulturelle Kommunikation und Gesprächsführung zuständig. Insbesondere, wenn sich Geschäftspartner aus einem anderen Kulturkreis stammen oder wenn eine Dienstleistung ins Ausland (z.B. Fernost) verlagert wird. Oft sind sie in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig. Sie sorgen für die die Zusammenarbeit oder Führung multikultureller Teams.

Sie trainieren und coachen MitarbeiterInnen von Unternehmen auf verschiedensten Gebieten wie z.B. Kulturstandards, Verhaltensregeln und Wertvorstellungen. Es geht darum, Geschäftsanbahnungen auf internationaler Ebene erfolgreicher gestalten zu können. Sie übernehmen auch die Durchführung von Vertragsabschlüssen. Dazu ist auch die Kenntnis berufsspezifischer Rechtsgrundlagen erforderlich.

Siehe auch die Berufsbilder EntwicklungsökonomIn, InnovationsmanagerIn und UnternehmensberaterIn.

  • Gute Allgemeinbildung
  • Umfassende Sprachkenntnisse
  • Soziale Kompetenzen: Empathievermögen, Geduld
  • Kommunikationsstärke
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Kreativität

Coaches und KommunikationstrainerInnen arbeiten selbstständig extern oder im firmeninternen Bereich sowie an Weiterbildungsinstituten, bei Unternehmensberatungsbetrieben und bei Unternehmen und Organisationen, die intern Coaches beschäftigen.

Beschäftigungsmöglichkeiten für Interkulturelle TrainerInnen ergeben sich weniger in Angestelltenverhältnissen als vielmehr in selbstständiger Beratungstätigkeit für Firmen, Vereine und Institutionen.

Für die Optimierung der beruflichen Aussichten benötigen TrainerInnen Qualifikation und Praxis. Neben der wissenschaftlichen und fachlichen Kompetenz ist daher entsprechend Berufserfahrung nötig. Bei den Angeboten an Zertifizierungskursen sollte darauf geachtet werden, dass diese von seriösen Anbietern angeboten/durchgeführt werden. Diesbezüglich kann man bei den Berufsverbänden, bei der WKO oder bereits im Studium nachfragen.

In Zeiten von Wirtschaftskrise und wegen der nicht vorhandenen Zugangskriterien streben viele Menschen in den Markt, die sich als selbstständige TrainerInnen bezeichnen, manchmal mit-subjektiv verständlichen Dumpingangeboten.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UnternehmensberaterIn", dem der Beruf "Interkultureller Trainer/Interkulturelle Trainerin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Als Basis für diesen Beruf können grundsätzlich verschiedene Ausbildungen dienen. Die Universitäten und Fachhochschulen informieren über aktuelle Ausbildungsangebote.

Es gibt Zertifizierungskurse, z.B. Qualitäts-Zertifikat „Interkulturelle/r TrainerIn in der Wirtschaft.

Lehrgänge: Z.B. Interkulturelle Trainer/in in der Wirtschaft, Wien, www.spidi.at, Intercultural Studies (MA, Uni Salzbg), Wirtschaftstraining und Entwicklung (Training and Development, MA Uni Salzbg), Ausbildung für organisationsinterne Mentoren (Donau Uni Krems), Ausbildung zum Wirtschaftscoach (Coachinginstitut Wels).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es besteht ein vielfältiges und breites Angebot an Kursen, Seminaren und Lehrgängen angeboten, so z.B. zu den Themen: Coaching, Personal- und Organisationsentwicklung, Kommunikation im Berufsleben, Organisationsberatung, Betriebswirtschaft und Kommunikation sowie Training und Beratung nach dem handlungsorientierten Ansatz Integrative Outdoor-Aktivitäten.

Unter Training wird im Allgemeinen das Wiederholen der Umsetzung bereits erworbenen Wissens durch wiederkehrendes Üben verstanden. In der Erwachsenenbildung wird nach heutigem Sprachverständnis unter dem Begriff „Training“ auch die bloße Wissensvermittlung verstanden.

Sofern im Rahmen der Tätigkeit bzw. des Coaching betriebswirtschaftliche Themen bzw. Fragestellungen bezüglich organisationsrechtlicher und struktureller Art behandelt werden, fallen diese Themenbereiche in den Bereich des Unternehmensberatung und es ist dann eine Gewerbeberechtigung erforderlich.

Grundsätzlich gilt: Die Bezeichnungen "Coaching" und "Training" können frei verwendet werden, nicht jedoch im Zusammenhang mit einer Tätigkeit, die gesetzlich geregelt ist, wie z.B. "Lebens- und Sozialberatung" oder "Unternehmensberatung"; Inhalt, Ziel und Zweck sind maßgeblich für die Berechtigung zur Berufsausübung.

Werden im Rahmen des Training bzw. Coaching individuelle Konzepte (z.B. Maßnahmen und Lösungen für einzelne Personen) erstellt, wäre diese Tätigkeit primär dem reglementierten Gewerbe des Lebens- und Sozialberaters zuzuordnen.

Bestehende Gesetze werden immer wieder entsprechend den aktuellen Bedingungen und Erfordernissen überarbeitet und novelliert. Tagesaktuelle rechtliche Infos daher bitte bei den Ausbildungsanbietern und der WKO einholen.

Infos der Website der Wirtschaftskammer Österreich WKO. Liste der reglementierten Gewerbe: BMDW.

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