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TischlereitechnikerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Lehrberuf kann mit folgenden Ausbildungsschwerpunkten erlernt werden:
- Planung
- Produktion

 

 

In der Lehrabschlussprüfungsordnung für diesen Lehrberuf ist die Möglichkeit vorgesehen, im Rahmen der Lehrabschlussprüfung einen Teil der Berufsreifeprüfung abzulegen. Dazu muss der in der Prüfungsordnung für die praktische Prüfung festgelegte "Teil B - Fachlich schriftliche Prüfung" absolviert werden (freiwillig). Wenn Teil A und Teil B erfolgreich abgelegt werden, gilt die praktische Prüfung als Teilprüfung für die Berufsreifeprüfung ("Teilprüfung Fachbereich"). Die Berufsreifeprüfung besteht insgesamt aus vier Teilprüfungen (Deutsch, Mathematik, lebende Fremdsprache, berufsbezogener Fachbereich); Vorbereitungslehrgänge werden von Erwachsenenbildungsinstitutionen (z.B. bfi, WIFI, Volkshochschulen) und einigen berufsbildenden Schulen angeboten. Die Berufsreifeprüfung bietet die gleichen Berechtigungen wie die Matura (allgemeiner Hochschulzugang).

 

Siehe auch den Lehrberuf TischlerIn (Lehrzeit: 3 Jahre)!

Tätigkeitsmerkmale

Für die Einführung eines zusätzlichen Tischlerei-Lehrberufs gibt es mehrere Gründe: Das Tischlerhandwerk erlebt seit einigen Jahren eine starke Weiterentwicklung der Techniken, der Werkstoffe und der Verarbeitungsmethoden. Weiters werden auch immer höhere Anforderungen bei der Gestaltung und im Design der Tischlereiprodukte gestellt. Ein weiterer Grund ist die Nachfrage der Unternehmen (vor allem der kleineren und mittelgroßen Tischlereibetriebe) nach Fachkräften, die eine Qualifikationsebene aufweisen, die zwischen den traditionell ausgebildeten Tischlerei-FacharbeiterInnen und den AbsolventInnen berufsbildender technischer Schulen und Studienrichtungen liegt; es werden also FacharbeiterInnen mit Zusatzausbildung gebraucht, die als Führungskräfte mit hoher Selbständigkeit und Verantwortung im technischen, organisatorischen und planerischen Bereich eingesetzt werden können.

Die Ausbildung der TischlereitechnikerInnen ist zwar ganz ähnlich wie die der TischlerInnen, dauert jedoch um ein Jahr länger und ist daher um einiges umfangreicher. Außerdem erfolgt die Ausbildung in einem der Schwerpunkte "Produktion" oder "Planung".

Die Lehrlinge werden mit den Materialien und Hilfsstoffen der Tischlerei vertraut gemacht und erlernen die verschiedenen Bearbeitungstechniken. In der Tischlerei werden nicht nur zahlreiche Holzarten mit ganz verschiedenen Eigenschaften und Bearbeitungserfordernissen verwendet, sondern auch eine Reihe von sonstigen Materialien wie Kunststoffe, Metall, Glas, Textilien, Papier, Keramik usw. Die wichtigsten Bearbeitungstechniken sind das Messen, Anreißen, Aufreißen, Hobeln, Sägen, Stemmen, Bohren, Putzen, Schleifen, Schweifen, Fügen, Schlitzen, Zinken, Dübeln, Fräsen, Graten, Lamellieren, Leimen und Kleben. Dazu kommen spezielle Methoden der Furnier-Behandlung und -Verarbeitung (Lagern, Fügen, Zusammensetzen, Pressen) und das Furnieren selbst, das Montieren ("Einlassen") von Beschlägen sowie die Oberflächenbehandlung zur Konservierung und Verschönerung der Produkte.

Ein wichtiger Teil der Ausbildung behandelt das Einstellen und Bedienen der Tischlereimaschinen und Produktionsanlagen. Die Lehrlinge erlernen das Rüsten der Maschinen (Ausstatten mit den benötigten Bearbeitungswerkzeugen), das Einstellen der Maße und Bearbeitungsabläufe, das Bedienen und das Überwachen der Maschinen/Anlagen; besonders wichtig ist hierbei die genaue Kenntnis und Verwendung aller Schutzvorrichtungen und die Beachtung aller Schutzbestimmungen.

Ein weiterer Hauptteil der Ausbildung befasst sich mit den gängigen Konstruktionen in den verschiedenen Tischlerei-Bereichen (Möbel- und Innenausbau, Türen, Tore, Portale, Fenster, Fensterbalken, Rollläden, Jalousien, Wand- und Deckenverkleidungen, Holzfußböden sowie Trockenausbau).

Ausbildungsschwerpunkt "Produktion":
Im Ausbildungsschwerpunkt "Produktion" wird in der Ausbildung besonderer Wert auf die Planung und Vorbereitung der Fertigung gelegt, was z.B. schon bei der sorgfältigen Auswahl der Werk- und Hilfsstoffe bzw. beim sicheren Erkennen von Mängeln und Fehlern an den Materialien beginnt. Wichtig ist auch eine möglichst genaue Arbeitsvorbereitung, wofür z.B. Kenntnisse im Erstellen von Stücklisten und Kenntnisse in der Zuschnittsoptimierung erforderlich sind. Besondere Bedeutung für einen reibungslosen Produktionsablauf haben schließlich auch gute Kenntnisse und Fertigkeiten im Beheben von Maschinenstörungen und in der Maschinenwartung (Reinigen, Versorgen mit Betriebsstoffen, Schmieren usw.).

Ausbildungsschwerpunkt "Planung":
Der Ausbildungsschwerpunkt "Planung" geht teilweise schon etwas in Richtung Ingenieurs-Tätigkeiten. Denn in diesem Ausbildungsschwerpunkt lernen die Lehrlinge etwa das EDV-unterstützte Anfertigen von Werkzeichnungen und Plänen ("CAD" - Computer Aided Design), das Anfertigen von Entwürfen und Perspektiven, das Projektieren von Raumlösungen, die EDV-unterstützte Arbeitsvorbereitung, das Erstellen von Zuschnittsplänen und komplizierten Detaillösungen auf dem Computer sowie die Planung der Maschinenauslastung. Auch auf die Vermittlung von Kenntnissen der Kommunikations-, Präsentations- und Verkaufstechniken wird hier besonderer Wert gelegt.

Für die Einführung eines zusätzlichen Tischlerei-Lehrberufs gibt es mehrere Gründe: Das Tischlerhandwerk erlebt seit einigen Jahren eine starke Weiterentwicklung der Techniken, der Werkstoffe und der Verarbeitungsmethoden. Weiters werden auch immer höhere Anforderungen bei der Gestaltung und im Design der Tischlereiprodukte gestellt. Ein weiterer Grund ist die Nachfrage der Unternehmen (vor allem der kleineren und mittelgroßen Tischlereibetriebe) nach Fachkräften, die eine Qualifikationsebene aufweisen, die zwischen den traditionell ausgebildeten Tischlerei-FacharbeiterInnen und den AbsolventInnen berufsbildender technischer Schulen und Studienrichtungen liegt; es werden also FacharbeiterInnen mit Zusatzausbildung gebraucht, die als Führungskräfte mit hoher Selbständigkeit und Verantwortung im technischen, organisatorischen und planerischen Bereich eingesetzt werden können.

Die Ausbildung der TischlereitechnikerInnen ist zwar ganz ähnlich wie die der TischlerInnen, dauert jedoch um ein Jahr länger und ist daher um einiges umfangreicher. Außerdem erfolgt die Ausbildung in einem der Schwerpunkte "Produktion" oder "Planung".

Die Lehrlinge werden mit den Materialien und Hilfsstoffen der Tischlerei vertraut gemacht und erlernen die verschiedenen Bearbeitungstechniken. In der Tischlerei werden nicht nur zahlreiche Holzarten mit ganz verschiedenen Eigenschaften und Bearbeitungserfordernissen verwendet, sondern auch eine Reihe von sonstigen Materialien wie Kunststoffe, Metall, Glas, Textilien, Papier, Keramik usw. Die wichtigsten Bearbeitungstechniken sind das Messen, Anreißen, Aufreißen, Hobeln, Sägen, Stemmen, Bohren, Putzen, Schleifen, Schweifen, Fügen, Schlitzen, Zinken, Dübeln, Fräsen, Graten, Lamellieren, Leimen und Kleben. Dazu kommen spezielle Methoden der Furnier-Behandlung und -Verarbeitung (Lagern, Fügen, Zusammensetzen, Pressen) und das Furnieren selbst, das Montieren ("Einlassen") von Beschlägen sowie die Oberflächenbehandlung zur Konservierung und Versc ...

Foto TischlereitechnikerIn
© AMS / DoRo Filmproduktion
Foto TischlereitechnikerIn
© AMS / DoRo Filmproduktion
Foto TischlereitechnikerIn
© AMS / DoRo Filmproduktion
  • Auge-Hand-Koordination: Zeichnen von Plänen, Arbeiten mit CAD-Programmen;
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Erstellen und Lesen von Skizzen, Werkzeichnungen und Plänen;
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Berechnen der Maße, Materialbedarfsberechnungen;
  • Organisationstalent: Arbeitsvorbereitung, Arbeitsplanung, Auftragsabwicklung;
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team;
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten von KundInnen;
  • gestalterische Fähigkeit: Design von Produkten;
  • Innovationsfähigkeit: Entwicklung neuer Ideen für Produkte;
  • Sehvermögen: Bildschirmarbeit, Qualitätskontrolle.

TischlereitechnikerInnen arbeiten in den Klein- und Mittelbetrieben des Tischlergewerbes und in den Betrieben der Möbelindustrie. Die Lehrstellensituation ist gut, ebenso die Arbeitsmarktlage, da die Ausbildung sehr breit und umfassend angelegt ist und dem aktuellen Qualifikationsbedarf der Unternehmen entspricht.

Der Beruf ist grundsätzlich für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet. Allerdings gibt es seitens der Unternehmen eine Tendenz zur Bevorzugung von Männern (wie in vielen technisch-handwerklichen Berufen). Jedenfalls wird dieser Beruf ebenso wie der verwandte Lehrberuf TischlerIn vorwiegend von Männern ausgeübt, wobei allerdings in den letzten Jahren der (geringe) Mädchenanteil bei den Lehrlingen leicht gestiegen ist.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "TischlerIn", dem der Beruf "TischlereitechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

TischlereitechnikerIn - Planung
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe, Lohnschema für das Tischlergewerbe (Arbeiter) 01.05.2018
Holz verarbeitende Industrie - Möbelindustrie (Arbeiter) 01.05.2018
TischlereitechnikerIn - Produktion
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe, Lohnschema für das Tischlergewerbe (Arbeiter) 01.05.2018
Holz verarbeitende Industrie - Möbelindustrie (Arbeiter) 01.05.2018
TischlereitechnikerIn - Gesamt (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 486 534 514 542 586 584 613 580 566 600
weiblich 55 49 56 52 72 80 88 89 96 107
gesamt 541 583 570 594 658 664 701 669 662 707
Frauenanteil 10,2% 8,4% 9,8% 8,8% 10,9% 12,0% 12,6% 13,3% 14,5% 15,1%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
TischlereitechnikerIn - Gesamt
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
BootbauerIn nein
DrechslerIn nein
FassbinderIn nein
FertigteilhausbauerIn nein
HolztechnikerIn - Hauptmodul Fertigteilproduktion nein
HolztechnikerIn - Hauptmodul Sägetechnik nein
HolztechnikerIn - Hauptmodul Werkstoffproduktion nein
LeichtflugzeugbauerIn nein
ModellbauerIn nein
TischlerIn ja <
WagnerIn nein
ZimmereitechnikerIn nein
Zimmerer/Zimmerin nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
< Die LAP im beschriebenen Lehrberuf ersetzt die LAP des verwandten Lehrberufs.

Berufsbildende Schulen mit ähnlicher Berufsausbildung:

Fachschule für Tischlerei; Höhere Lehranstalt für Innenraumgestaltung und Holztechnik (Ausbildungsschwerpunkte "Holztechnik" und "Innenraumgestaltung und Möbelbau"); Höhere Lehranstalt für Kunst und Design, Ausbildungszweig "Möbel-Raum-Design".

Das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche Kurse an, die als Weiterbildungsmöglichkeiten für TischlereitechnikerInnen in Frage kommen, z.B. Kurse für CAD ("Computer Aided Design"), CNC ("Computer Numeric Control" - programmierbare Maschinensteuerung), Holzstiegenbau, Möbel- und Innenausbau, Oberflächenbehandlung, Restaurieren und Handwerkstechniken usw.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Meisterschule für Tischlerei und Raumgestaltung (2 Jahre) in Graz, die Meisterschule für Tischler (1 Jahr) in Villach/Ktn., Pöchlarn/NÖ und Hallstatt/OÖ sowie das zur Reife- und Diplomprüfung führende Kolleg für Möbeldesign in St. Pölten (2 Jahre, Voraussetzung: Abschluss einer einschlägigen Meisterschule).

Weiters ist in der Lehrabschlussprüfungsordnung für diesen Lehrberuf die Möglichkeit vorgesehen, im Rahmen der Lehrabschlussprüfung einen Teil der Berufsreifeprüfung abzulegen. Dazu muss der in der Prüfungsordnung für die praktische Prüfung festgelegte "Teil B - Fachlich schriftliche Prüfung" absolviert werden (freiwillig). Wenn Teil A und Teil B erfolgreich abgelegt werden, gilt die praktische Prüfung als Teilprüfung für die Berufsreifeprüfung ("Teilprüfung Fachbereich"). Die Berufsreifeprüfung besteht insgesamt aus vier Teilprüfungen (Deutsch, Mathematik, lebende Fremdsprache, berufsbezogener Fachbereich); Vorbereitungslehrgänge werden von Erwachsenenbildungsinstitutionen (z.B. bfi, WIFI, Volkshochschulen) und einigen berufsbildenden Schulen angeboten. Die Berufsreifeprüfung bietet die gleichen Berechtigungen wie die Matura (allgemeiner Hochschulzugang).

Aufstiegsmöglichkeiten:

TischlereitechnikerInnen können zu ArbeitsvorbereiterInnen, VorarbeiterInnen, WerkmeisterInnen und ProduktionsleiterInnen aufsteigen.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für TischlereitechnikerInnen in folgenden reglementierten Gewerben (Befähigungsnachweis erforderlich):

  • TischlerIn, ModellbauerIn, BootbauerIn, BinderIn, DrechslerIn (verbundenes Handwerk)
  • Holzbau-MeisterIn

Weiters können TischlereitechnikerInnen folgende freie Gewerbe ausüben:

  • Erzeugung von Spielzeug
  • WagnerIn
  • Zusammenbau von Möbelbausätzen

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Weitere freie Gewerbe finden Sie hier: https://www.bmdw.gv.at/Unternehmen/Gewerbe/Documents/Bundeseinheitliche_Liste_der_freien_Gewerbe.pdf

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Holz, Glas, Ton, Seite 88
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