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IT-SpezialistIn für Multimedia-Anwendungen

Berufsbereiche: Medien, Kunst und Kultur / Informationstechnologie
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.090,- bis € 2.390,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

EntwicklerInnen für Multimedia-Anwendungen befassen sich mit der zielgruppengerechten Konzipierung und Implementierung von Multimedia-Anwendungen.

Sie digitalisieren analog vorhandene Objekte wie Fotos, Bilder und Audiodateien. Sie übernehmen die Kodierung (Bildfrequenz, Abtastrate, Farbtiefe) und Konvertierung der vorliegenden Daten. Sie sorgen für die Einbindung von Multimedia-Elementen, z.B. Musikclips, Animationen, Grafik in verschiedene Anwendungen. Dabei kann es sich um Online- oder Offline-Anwendungen wie Präsentationen, Lernsoftware, Computer-Spiele oder Filme handeln. Weiters konfigurieren sie bei KundInnen die benötigte IT-Infrastruktur wie Streaming-Server, Beamer und Kabeln.

Multimedia-EntwicklerInnen verfügen über umfangreiche Kenntnisse in Hard- und Softwaretechnik. Sie müssen den effizienten Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen (Speicherkapazität, Rechenleistung, Übertragungskapazität über Datennetze) gewährleisten.

Dieser Beruf ist ein Teilgebiet der Medieninformatik. Siehe auch die Berufe 3D-DesignerIn und MedienpädagogIn.

Im Beruf sind Kenntnisse über die Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation, Werbepsychologie und Suchmaschinenoptimierung erforderlich. Die Ausbildung erfordert Interesse an Informatik und Mathematik (Datenstrukturen, Algorithmen, Digitaltechnik etc.).

  • Interesse an Technik: Bildverarbeitung, Audio- und Videotechnik
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Abstraktionsvermögen
  • Kreativität und künstlerisches Interesse
  • Offenheit für Trends und Zeitgeist
  • Kontakt- und Teamfähigkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Gutes Sehvermögen
  • Wirtschaftliche Grundkenntnisse (Budgetkalkulation)

 

Gute Englischkenntnisse sind ebenso von Vorteil sowie interkulturelle Kompetenzen für internationale Projekte bzw. Webauftritte.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen insbesondere bei spezialisierten Softwareunternehmen, auch. bei Werbeagenturen und bei EDV- und Betriebsberatungsfirmen. Darüber hinaus finden sie bei großen Wirtschaftsunternehmen, im Banken- und Versicherungsbereich (Erstellung von Imagefilmen für Marketing, Webauftritte), an Universitäten, wissenschaftlichen Instituten und Forschungsstellen Beschäftigung.

Die Forschung beschäftigt sich mit Simulationen, Bildanalysen, Rechnernetzen, Smart Cars, Smart Home Systemen, Künstliche Intelligenz und Mobilkommunikation.

MedieninformatikerInnen können sich bei Interesse und entsprechender (Zusatz)Qualifikation engagieren um mediale Inhalte gemeinsam mit Lehrkräften zu gestalten. Zu den wichtigsten Berufsgruppen zählen die EntwicklerInnen (etwa für Software im Bereich E-Learning). Dies verzeichnet unter anderem auch der mmb-Branchenmonitor „E-Learning-Wirtschaft“ 2016. Auch auf dem E-Learning-Arbeitsmarkt ist die Entwicklung somit anhaltend positiv.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Web-EntwicklerIn", dem der Beruf "IT-SpezialistIn für Multimedia-Anwendungen" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine Basisausbildung im Bereich Medientechnik oder Medieninformatik bildet eine gute Grundlag für diesen Beruf.

Uni: Z.B. Medieninformatik, Medieninformatik und Visual Computing, Wirtschaftsinformatik oder Angewandte Informatik (mit Schwerpunkt Medien), Computergrafik & Digitale Bildverarbeitung.

FH: Z.B. Medieninformatik, Medientechnik und -design, Wirtschaftsinformatik (mit Schwerpunkt Medien), Information, Medien & Kommunikation, Mediengestaltung, MultiMediaArt, MultiMediaTechnology, Interactive Media, Digital Media Production oder Interactive Technologies (vormals: Digitale Medientechnologien). Multimediatechnik.

Bei Informatikstudien wird oft ein bestimmter Anteil an Lehrveranstaltungen auf Englisch gehalten.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden zum Teil betriebsintern angeboten, zum Teil gibt es Ausbildungen und Einschulungen von Seiten der großen Hard- und Softwareanbieter (einige Firmen verfügen mittlerweile über eigene Akademien).

Berufsbildungsinstitute bieten Kurse und Schulungen, Universitätslehrgänge gibt es etwa in den Bereichen E-Government, E-Business; Strategie, Technologie und ganzheitliches Management, strategisches Informationsmanagement, New Media Management, Telematikmanagement).

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in leitenden Positionen und Funktionen wie etwa LeiterIn einer Abteilung, als Creative Director, Software-TestingenieurIn oder Requirement Engineer. Requirement Engineering (Anforderungsmanagement) umfasst die Ermittlung, Analyse, Dokumentation, Validierung und Verwaltung von Anforderungen sowie die Ermittlung und Abklärung von Aufwandsabschätzungen und Machbarkeitsstudien für ein Multimediaprojekt (auch im Rahmen eines Events).

Karrieremöglichkeiten bestehen in vielfältigen Bereichen, z.B. Multi Media Design, Qualitätsmanagement, IT-Recht oder je nach Spezialisierung im Bereich Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik oder E-Government.

Daneben existieren wichtige Querschnittsbereiche in denen - je nach Interesse und Qualifikation - eine berufliche Karriere angestrebt werden kann. Beispiele sind Industrie 4.0. und Artificial Intelligence, welches sich mit der Nachahmung und Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst (z.B. Spracherkennung, Computerlinguistik).

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Nähere Infos über Befähigungsnachweise für die Ausübung eines Gewerbes bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik/Ingenieurwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Informatik, Informatikmanagement, Informationstechnik, Telematik
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