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SystemprogrammiererIn

Berufsbereiche: Informationstechnologie
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.270,- bis € 3.170,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Der Begriff System bezieht sich hier auf einzelne, unterschiedliche Betriebssysteme und Systemsoftware, mit deren Hilfe der Betrieb auf einem Computer organisiert wird. Betriebssysteme sind z.B. Windows und Linux. Zur Systemsoftware zählt unter anderem das Dateiverwaltungssystem und der Compiler (Übersetzer von Quelltext in Maschinenbefehle).

Systemsoftware wird in vielen Branchen benötigt, etwa in der Medizintechnik, bei der Produktion von Waren, im Kundenbeziehungsmanagement, für Leitsysteme oder Geoinformationssysteme.

SystemprogrammiererInnen unterstützen die Entwicklung von Standard- oder Individualsoftware. Die Entwicklung wird von Softwarearchitects anhand eines Vorgehensmodelles vorgegeben. Im Vorgehensmodell ist der gesamte Prozess -von der Anforderungsanalyse, über die Planung und Dokumentation bis zur Inbetriebnahme der Software abgebildet.

SystemprogrammiererInnen verfügen über Kenntnisse der Funktionsweise von Anwendungen und Schnittstellen (APIs*) des jeweiligen Betriebssystems zu den Betriebsmitteln (z.B. Speicher, Ein- und Ausgabengeräte). Sie passen diese Schnittstellen an, sodass erforderliche Geräte, wie etwa Drucker oder Maschinen optimal gesteuert werden können.

SystemprogrammiererInnen sind zudem verantwortlich für die Validierung (Prüfung) bestehender Software und für die Konzeption und den Ablauf von Softwaretests.

Teilgebiete der Systemprogrammierung sind unter anderem Testmanagement und Softwarearchitektur.

 

*API (Application Programming iIterface): Anwendungs­programmier­schnittstelle, welche zur Anbindung einer Software zu anderen Programmen dient.

Analytischer Arbeitsstil, mathematische Kenntnisse (angewandte bzw. diskrete Mathematik) und Abstraktionsvermögen, Entscheidungskompetenz (auch für die Budgetkalkulation), Empathievermögen, Kontakt- und Teamfähigkeit, gutes Sehvermögen, Beratungskompetenz.

Notwendig sind gute Englischkenntnisse, die Bereitschaft zur regelmäßigen Weiterbildung (neue Technologien) und interkulturelle Kompetenzen für internationale Projekte.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei Hard- und Softwareunternehmen, Computerhandelsgesellschaften, EDV- und Betriebsberatungsfirmen sowie in Rechenzentren. Große Nachfrage besteht auch nach App-ProgrammiererInnen.

Darüber hinaus bestehen Tätigkeitsfelder, je nach Spezialisierung in großen Wirtschaftsunternehmen, im Banken- und Versicherungsbereich, in Rechenzentren, an Universitäten, wissenschaftlichen Instituten und Forschungsstellen sowie im gesamten IT/EDV-Dienstleistungssektor, in Forschungslabors, Produktions- und Fertigungsstätten.

Voraussichtlich wird aufgrund von Gesetzen und Verordnungen die Speicherung bestimmter (Business)Daten in sogenannte Clouds verpflichtend sein. Dies erfordert die Entwicklung von Cloud-Technologien samt den dahinterliegenden Business-Modellen. Entsprechende Studiengänge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren entwickelt. Derzeit bietet die FH-Burgenland diesbezüglich einen berufsbegleitenden Studiengang.

IT-Infrastruktur: Im Rahmen der hohen Welthandelsdynamik (aktuell in den USA und Asien*) sind vor allem Softwareunternehmen, die organisatorische Anwendungen herstellen und von höheren Bestellmengen profitieren, einem höherem Umsatzwachstum ausgesetzt. Dies ermöglicht auch Karrierechancen für qualifizierte AbsolventInnen (Stand: 2018).

*Vgl: www.welthandelsindex.com und www.kapitalmarktanalyse.com.

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ProgrammiererIn", dem der Beruf "SystemprogrammiererIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Informatik, Technische Informatik, Software Engineering, Software & Information Engineering, Software Engineering/Internet Computing, Software Design, Softwareentwicklung-Wirtschaft (MSc), Pervasive Computing (MSc).

FH: Z.B. Informatik, Informatik – Software and Information Engineering, Software Engineering, Hardware-Software-Design, Systems Engineering. Masterstudiengänge: Embedded Systems Engineering, Mobile Application Development, Mobile Computing, Cloud Computing Engineering.

Bei Informatikstudien wird meist ein bestimmter Anteil an Lehrveranstaltungen auf Englisch gehalten.

Zunehmend werden duale Studiengänge angeboten.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden zum Teil betriebsintern angeboten. Zum Teil gibt es Ausbildungen und Einschulungen bei den großen Hard- und Softwareanbietern. Einige Firmen verfügen mittlerweile über eigene Akademien.

Zudem werden Kurse und Schulungen an Berufsbildungsinstituten angeboten. Universitäten und Fachhochschulen bieten Lehrgänge und Masterprogramm im Bereich E-Government; Strategie, Technologie und ganzheitliches Management; Sicherheitsmanagement, Geografische Informationssysteme, Angewandte Mustererkennung, künstliche Intelligenz, Data Science.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

IT - Informationstechnologie (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: System-Software und Systembetreuung (Seiten 116-125), Seite 124
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