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LehrerIn für Neue Mittelschulen (ehemals HauptschullehrerIn)

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.200,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

In der Regel unterrichten Lehrkräfte an Neuen Mittelschulen Schüler und Schülerinnen zwischen zehn und fünfzehn Jahren in zwei bis vier Fächern (z.B. Mathematik, eine Fremdsprache, ein gestalterisches Fach oder Sport).

Lehrkräfte vermitteln ihnen eine breite Allgemeinbildung und bereiten sie auf die Berufsausbildung oder weiterführende Schulen vor. Sie bereiten die Unterrichtsmaterialien vor, führen Leistungstests durch und beurteilen Schülerinnen und Schüler individuell. Lehrkräfte fördern und motivieren diese und stehen in Kontakt mit deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Lehrkräfte organisieren auch Exkursionen und Projekte. Darüber hinaus übernehmen sie die Erziehungsmitverantwortung.

Ebenso werden in der neuen Mittelschule Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen und sonderpädagogischem Förderbedarf integriert. Mit der entsprechenden Ausbildung (Sonderpädagogik, Inklusive Bildung) unterrichten Lehrkräfte auch Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Lehrkräfte vermitteln auch Grundkenntnisse der Informatik und den Umgang mit Standardprogrammen. Jugendliche sollen den kritischen Umgang mit sozialen Netzwerken, Information und Medien aufweisen können (Infos auf Schule 4.0. – jetzt wird’s digital auf https://www.bmbwf.gv.at ).

Bereitschaft und Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit fachlichen und damit verbundenen gesellschaftsrelevanten Fragen und Problemen, psychische Stabilität, Fitness, Fähigkeit andere zu Motivieren, didaktisches und pädagogisches Interesse und Know-how, je nach Fach auch Handgeschicklichkeit, soziale Kompetenzen (Konfliktlösungsfähigkeit), Frustrationstoleranz, tlw. Sensibilität für berufliche Integrationsaufgaben.

Das Erreichen eines Masterabschlusses* ist für neu eintretende Lehrkräfte künftig Voraussetzung für eine Fixanstellung. Das Masterstudium kann allerdings auch berufsbegleitend während der Induktionsphase (Berufseinstiegsphase) absolviert werden.

*Vgl. Broschüre Das neue Dienst- und Besoldungsrecht für neu eintretende Lehrer/innen auf der Website des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung - BMBWF.

Zu einem sehr geringen Teil bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten bei den Schulräten der Länder. NMS-Lehrkräfte sollen durch Lehrkräfte aus dem AHS- bzw. BHS-Bereich unterstützt werden. Hierdurch kommt es zu einem erhöhten Bedarf an LeherInnen aus diesen Bereichen.

Mit der entsprechenden Ausbildung (Sonderpädagogik, Inklusive Bildung) können Lehrkräfte unterrichtend und beratend (z.B. Geistigbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik) tätig sein. Im Bereich der Sprachförderung arbeiten Lehrkräfte im Bereich Integrationspädagogik in der Betreuung von Flüchtlingskindern und Jugendlichen.

Grundsätzlich dürfen LehrerInnen der Primarstufe und der Sekundarstufe Allgemeinbildung ab dem Bachelorabschluss schon unterrichten, werden aber vermutlich nur befristete Arbeitsverträge bekommen. In den nächsten Jahren ist im Pflichtschulbereich aufgrund bevorstehender zahlreicher Pensionierungen mit relativ guten Jobchancen zu rechnen. Nähere Infos bietet die Website des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung - BMBWF.

Grundsätzlich wird empfohlen, sich rechtzeitig bei den jeweiligen Landesschulräten der einzelnen Bundesländer bzw. beim Stadtschulrat in Wien sich über die konkreten Berufsaussichten zu informieren.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "LehrerIn für die Sekundarstufe Allgemeinbildung", dem der Beruf "LehrerIn für Neue Mittelschulen (ehemals HauptschullehrerIn)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Pädagogische Hochschulen und Universitäten bieten Ausbildungsangebote. Lehramtsstudien sind grundsätzlich als Bachelorstudium mit einem aufbauenden Masterstudium konzipiert.

In Österreich gibt es seit 2016 zwar kein eigenes Lehramtsstudium für Sonderpädagogik mehr. Im Rahmen der Ausbildung kann ein Schwerpunkt bzw. eine Spezialisierung im Bereich Sonderpädagogik bzw. Inklusive Pädagogik gewählt werden.

Seit Herbst 2017 erwerben alle neu einsteigenden Lehrpersonen standardisierte digitale Kompetenzen, welche in einem Kompetenzcheck (digi.check) am Beginn der Berufseinstiegsphase nachgewiesen werden. Die Absolvierung eines modularen Lehrgangs im Ausmaß von 6 ECTS für digitale Fachdidaktik muss innerhalb von 3 Jahren ab Schuleintritt absolviert werden. Es besteht die Möglichkeit, schon im Rahmen des Studiums Module vorzuziehen.

Nähere Infos zur neuen Lehramtsausbildung bietet die Website des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung - BMBWF.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Pädagogische Hochschulen und Universitäten bieten Fort- und Weiterbildungsangebote sowie Angebote zur Nachqualifizierung, URL: https://nachqualifizierung.at.

Es besteht die Möglichkeit, ein oder mehrere Erweiterungsstudien zu absolvieren, mit denen ein bereits absolviertes Studium um zusätzliche Kompetenzen erweitert werden kann. Nähere Infos bietet z.B. die Website des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf bmbwf.gv.at.

Im Pflichtschulbereich bieten Pädagogische Hochschulen, Pädagogische Institute und auch Universitäten zahlreiche Zusatzqualifikationen und -ausbildungen an (z.B. Montessoripädagogik, individuelles Lesen- und Schreiben Lernen, Turnlehrer/in, Englischlehrer/in, Schwerpunkt bildnerisches Gestalten). Die Ausbildung zum/zur Sprachheillehrer/in ist ebenfalls möglich.

Pädagoginnen/Pädagogen können eine Position als Schulleiterin/Schulleiter anstreben. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, einen beruflichen Wechsel zur Bundes- und Landesschulbehörde anzustreben. Sie können bei der Gestaltung von Lehrmitteln mitwirken oder Gutachtertätigkeiten für Lehrmittel (z.B. Schulbücher) durchführen. Darüber hinaus können sie - je nach Interesse und Qualifikation - in Wissenschaft und Forschung tätig sein.

Grundsätzlich bestehen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in den Bereichen Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und Sozialmanagement. Der gesamte Aus- und Weiterbildungsbereich (inkl. Erwachsenenbildung und Freizeitpädagogik) bietet ebenfalls berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Sonderschulpädagoginnen/Sonderschulpädagogen können sonderpädagogische Gutachten erstellen und entsprechend beratend tätig sein.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Pädagogische Hochschulen (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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