EntwicklungsökonomIn

Berufsbereiche: Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit / Wissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.420,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

EntwicklungsökonomInnen befassen sich vor allem mit Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung in bestimmten Ländern.

EntwicklungsökonomInnen hinterfragen, warum einige Länder einen höheren Lebensstandard genießen als andere und wie man diese langfristig angleicht. Manche Länder haben selber ungenügende Voraussetzungen für ein Wirtschaftswachstum. Oft weisen sie ein hohes Bevölkerungswachstum auf, aber sehr wenig Kapital und wenig Rohstoffe. Solche Länder sind meist auf Entwicklungshilfe angewiesen.

EntwicklungsökonomInnen analysieren die wirtschaftlichen Schwachstellen bzw. Entwicklungsfelder bestimmter Regionen oder Länder. Sie entwickeln Wachstums- und Entwicklungsstrategien für die wirtschaftliche Struktur eines bestimmten Landes. Sie entwickeln Konzepte zur Förderung dieser Region und bestimmter Wirtschaftsbereiche. Weiters leiten sie entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung ein und sorgen für deren Umsetzung.

  • Nationale oder internationale Wirtschaftszusammenhänge untersuchen
  • Datenrecherche
  • Statistische Auswertungen
  • Analyse von volkswirtschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Themen
  • Konzepte erstellen
  • Publikationen verfassen
  • Moderieren von komplexen Sachverhalten
Siehe auch:
  • Interesse und Verständnis für verschiedene Kulturen
  • Analytisches Denkvermögen
  • Konzeptionelle Fähigkeiten
  • Kreativität
  • Kommunikationsstärke
  • Interkulturelle Kompetenz

 

Für den Auslandseinsatz sind gute Fremdsprachenkenntnisse, je nach Einsatzland, nötig (Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch, Arabisch oder andere).

EntwicklungsökonomInnen arbeiten in staatlichen, privatwirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, z.B. im Bereich Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungspolitik. Sie können eine mit Entwicklungsfragen befasste Position anstreben, die interkulturelle Kompetenz sowie Fachwissen über verschiedene Weltregionen voraussetzt. Karrieremöglichkeiten bestehen grundsätzlich in unterschiedlichen Bereichen, z.B.

  • Außenhandel
  • Unternehmen mit internationalen Geschäftsbeziehungen
  • Internationale Organisationen
  • Regierungs- und Entwicklungsorganisationen
  • Öffentlichkeits- und Medienarbeit bei Interessensvertretungen
  • Beratungsunternehmen
  • Lehre und Forschung im akademischen Bereich sowie an außeruniversitären Forschungsstätten

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WirtschaftswissenschafterIn", dem der Beruf "EntwicklungsökonomIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Entwicklungsöonomie ist eine eigene Disziplin aus der Volkswirtschaftslehre. EntwicklungsöonomInnen verfügen üblicherweise über das einschlägige Studium Volkswirtschaft. Es gibt auch interdisziplinäre Studiengänge im Bereich Internationale Wirtschaftswissenschaften oder Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Entwicklungsökonomie. Die Uni Wien bietet den Master-Studiengang Internationale Entwicklung (Globale Transformationen, Strukturen der Ungleichheit).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

EntwicklungsökonomInnen können sich z.B. auf politikwissenschaftliche, soziologische, historische, kulturwissenschaftliche oder geographische Aspekte der Entwicklungsforschung fokussieren und sich entsprechend weiterbilden.

Sie können sich darüber hinaus mit anderen Themen beschäftigen, z.B. mit der ökonomischen Analyse der Agrarentwicklung oder mit bestimmten Fragestellungen, z.B: Welche entwicklungsökonomischen Auswirkungen können sich durch die Abwanderung von hochqualifizierten Fachkräften ergeben? Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten, z.B. in den Bereichen

  • Umweltprobleme in Entwicklungsländern
  • Unternehmensentwicklung
  • Industrieökonomie und Industriepolitik
  • Kommunikation und Moderation
  • Projektmanagement
  • Finanzierung von Entwicklungsprojekten

 

Beispiele für interdisziplinäre Studiengänge: Smart Buildings in Smart Cities - Energieinfrastruktur und Quartierserneuerung, FH Salzburg Integrative Stadtentwicklung – Smart City, FH Technikum Wien.

Die selbstständige Ausübung als UnternehmensberaterIn ist auch möglich. Die gesetzlich geregelte Voraussetzungen finden sich in der aktuellen Unternehmensberatungs-Verordnung.

Tagesaktuelle Fassung der Gewerbeordnung im österr. Rechtsinformationssystem: RIS.

Infos über Befähigungsnachweise bei der Wirtschaftskammer Österr: WKO

Die aktuelle bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe sowie die Liste der reglementierten Gewerbe ist jeweils auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort - BMDW abrufbar.

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