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Ernährungs- und FitnessberaterIn

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Ernährungs- und FitnessberaterInnen bieten vorbeugende und therapeutische Maßnahmen an. Ziel ist die Erhaltung oder Steigerung des persönlichen Wohlbefindens mit Hilfe gesunder Ernährung und körperlicher Betätigung.

Im Gegensatz zu DiätologInnen, die erkrankte Personen betreuen, beraten ErnährungsberaterInnen bereits im Vorfeld. Als AnsprechpartnerInnen leisten sie Aufklärung in Form beratender Tätigkeit. Typische Tätigkeiten sind z.B.

  • Analyse von Ernährungsgewohnheiten der KundInnen
  • Erstellung von Fitnessplänen und Ernährungsplänen für verschiedene Zielgruppen wie etwa SportlerInnen
  • Beratung über Nährstoffe und Schadstoffe in Nahrungsmitteln
  • Spezielle Ernährungspläne (biologische oder vegane Ernährung)
  • Durchführung von Fitnesstests
  • Beratung über ergonomische Sitzhaltung z.B. am Computerarbeitsplatz
  • Organisieren und durchführen von Kochkursen und Informationsvorträgen
  • u.v.a.

 

Siehe auch die Berufe ErnährungswissenschaftlerIn, DiätologIn, BewegungstherapeutIn und ErgotherapeutIn.

Foto Ernährungs- und FitnessberaterIn
© AMS / DoRo Filmproduktion
Foto Ernährungs- und FitnessberaterIn
© AMS / DoRo Filmproduktion
Foto Ernährungs- und FitnessberaterIn
© AMS / DoRo Filmproduktion

Praxisorientiertes Denken, Organisationsgeschick, Sprach- und Kommunikationskompetenz (z.B. in der Vermittlung ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse und Vorschläge an KlientInnen oder an die breitere Öffentlichkeit), Empathievermögen, Bereitschaft zur Weiterbildung.

Wichtig ist die Fähigkeit, theoretisches Wissen auf konkrete Aufgaben anwenden zu können.

Aufgabenfelder bieten sich in Fitnessstudios, Wellnesshotels (z.B. als Fitness- und GesundheitstrainerIn), Krankenhäusern, in Ernährungsberatungsstellen, Vereinen und Organisationen im Bereich Ernährung und Gesundheit, in Sportvereinen, Fitnesszentren in Vereinen und Organisationen im Bereich Ernährung, Gesundheit und Sport.

Weitere Aufgabenbereiche sind Forschung, TrainerIn in der Erwachsenenbildung, Produktmanagement, Marketing, Wirtschaftsberatung und Marktforschung.

Beschäftigungsmöglichkeiten bietet auch der Lebensmittel- und Pharmabereich, die Haushaltsgeräteindustrie, Großküchen öffentlicher und privater Einrichtungen (z.B. Spitäler und Pflegeanstalten, Werksküchen in Großbetrieben), Fachreferate von Ministerien und nachgeordneten Dienststellen sowie Krankenkassen.

Gesundheit, Ernährung und Fitness stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Aussichten bestehen grundsätzlich im Bereich Prävention, Ernährung und Gesundheitsförderung und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung. Durch Bildschirmarbeit, viel Sitzen oder falsche Bewegungsmuster steigt der Bedarf, gesundheitlichen Schäden mittels Bewegung, Fitness und Sport präventiv vorzubeugen. Je nach Zusatzqualifikation besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen des Gewerbes "Lebens- und Sozialberatung".

Gesundheitswissenschaft ist eine Nebendisziplinen des Sports. Hier ergibt sich ein Trend in Richtung Professionalisierung bzw. Spezialisierung. Das hat zur Folge, dass sich hier laufend neue Berufsbilder herauskristallisieren, die zukünftig zusätzliches Beschäftigungspotenzial bieten können.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ErnährungswissenschafterIn", dem der Beruf "Ernährungs- und FitnessberaterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Es ist nicht zwingend ein Studium nötig, um als Ernährungs- und FitnessberaterIn tätig sein zu können. Zur Diätbehandlung kranker Personen berechtigt jedoch nur ein abgeschlossenes Studium der Diätologie.

Uni: Z.B. Ernährungswissenschaften (Uni Wien). Haushaltsökonomie und Ernährung (Uni Wien). Agrar- und Ernährungswissenschaft (BUKU Wien).

FH: Z.B. Diätologie (verschiedene Anbieter). Lebensmitteltechnologie und Ernährung (FH OÖ). Lebensmitteltechnologie & Ernährung (FH Innsbruck).

Möglich ist auch ein Studium (z.B. Gesundheitswissenschaften, Sportwissenschaften) eventuell in Kombination mit einem Akademischen Lehrgang mit Zertifikat zum/zur Diplom Ernährungstrainer/in, Functional Fitness Trainer oder Dipl. ErnährungsmanagerIn.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es gibt zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Diätologie, Ernährungsphysiologie, Medizin, Therapie, Sozialwirtschaft oder Sozialmanagement, Public Health oder Gesundheitsinformatik, Sportwissenschaften, Statistik und Projektmanagement.

Lehrgänge und Diplomausbildungen gibt es z.B. in den Bereichen Sport und Bewegung, Diätologie, Ernährungspädagogik, Public Health, Health Sciences, Gesundheitspädagogik. Anbieter sind z.B. die Vitalakademie Linz -Vitalakademie.at und die Österreichische Gesellschaft für Ernährung - ÖGE.

Die Arbeitsgemeinschaft für ambulante kardiologische Rehabilitation AGAKAR bietet eine Zusatzausbildung für ÜbungsleiterInnen und SportwissenschafterInnen in der ambulanten Herz-Kreislauf-Rehabilitation, URL: www.agakar.at.

Das Bundesgesetz über medizinische Assistenzberufe und die Ausübung der Trainingstherapie MABG §40 finden sich im österreichischen Rechtsinformationssystem - RIS.

Eine selbstständige Tätigkeit in der Fitnessbranche ist möglich. Es besteht die Möglichkeit, selbständig als Coach oder TrainerIn tätig zu sein. Die Durchführung von Unterricht, Seminaren, Vorträgen, Workshops und Lehrveranstaltungen unterliegt grundsätzlich nicht der Gewerbeordnung (tagesaktuelle Infos bietet die Gewerbeordnung und die WKO).

Werden jedoch durch Analyse der „Ist-Situation“ Defizite ausgelotet und auf den individuellen Fall zugeschnittene Wissensinhalte mit einer Anleitung zu deren Umsetzung vermittelt, liegt bereits eine gewerbliche Beratungstätigkeit vor.

Nähere Infos bietet die Website der Wirtschaftskammer Österreich WKO. Die aktuelle Liste der reglementierten Gewerbe und die Liste der freien Gewerbe ist jeweils auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort BMDW abrufbar.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Naturwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Ernährungswissenschaften
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