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SozialbetreuerIn

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.250,- bis € 2.540,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SozialbetreuerInnen arbeiten gemeinsam mit sozial benachteiligten Personen, z.B. Menschen mit körperlicher Behinderung oder lernschwache Kinder und Jugendliche. Diese Arbeit erfolgt meist in speziellen Werkstätten, wo sie Personen bei handwerklichen Tätigkeiten anleiten.

Der Aufgabenbereich Behindertenbegleitung umfasst die ganzheitliche soziale Betreuung (Begleitung, Beratung und Assistenz) von beeinträchtigten Menschen in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung sowie Unterstützung bei der Basisversorgung. Zur Basisversorgung zählt z.B. die Unterstützung bei der Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Bewegung und Anwendung von Arzneimitteln.

In der Familienarbeit unterstützen oder vertreten sie haushaltsführende Personen in schwierigen Lebenslagen oder kritischen Lebenssituationen (z.B. bei Erkrankung, Entbindung, Operation, Kur- und Erholungsaufenthalt). Ebenso gehört die Begleitung und Betreuung alter Menschen und deren Angehöriger sowie die Durchführung pflegerischer Maßnahmen zu den Aufgaben.

Die Sozialbetreuung umfasst auch planerische Aufgaben betreffend Gestaltung und Weiterentwicklung der Betreuungsarbeit und Koordinationsaufgaben.

Sozialprojekte reichen von Tauschboutiquen über Großküchen und Schneiderwerkstätten bis zu Wasch- und Haushaltsservices. Ihre Tätigkeiten üben sie unter anderem in (integrativen) Beschäftigungsprojekten sowie in Erwachsenenbildungseinrichtungen aus.

Die Sozialbetreuung bzw. Sozialarbeit stellt eher die Frage nach dem "Warum" in den Vordergrund, während die Soziologie eher das "Wieviel" analysiert.

Siehe auch den Beruf SozialwirtIn.

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Soziale Kompetenzen: Empathievermögen, Geduld, Beobachtungsgabe
  • Kontaktfähigkeit und Kommunikationsgeschick: Eingehen auf Rat suchende Personen
  • Analytisches Denkvermögen: Analysieren der Problemlage der ratsuchenden Personen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Rasche Auffassungsfähigkeit: Rasches Aneignen von Informationen zu besonderen Problembereichen
  • Resilienz: Psychische Stabilität und Belastbarkeit

 

Der Beruf erfordert auch Organisationsgeschick (Öffentlichkeitsarbeit, Organisation der Beratungsstelle) und Vertraulichkeit/Diskretion.

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten einschlägige Beratungsinstitutionen, Informationsstellen und Vereine. Träger dieser Einrichtungen sind sowohl private als auch öffentliche Körperschaften (z.B. Gemeinden), Religionsgemeinschaften, Initiativen oder Dachverbände.

Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich auch durch die Absolvierung des psychotherapeutischen Propädeutikums mit einer anschließenden Ausbildung in Psychotherapie.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SozialarbeiterIn", dem der Beruf "SozialbetreuerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Ausübung der Sozialbetreuungsberufe erfolgt mit unterschiedlichen Schwerpunkten, wie z.B. Altenarbeit, Behindertenarbeit, Familienarbeit. Bereiche wie Psychologie, Soziologie oder Sozialarbeit und Sozialpädagogik überschneiden sich hier.

Uni: Z.B. Psychologie, Soziologie, Bildungswissenschaft (Heil- und Integrationspädagogik, Sozialpädagogik, Weiterbildung).

FH: Sozialarbeit, Soziale Arbeit (BSc, MSc), Sozial- und Verwaltungsmanagement, Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit, Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

In diesem Bereich gibt es ein breites Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten, wie z.B. in den Bereichen Sozial- und Lebensberatung, Ehe- und Familienberatung, Jugend- und Erziehungsberatung, Psychosoziale Beratung, Interdisziplinäre Mobile Frühförderung und Familienbegleitung, Soziale Arbeit und Sozialmanagement und Bildungs- und Berufsberatung.

Engagierte Fachleute können Leitungs- Management- und Entscheidungsfunktionen im privaten oder öffentlichen Bereich übernehmen (z.B. in Einrichtungen für Senioren, Kinder oder Jugendliche).

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen auch im Bereich Sozialmanagement. Zudem können sie als VerwaltungsleiterIn oder ReferentIn in einem Ministerium tätig sein. Karrieremöglichkeiten bestehen zudem in der empirischen Forschung im Bereich Sozialarbeit. Als SacharbeiterIn oder als BeraterIn können sie in einer Unternehmensberatungsfirma (auch selbstständig) tätig sein.

Karrieremöglichkeiten bestehen grundsätzlich dort, wo es um die Lösung von Problemstellungen und volkswirtschaftlichen Fragestellungen geht, wie etwa: Kann durch Steuersenkungen die Arbeitslosigkeit verringert werden?

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen des Gewerbes "Lebens- und Sozialberatung".

Nähere Infos bietet die Website der Wirtschaftskammer Österreich WKO. Die aktuelle Liste der reglementierten Gewerbe ist auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort BMDW abrufbar.

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