TelekommunikationsmanagerIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.360,- bis € 3.170,- * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

ManagerInnen, die im Bereich Telekommunikation tätig sind, befassen sich mit Geräten, Systemen, Anlagen und Strukturen, die für Kommunikationszwecke eingesetzt werden.

Sie planen den Einsatz der technischen Kommunikationsmittel im Unternehmen und sorgen für die Anschaffung der benötigten Geräte und Anlagen (z.B. Computer, Telefon, Netzwerksysteme, Software). Um optimale Entscheidungen für das Unternehmen treffen zu können, analysieren sie den Bedarf und erstellen eine Anforderungs­liste. Sie beobachten die aktuelle Marktsituation in Bezug auf das Angebot an Systemen, Netzen und Dienstleistungen.

Bei ihrer Tätigkeit müssen sie die Qualitäts- und Budgetvorgaben bei der Beschaffung berücksichtigen. Auch der Betrieb der Kommunikationsmittel soll nach betriebswirtschaftlichen Zielsetzungen und Gesichtspunkten der Kosteneffizienz möglich sein. Sie überwachen daher die ordnungsgemäße Nutzung der Kommunikationsmittel und organisieren die Wartungsarbeiten. Außerdem sorgen sie dafür, dass die Lizenzen für die Nutzung der Hardware und Software regelmäßig erneuert werden.

Siehe auch:
  • Mathematisches Geschick: Für Berechnungen
  • Interesse an Elektrotechnik und Messtechnik
  • Analytisches Denkvermögen
  • Problemlösungsfähigkeit: Fehlersuche
  • Technisches Englisch: Erstellen und Lesen von Schaltplänen
  • Business Englisch: Lesen von Fachliteratur, internationale Projekte und Supporttätigkeiten
  • Bereitschaft zur Weiterbildung: Neue Technologien, rechtliche Aspekte

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Informations- und Kommunikationsbranche
  • Anbieter einzelner Geräte oder technischer Kommunikationssysteme
  • Hersteller von Zutrittskontrollsystemen, Brandmelde- oder Überwachungssanlagen
  • Provider von Datendiensten
  • Technische Fachabteilungen größerer Unternehmen
  • Vertrieb von Komponenten und Bauteilen
  • Einrichtungen des öffentlichen Dienstes
  • Öffentliche Verwaltung und Behörden

Übertragungssysteme von Telefonie, Fernsehen und Datendiensten wachsen zunehmend zu einem universellen System zusammen.

Die Kommunikationstechnik ist im Grunde keine eigenständige Branche mehr, sondern ist stark von der Informationstechnik beeinflusst. Im Vordergrund steht die Vernetzung einzelner Geräte mit komplexen Anlagen (intelligente und autonome Systeme). Ein zunehmend wichtiger Bereich ist die industrielle Kommunikation. Hier geht es um die Digitalisierung in der Industrie 4.0. und die Planung einer Kommunikations-Infrastruktur zwischen allen beteiligten Komponenten und Systemen (Maschinen, Server, Geräte).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "TelekommunikationsberaterIn", dem der Beruf "TelekommunikationsmanagerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Dieser Beruf richtet sich oft an TechnikerInnen aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnik, die zusätzlich über umfassende betriebswirtschaftliche und relevante rechtliche Kenntnisse verfügen.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

In der Kommunikationstechnik gibt es öfter technische Neuerungen, die sich AbsolventInnen in Eigenregie oder durch betriebsinterne Schulungen aneignen. Auch Fachmessen und Fachzeitschriften informieren über aktuelle Trends und Entwicklungen.

Darüber hinaus bieten die Universitäten, Fachhochschulen und Ingenieursvereinigungen Kurse, Seminare und Lehrgänge. Relevante Bereiche sind z.B.

  • IP-Datennetze
  • Routing und Switching-Infrastruktur (Breitbandnetze)
  • Zugriffssteuerung
  • Security Infrastruktur (z.B. Firewalls)
  • Messtechnik
  • Kostenermittlung für Projektplanungen

 

Im Beruf sind entsprechende Zertifizierungen von Vorteil, etwa "Cisco Certified Networking Associate CCNA", Prozessmanagement und Qualitätsmanagement. Wichtig sind Kenntnisse der Standards und Richtlinien sowie ISO-Zertifizierungen für den Kommunikationssektor.

ManagerInnen sind im Grunde bereits in einer höheren Position. Bei Interesse und entsprechender Qualifikation kann eine weitere Funktion angestrebt werden, etwa als TestingenieurIn zur Prüfung und Überwachung von Kommunikationsanlagen.

Zudem eröffnen sich je nach Praxiszeit auch Tätigkeiten in einer (Material)Prüfstelle oder als GutachterIn in zahlreichen Unternehmen der Unterhaltungselektronik oder der Umwelt- und Verkehrswirtschaft.

Je nach Beufserfahrung können KommunikationstechnikerInnen als SachverständigeR tätig sein. Sie übernehmen die Fehlersuche an entsprechenden Geräten, bewerten die Messergebnisse, erstellen technische Spezifikationen (formale Produktbeschreibungen) und Gutachten.

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