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BiotechnikerIn für Pflanzenbiotechnologie

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.910,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: stark steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Pflanzenbiotechnologie wird auch als Grüne Biotechnologie bezeichnet. Biotechnologie ist die Anwendung von Wissenschaft und Technik auf lebende Organismen, Enzyme und Zellen zur Herstellung von Gütern und zur Bereitstellung von Dienstleistungen.

PflanzenbiotechnologInnen sind z.B. in folgenden Aufgabengebieten tätig, wobei sie beim ersten Berufseinstieg eher unterstützende Rollen einnehmen.

  • Unterstützung der klassischen Pflanzenzüchtung durch biotechnologische Methoden
  • Züchtung von Pflanzen mit Pathogen- und Schädlingsresistenzen durch Nutzung der Gentechnik
  • Entwicklung widerstandsfähiger Pflanzen für bislang nicht nutzbare Anbauflächen
  • Optimierung der Produktion nachwachsender Rohstoffe
  • Entwicklung und Optimierung von Pflanzen als Quelle pharmazeutischer Rohstoffe
  • Molecular farming (Biopharmazeutika werden in sog. Pharmapflanzen produziert)
  • Entwicklung von effizienten und nachhaltigen Produktionsverfahren bei bisher geringen Erträgen (z.B. bei der Ackerbohne)
  • Mitarbeit bei der Konzepterstellung zur Erhaltung forstlicher Genressourcen
  • u.v.a.

(Quelle: pflanzen-biotechnologie)

 

BiotechnologInnen arbeiten in Projekten auch mit GentechnikerInnen, ÖkologInnen und NanotechnikerInnen zusammen. Siehe auch den Beruf BionikerIn.

Forschergeist, gute Sinneswahrnehmung (Sehvermögen, Geruchssinn), eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Chemikalien, grundlegendes naturwissenschaftlich-technisches Verständnis, gute Englischkenntnisse, Bereitschaft zu interdisziplinärer Arbeit, Verhandlungs- und Repräsentationstätigkeit im Verkauf und Marketing oder innovative Kompetenz bei der Planung von Anlagen oder der Neueinführung von Produkten, Weiterbildungsbereitschaft.

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten vor allem die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Nahrungsmittelindustrie, Gärungsindustrie (Molkereien, Getreide- und Fleischindustrie), Lebensmittelkontrolle, Pharmaindustrie (Erzeugung von Antibiotika und Enzymen).

Die Mehrzahl aller ChemikerInnen arbeitet im Verkauf (Rohstoffe, aber auch Instrumente, Anlagen) und im betrieblichen Umweltschutz. Innerhalb der Chemie gilt der Bereich der Verfahrenstechnik am ehesten als berufliches Hoffnungsgebiet (mit Einschränkungen gilt das auch für die organische Chemie und Biochemie).

Biotechnologie gehört zu den Life Sciences (Biowissenschaften).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Biotechnologe/-technologin", dem der Beruf "BiotechnikerIn für Pflanzenbiotechnologie" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Als Ausbildungsmöglichkeiten für Berufe in diesem Bereich kommen primär Ausbildungen im Bereich Biotechnologie, auch Chemie, Biochemie, Verfahrenstechnik oder auch Nahrungsmitteltechnologie in Betracht. Nähere INFOS bieten jedoch die AnsprechpartnerInnen der Schulen.

AbsolventInnen einer HLFL oder HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur / Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Mit einem Beschluss im Nationalrat ist der Titel "Ingenieur" für HTL-AbsolventInnen nun dem Bachelor gleichgestellt. Infos bieten die Websites des Parlaments und der WKO.

 

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für Berufstätige werden derzeit Kollegs bzw. Höhere Lehranstalten für Berufstätige in den Bereichen Biochemie und Technische Chemie angeboten. An Universitäten und Fachhochschulen gibt es Studienrichtungen wie Biotechnologie, Bio- und Umwelttechnik, Bioengineering, Biomedical Engineering, Biotechnische Verfahren, Medizinische und pharmazeutische Biotechnologie Molekulare Biologie sowie Biochemie, Chemie, Technische Chemie.

Für eine Spezialisierung in der Verfahrenstechnik gibt es als Weiterbildungsmöglichkeiten z.B. Paper & Pulp Technology, Umweltmanagement oder Projektmanagement.bieten Lehrgänge (z.B. Biotech und Pharmamanagement, Qualitätsbeauftragte/r für Lebensmittel- und Biotechnologie).

Auf Grund des rasanten wissenschaftlichen Fortschritts, aber auch der zunehmenden technischen Anwendungen ist Fortbildung (vielfach in englischer Fachsprache) wichtig. Der Wissensaustausch findet vorrangig auf Kongressen statt.

 

Aufstiegsmöglichkeiten für BiotechnologInnen bestehen z.B. in der pharmazeutischen Industrie in Funktionen wie Abteilungsleitung oderProduktionsleitung.

Voraussetzungen für eine entsprechende Karriere sind ein einschlägiger Studienabschluss, mehrjährige Berufserfahrung sowie Managementkenntnisse. Auch sehr gute Englischkenntnisse sind sowohl aufgrund der fachlichen Kommunikation, aber auch der starken internationalen Ausrichtung dieses Bereiches unumgänglich.

 

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