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GeoinformationstechnikerIn

Berufsbereiche: Grafik, Druck, Papier und Fotografie
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

ACHTUNG: Dieser Lehrberuf ersetzt seit 1. Juni 2015 den Lehrberuf KartographIn.
Lehrlinge, die am 31. Mai 2015 im alten Lehrberuf "KartographIn" ausgebildet wurden, können diesen nach den alten Regelungen (Ausbildungsordnung, Prüfungsordnung) fertig machen. Bei Umstieg auf den neuen Lehrberuf werden die bereits zurückgelegten Lehrzeiten voll angerechnet.

 

Ältere Berufsbezeichnung(en): KartolithografIn, KartographIn

 


Tätigkeitsmerkmale

GeoinformationstechnikerInnen arbeiten in der Herstellung von Druckvorlagen für kartografische Produkte wie Landkarten (z.B. Straßenkarten, Wanderkarten), Stadtpläne, thematische Karten (z.B. geologische Karten, Industriekarten), Panoramadarstellungen, Atlanten usw.

Die Bearbeitung und Gestaltung der Druckvorlagen sowie die Verwaltung der geografischen Daten erfolgt am Computer mit Hilfe spezieller Software (Grafikprogramme, Datenbanken). Viele Karten sind bereits gespeichert und müssen in bestimmten Zeitabständen ("Aktualisierungszyklen") auf den aktuellen Stand gebracht werden ("Kartenredaktion"), indem Veränderungen eintragen werden.

GeoinformationstechnikerInnen sammeln und speichern alle für eine Landkarte erforderlichen Angaben und Daten und tragen diese in die kartografischen Modelle, die aus verschiedenen Informationsebenen bestehen, ein. Sie bedienen sich dabei der kartografischen Grundelemente "Punkt", "Linie" und "Fläche" sowie verschiedener Beschriftungsarten und Farbgestaltungsmöglichkeiten. Sie fügen Kartenelemente wie Höhenschichtlinien, Fels- und Gerölldarstellungen, Geländedarstellungen (mittels Schummerung), geografische Namen und Bezeichnungen sowie Symbole (z.B. für Kirchen, Haltestellen, Gasthäuser) ein.

Die elektronischen Druckvorlagen werden dann mehreren Kontroll- und Prüfverfahren auf Bildschirm und Proofs (Prüfdrucke) unterzogen und schließlich zur weiteren Bearbeitung und Verwendung in die Druckerei weitergeleitet.

GeoinformationstechnikerInnen benötigen eine große Zahl technischer und kartografischer Kenntnisse, vor allem: Digitale Bildbearbeitung, Geodatenmanagement, Office-Programme (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken, Grafik- und Präsentationsprogramme), optische Systeme von Vermessungsgeräten und reproduktionstechnischen Geräten, Reproduktions- und Druckverfahren, geografische und geodätische Koordinatensysteme (Geodäsie = Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche), Verfahren der Lage- und Höhenmessung und sonstige Vermessungstechniken, Katasterwesen (Kataster = Register von Landparzellen und Grundstücken; Grundbuch), (Karten-)Maßstab (=Verkleinerungsverhältnis), amtliche Kartografie, Geografie (Österreich, Europa, Welt), Auftragsabwicklung und Marketing.

 

Berufsprofil (in der Ausbildungsordnung):

  1. Organisieren der innerbetrieblichen Arbeitsschritte und Arbeitsmittel,
  2. Anwenden kartenkundlichen Wissens,
  3. Bewerten von Geo- und Fachinformationen zur Implementierung in Kartographiesysteme,
  4. Erfassen, Bearbeiten und Ausgeben von raumbezogenen Daten,
  5. Arbeiten mit Geoinformationssystemen, Kartographie- und Bildbearbeitungssystemen,
  6. Herstellen von Kartenentwürfen nach dem Stand der Technik,
  7. Zusammenstellen von Fachdaten und Geodaten zu ausgabefähigen Produkten,
  8. Aufbereiten von Geoinformationen für die Ausgabe in unterschiedlichen Medien,
  9. Verwalten und Sichern von Daten im Rahmen des Geodatenbankmanagements,
  10. Umsetzen der Arbeits- und Qualitätsstandards.

 

GeoinformationstechnikerInnen arbeiten in der Herstellung von Druckvorlagen für kartografische Produkte wie Landkarten (z.B. Straßenkarten, Wanderkarten), Stadtpläne, thematische Karten (z.B. geologische Karten, Industriekarten), Panoramadarstellungen, Atlanten usw.

Die Bearbeitung und Gestaltung der Druckvorlagen sowie die Verwaltung der geografischen Daten erfolgt am Computer mit Hilfe spezieller Software (Grafikprogramme, Datenbanken). Viele Karten sind bereits gespeichert und müssen in bestimmten Zeitabständen ("Aktualisierungszyklen") auf den aktuellen Stand gebracht werden ("Kartenredaktion"), indem Veränderungen eintragen werden.

GeoinformationstechnikerInnen sammeln und speichern alle für eine Landkarte erforderlichen Angaben und Daten und tragen diese in die kartografischen Modelle, die aus verschiedenen Informationsebenen bestehen, ein. Sie bedienen sich dabei der kartografischen Grundelemente "Punkt", "Linie" und "Fläche" sowie verschiedener Beschriftungsarten und Farbgestaltungsmöglichkeiten. Sie fügen Kartenelemente wie Höhenschichtlinien, Fels- und Gerölldarstellungen, Geländedarstellungen (mittels Schummerung), geografische Namen und Bezeichnungen sowie Symbole (z.B. für Kirchen, Haltestellen, Gasthäuser) ein.

Die elektronischen Druckvorlagen werden dann mehreren Kontroll- und Prüfverfahren auf Bildschirm und Proofs (Prüfdrucke) unterzogen und schließlich zur weiteren Bearbeitung und Verwendung in die Druckerei weitergeleitet.

GeoinformationstechnikerInnen benötigen eine große Zahl technischer und kartografischer Kenntnisse, vor allem: Digitale Bildbearbeitung, Geodatenmanagement, Office-Programme (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken, Grafik- und Präsentationsprogramme), optische Systeme von Vermessungsgeräten und reproduktionstechnischen Geräten, Reproduktions- und Druckverfahren, geografische und geodätische Koordinatensysteme (Geodäsie = Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche), Verfahren der Lage- und Hö ...

  • Fingerfertigkeit: Arbeiten mit Kartographie- und Bildbearbeitungssystemen (Bedienen der Eingabegeräte: Tastatur, Maus)
  • Auge-Hand-Koordination: Erstellen/Bearbeiten von Karten am Computer-Bildschirm
  • Sehvermögen: Detailarbeiten, Erstellen/Bearbeiten von Karten am Computer-Bildschirm
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: plastisches Darstellen von Geländeformen
  • gestalterische Fähigkeit: Beschriften, farbliches Gestalten der Karten
  • Merkfähigkeit: ständiges Anwenden des umfangreichen kartenkundlichen Wissens
  • Selbständigkeit: Abstimmen der Tätigkeiten auf vor- und nachgelagerte Arbeitsbereiche

GeoinformationstechnikerInnen arbeiten hauptsächlich in kartografischen Anstalten und Verlagen, zum Teil auch im öffentlichen Dienst, vor allem im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen - BEV (Gruppe Landesaufnahme) oder in Institutionen/Dienststellen der Landesplanung, des Städtebaus oder der Raumplanung. Kartografische Verlage gibt es derzeit nur in Wien, Niederösterreich und Salzburg.

Es ist ziemlich schwierig, eine Lehrstelle in diesem Beruf zu bekommen, da jährlich nur einige wenige Lehrstellen angeboten werden. Außerdem müssen die BewerberInnen in der Regel einen Aufnahmetest absolvieren.

Die Berufsaussichten der GeoinformationstechnikerInnen sind gut, da wegen der aufwändigen Ausbildung nur wenige Lehrlinge ausgebildet werden (entsprechend dem Bedarf an Fachkräften). Außerdem ist die Auftragslage der kartografischen Verlage einigermaßen stabil, vor allem durch die regelmäßigen und gesicherten Aufträge für den Unterrichtsbereich (Atlanten, Geografiebücher, Wandkarten usw.) und den laufenden Bedarf an neuen Stadtplänen und Wanderkarten.

Der Beruf wird gleichermaßen von Männern und Frauen ausgeübt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GeoinformationstechnikerIn", dem der Beruf "GeoinformationstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Die Berufsaussichten der GeoinformationstechnikerInnen sind gut, da wegen der aufwändigen Ausbildung nur wenige Lehrlinge ausgebildet werden (entsprechend dem Bedarf an Fachkräften). Außerdem ist die Auftragslage der kartografischen Verlage einigermaßen stabil, vor allem durch die regelmäßigen und gesicherten Aufträge für den Unterrichtsbereich (Atlanten, Geografiebücher, Wandkarten usw.) und den laufenden Bedarf an neuen Stadtplänen und Wanderkarten.

Der Beruf wird gleichermaßen von Männern und Frauen ausgeübt.

In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

GeoinformationstechnikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Grafische Gewerbe (Druckereien, Druckvorstufenbetriebe): jeweils 1. Halbjahr des Lehrjahres (ein Lehrhalbjahr umfasst 26 Wochen) (Arbeiter) 01.04.2016
Grafische Gewerbe (Druckereien, Druckvorstufenbetriebe): jeweils 2. Halbjahr des Lehrjahres (ein Lehrhalbjahr umfasst 26 Wochen) (Arbeiter) 01.04.2016
GeoinformationstechnikerIn (inkl. Doppellehren)
ACHTUNG: In den angeführten Werten sind die Lehrlingszahlen des Vorläufer-Lehrberufs "KartographIn" enthalten!

 

Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 0 0 0 0 0 0 1 1 1 3
weiblich 0 0 0 0 0 0 1 1 1 2
gesamt 0 0 0 0 0 0 2 2 2 5
Frauenanteil - - - - - - 50,0% 50,0% 50,0% 40,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
GeoinformationstechnikerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Bautechnische/r Zeichner/in nein
Druckvorstufentechniker/in nein
Technische/r Zeichner/in nein
Vermessungstechniker/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

 

(Beide Schulformen werden nur an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien geführt.

Weiterbildungsmöglichkeiten für GeoinformationstechnikerInnen sind z.B. die zahlreichen Kurse für Berufstätige im grafischen Gewerbe, die vom Berufsförderungsinstitut (bfi) und vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) angeboten werden, z.B. Kurse über Desktop-Publishing Programme, CAD und Grundlagen der elektronischen Steuerungs- und Regelungstechnik. Weiters führt das WIFI auch Vorbereitungskurse für die Befähigungsprüfung im Gewerbe der "Drucker und Druckformenherstellung" durch, die für eine selbständige Berufsausübung in diesem Gewerbe erforderlich ist. Auch Geräte-Herstellerfirmen führen in bestimmten Zeitabständen Schulungen durch, die Kenntnisse neuer Techniken im Reproduktionsbereich vermitteln. Im öffentlichen Dienst werden ebenfalls regelmäßig Kurse für GeoinformationstechnikerInnen abgehalten.

In größeren Betrieben können GeoinformationstechnikerInnen zu Betriebs-, Abteilungs- und ProjektleiterInnen aufsteigen. Im öffentlichen Dienst ist der Aufstieg von der Ablegung der erforderlichen Dienstprüfungen abhängig.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für GeoinformationstechnikerInnen im Gewerbe "Drucker und Druckformenherstellung" (Voraussetzung: Befähigungsprüfung nach mindestens zweijähriger fachlicher Tätigkeit).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Druck, Papier, Multimedia (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe in diesem Bereich
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Mediengestaltung und Fotografie, Seite 122
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