Nachhaltigkeits-ManagerIn

„Du bist Greenwashing-DetektivIn: Du prüfst, was Unternehmen wirklich für Klima und Umwelt tun.“

1. Der Realitäts-Check: Was tust du da eigentlich?

Zwei Männer mit grünen Schutzhelmen blicken auf einen Laptop in einem Industriegebäude mit Rohren im Hintergrund.

© iStock/Portra

Als NachhaltigkeitsmanagerIn entwickelst du Strategien, mit denen Unternehmen umweltfreundlicher wirtschaften. Du spürst Einsparpotenziale bei Ressourcen, Energie und CO₂ auf, überprüfst Nachhaltigkeitsziele und nimmst dabei die gesamte Wertschöpfungskette unter die Lupe.

Ein wichtiger Teil deiner Arbeit ist es, genau hinzusehen: Lassen sich die deklarierten Umweltleistungen eines Unternehmens durch konkrete Nachhaltigkeitsdaten und Nachweise belegen? Du prüfst CO₂-Bilanzen, hinterfragst Nachhaltigkeitsversprechen und sorgst dafür, dass aus schönen Worten konkrete Maßnahmen werden. 

 

  •   Dein Vibe: Greenwashing-DetektivIn – Daten prüfen und Firmen echte Öko-Strategien verpassen.
  •   Der Impact: Du machst Unternehmen fit für eine nachhaltige Zukunft.

2. Hard Facts (Short & Sharp)

  Einstiegsgehalt  ca. € 3.060 bis € 4.280 brutto (je nach Qualifikation/Kollektiv)
  Ausbildung  Uni
  Bedarf  steigende Tendenz
 

3. Word-Rap: 3 Fragen an Lona (28), Nachhaltigkeitsmanagerin

Junge Frau sitzt an einem Schreibtisch und führt ein Kundengespräch am Telefon, macht sich dabei Notizen.

© iStock/ArLawKa AungTun

Was hat dich im ersten Monat am meisten überrascht?

„Wie viele Bereiche eines Unternehmens eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun haben. Es geht nicht nur um Mülltrennung oder weniger Papier, sondern um Energie, Lieferketten, Produktion, Mobilität und sogar darum, wie Produkte entwickelt werden.“

Was ist die größte Herausforderung?

„Man muss genau hinschauen und darf sich nicht mit schönen Nachhaltigkeitsversprechen zufriedengeben. Gleichzeitig musst du viele unterschiedliche Interessen zusammenbringen und trotzdem konkrete Lösungen finden.“

Warum ausgerechnet dieser Job?

„Weil ich nicht nur über Klimaschutz reden wollte. In diesem Job kann ich Unternehmen dabei unterstützen, tatsächlich etwas zu verändern – mit Ergebnissen, die sich konkret messen lassen.“ 

4. Der Future-Skill: „Circular Economy Design“

Green IT: ein kleines Pflänzchen wächst aus der Erde, die sich auf einer Leiterplatte befindet

© iStock / weerapatkiatdumrong

Nachhaltigkeit beginnt schon beim Design. Circular Economy Design bedeutet, Produkte so zu entwickeln, dass Materialien möglichst lange im Kreislauf bleiben – durch Reparieren, Wiederverwenden und Recycling. So wird Abfall möglichst von Anfang an vermieden.

Für NachhaltigkeitsmanagerInnen heißt das: den ganzen Lebenszyklus mitdenken. Welche Materialien kommen zum Einsatz? Wie wird produziert? Wie lange hält das Produkt? Und was passiert danach? Ziel ist es, den Ressourcenverbrauch zu minimieren und Materialien durch gezielte Rückgewinnungsprozesse wieder nutzbar zu machen. 

Extra: Ausbildungs-Check

Wo lernt man das?

  •  Ausbildungswege: Studium, z.B. Nachhaltigkeitsmanagement, Energie- und Umweltmanagement, Sustainable Solutions

  •  Der Fokus: Nachhaltigkeit, Umwelt, Wirtschaft, Energie, Ressourcen und Daten verstehen und miteinander verbinden.

  •  Tipp für den Start: Achte im Alltag darauf, wo wertvolle Ressourcen verloren gehen, und frage dich: Wie ließe sich das in Produkten, Prozessen oder Unternehmen smarter lösen? 

Wie geht es weiter?

  •  Direkt zum Berufslexikon: Alle Details zum akademischen Beruf findest du hier.

  •  Passende Ausbildung finden: Suche im AMS-Ausbildungskompass.
Suche
AMS
Suchportal