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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | BiomedizinischeR AnalytikerIn

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung. Darüber hinaus ist für die Ausübung dieses Berufs die Registrierung im Gesundheitsberuferegister erforderlich.

Tätigkeitsmerkmale

Biomedizinische AnalytikerInnen führen eigenverantwortlich und nach ärztlicher Anordnung Laboruntersuchungen durch, die für medizinische Untersuchungen oder Behandlungen erforderlich sind. Dabei analysieren sie beispielsweise Blut, Urin und andere Körperflüssigkeiten, um verschiedene Laborwerte zu bestimmen und Krankheitserreger nachzuweisen. Sie führen auch medizinische Funktionsuntersuchungen durch, um z.B. die Lungenfunktion zu messen. Weitere klinisch-chemische, mikrobiologische, histologische, hämatologische, parasitologische, serologische und nuklearmedizinische Untersuchungen gehören ebenfalls zu ihrem Aufgabenbereich.

Im Zuge der biomedizinischen Präanalytik und funktionsdiagnostischen Anamnese überprüfen Biomedizinische AnalytikerInnen, ob die vorhandenen Proben für die Untersuchung geeignet sind. Sie legen im Rahmen der jeweiligen diagnostischen Vorgaben fest, welche Untersuchungsschritte und -methoden erforderlich sind, und bereiten die dafür benötigten Laborgeräte und Materialien vor. Anschließend führen sie Laboranalysen, mikroskopische Untersuchungen und Funktionsprüfungen durch und überprüfen die Qualität der Ergebnisse. Bei Bedarf planen sie weiterführende diagnostische oder therapeutische Maßnahmen im eigenen Kompetenzbereich. Für ihre Messungen und Untersuchungen verwenden sie spezielle Prüf- und Messgeräte, wie z.B. Mikroskope und Zentrifugen. 

Biomedizinische AnalytikerInnen dokumentieren und beurteilen die Untersuchungsergebnisse und stellen sie für die weitere medizinische Beurteilung durch ÄrztInnen bereit. Zudem sorgen sie für die fachgerechte Lagerung und Entsorgung der entnommenen Proben. Biomedizinische AnalytikerInnen können auch an der Durchführung und Evaluierung von Assessments und Screeningverfahren einschließlich biomedizinisch-analytischer Befundung mitwirken. Darüber hinaus können sie Blutproben entnehmen sowie bei der Entnahme anderer Proben assistieren und sind unter bestimmten Voraussetzungen dazu berechtigt, Arzneimittel zu verabreichen, wenn dies für eine Untersuchung erforderlich und im jeweiligen Kompetenz- und Anordnungsrahmen zulässig ist.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Laboranalysen und Funktionsprüfungen durchführen
  • Proben kontrollieren und analysieren
  • Gewebeproben und Flüssigkeiten untersuchen
  • Proben fachgerecht lagern
  • Prüf- und Messgeräte bedienen
  • Ergebnisse auswerten und dokumentieren
  • Qualität der Messwerte sicherstellen
  • PatientInnen vorbereiten
Siehe auch:

Biomedizinische AnalytikerInnen führen eigenverantwortlich und nach ärztlicher Anordnung Laboruntersuchungen durch, die für medizinische Untersuchungen oder Behandlungen erforderlich sind. Dabei analysieren sie beispielsweise Blut, Urin und andere Körperflüssigkeiten, um verschiedene Laborwerte zu bestimmen und Krankheitserreger nachzuweisen. Sie führen auch medizinische Funktionsuntersuchungen durch, um z.B. die Lungenfunktion zu messen. Weitere klinisch-chemische, mikrobiologische, histologische, hämatologische, parasitologische, serologische und nuklearmedizinische Untersuchungen gehören ebenfalls zu ihrem Aufgabenbereich.

Im Zuge der biomedizinischen Präanalytik und funktionsdiagnostischen Anamnese überprüfen Biomedizinische AnalytikerInnen, ob die vorhandenen Proben für die Untersuchung geeignet sind. Sie legen im Rahmen der jeweiligen diagnostischen Vorgaben fest, welche Untersuchungsschritte und -methoden erforderlich sind, und bereiten die dafür benötigten Laborgeräte und Materialien vor. Anschließend führen sie Laboranalysen, mikroskopische Untersuchungen und Funktionsprüfungen durch und überprüfen die Qualität der Ergebnisse. Bei Bedarf planen sie weiterführende diagnostische oder therapeutische Maßnahmen im eigenen Kompetenzbereich. Für ihre Messungen und Untersuchungen verwenden sie spezielle Prüf- und Messgeräte, wie z.B. Mikroskope und Zentrifugen. 

Biomedizinische AnalytikerInnen dokumentieren und beurteilen die Untersuchungsergebnisse und stellen sie für die weitere medizinische Beurteilung durch ÄrztInnen bereit. Zudem sorgen sie für die fachgerechte Lagerung und Entsorgung der entnommenen Proben. Biomedizinische AnalytikerInnen können auch an der Durchführung und Evaluierung von Assessments und Screeningverfahren einschließlich biomedizinisch-analytischer Befundung mitwirken. Darüber hinaus können sie Blutproben entnehmen sowie bei der Entnahme anderer Proben assistieren und sind unter bestimmten Voraussetzungen dazu berechtigt, Arzneimittel zu ver…

  • Auge-Hand-Koordination
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Fingerfertigkeit
  • Gutes Sehvermögen
  • Interesse für Gesundheit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Sinn für genaues Arbeiten
  • Sinn für Sauberkeit und Hygiene
  • Unempfindlichkeit der Haut
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Krankenhäuser
  • Medizinische Labore
  • Arztpraxen
  • Rehabilitationszentren
  • Forschungseinrichtungen
  • Pharmazeutische Industrie

Der Bereich der gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufe (MTD-Berufe) sowie angrenzender gesundheitsfördernder Fachberufe befindet sich im Wandel. Die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung und die Zunahme chronischer Erkrankungen erhöhen den Bedarf an präventiver, therapeutischer und rehabilitativer Versorgung. Neben Kliniken, Reha-Zentren und Kuranstalten gewinnen auch Primärversorgungszentren, interdisziplinäre Praxisteams sowie selbstständig tätige Fachkräfte an Bedeutung. Moderne Medizintechnik sowie digitale Tools verändern Abläufe und erhöhen die Anforderungen an die fachliche Spezialisierung und die Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe. Die Berufsaussichten sind im gesamten Spektrum der MTD-Berufe gut.

Die biomedizinische Analytik liefert der Medizin entscheidende Informationen zur Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen. Biomedizinische AnalytikerInnen müssen neben fundiertem Fachwissen über verschiedene biomedizinische Untersuchungsverfahren auch über Kenntnisse im Umgang mit modernen digitalen Laborinstrumenten und der Anwendung diagnostischer Verfahren verfügen. Zudem gewinnt die Anwendung von KI-gestützten Analysetools zunehmend an Relevanz.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für den Beruf "BiomedizinischeR AnalytikerIn", wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Die Ausbildung zum/zur BiomedizinischeN AnalytikerIn erfolgt an Fachhochschulen im Rahmen eines 6-semestrigen Bachelorstudiengangs im Bereich der Biomedizinischen Analytik. Wichtige Ausbildungsinhalte sind beispielsweise Anatomie, Physiologie, Infektionshygiene, Histologie, Zytologie, Zellbiologie, Hämatologie, Molekularbiologie, Pathologie, Labortechniken, Biomedizinische Analyseverfahren, Funktionsdiagnostik, Screening und Qualitätssicherung. Ein Teil der Ausbildung erfolgt in Praxismodulen sowie im Rahmen von Berufspraktika. 

Voraussetzung für ein Studium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für Biomedizinische AnalytikerInnen besteht eine Weiterbildungspflicht, die im Bundesgesetz über die gehobenen medizinisch-technischen Dienste, MTD-Gesetz § 11d verankert ist. Demnach müssen innerhalb von 5 Jahren Fortbildungen im Umfang von mindestens 60 Stunden absolviert werden, z.B. in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Kongressen zur Vertiefung der Kenntnisse sowie zur Information über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse des Fachbereichs. 

Weitere Informationen finden Sie z.B. auf der Website des Dachverbands der gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufe Österreichs (MTD-Austria).

Weiterbildungen können auch bei biomed austria, der Österreichischen Fachgesellschaft für Biomedizinische Analytik absolviert werden, beispielsweise in den Bereichen Blutanalyse, Blutentnahme, Hygiene, Labormedizin, Chromatografie, Hämatologische Mikroskopie oder Qualitätsmanagement.

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten auch Lehrgänge und Masterstudiengänge an Fachhochschulen und Universitäten, z.B. in den Bereichen Biomedical Engineering, Biomedizin und Biotechnologie sowie Clinical Research.

Aufstiegsmöglichkeiten für Biomedizinische AnalytikerInnen bestehen z.B. als TeamleiterIn, BereichsleiterIn oder LaborleiterIn. Mit entsprechender beruflicher Erfahrung kann auch eine Position in der Planung, Organisation und Durchführung von Forschungsprojekten angestrebt werden.

Die selbstständige Berufsausübung ist im Bundesgesetz über die gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD-Gesetz) geregelt. Nähere Informationen finden Sie auf der Website des Dachverbands der gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufe Österreichs (MTD-Austria)

Der Beruf BiomedizinischR AnalytikerIn zählt zu den freien Berufen (Neue Selbstständige). Freie Berufe unterliegen nicht der Gewerbeordnung. Für manche freie Berufe, wie z.B. Arzt/Ärztin oder ArchitektIn, ist die Berufsausübung in eigenen Rechtsvorschriften gesetzlich geregelt und die selbstständige Tätigkeit muss bei der zuständigen Berufsvertretung gemeldet werden. Andere freie Berufe, z.B. KünstlerIn oder JournalistIn, sind nicht gesetzlich geregelt und können ohne Meldung ausgeübt werden. Wie bei jeder selbstständigen Tätigkeit muss diese jedoch beim Finanzamt bzw. bei der Sozialversicherung gemeldet werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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