Facharzt/-ärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Berufsbereiche: Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 3.690,- bis € 4.840,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs Facharzt/-ärztin. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von Facharzt/-ärztin (UNI/FH/PH).

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung.

Tätigkeitsmerkmale

FachärztInnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe behandeln frauenspezifische Erkrankungen und begleiten Frauen vor, während und nach ihrer Schwangerschaft. Im Erstgespräch fragen sie die Patientinnen über mögliche Beschwerden, wie z.B. starke und schmerzhafte Regelblutungen oder Schmerzen etwa beim Geschlechtsverkehr. Anschließend führen sie verschiedene Untersuchungen durch, wobei sie die Brust nach Knoten und Verhärtungen abtasten, den Unterbauch und die Genitalorgane untersuchen. Sie nehmen einen Abstrich und analysieren diesen selbst oder schicken ihn zur Analyse an ein Labor. Sie beraten die Frauen weiters über Verhütungsmethoden und ihre Anwendung und stellen dafür Rezepte aus. 

FachärztInnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe beraten ihre Patientinnen auch, wenn sie einen Kinderwunsch haben. Sie führen Schwangerschaftstests durch, kontrollieren z.B. das Gewicht der Patientinnen, nehmen Blutproben und messen den Blutdruck. Außerdem geben sie Informationen zur richtigen Ernährung in der Schwangerschaft, errechnen den Geburtstermin, führen Ultraschalluntersuchungen durch und beantworten alle Fragen der Frauen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Gespräche mit Patientinnen führen
  • Patientinnen abtasten und untersuchen
  • Abstriche nehmen
  • Medikamente, z.B. zur Verhütung, verschreiben
  • Schwangerschaftstests durchführen
  • Ultraschalluntersuchungen durchführen
  • Frauen beraten
  • Auge-Hand-Koordination
  • Bereitschaft, am Wochenende zu arbeiten
  • Bereitschaft, in den Abendstunden zu arbeiten
  • Fingerfertigkeit
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Gesundheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Sinn für genaues Arbeiten
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Krankenhäuser
  • Einzelpraxis und Gemeinschaftspraxen
  • Universitäten

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Facharzt/Fachärztin", dem der Beruf "Facharzt/-ärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Grundlage für diesen Beruf bildet ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Humanmedizin. Daran anschließend müssen angehende FachärztInnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe eine 9-monatige Basisausbildung, den sogenannten Turnus, absolvieren. Dann folgen eine Sonderfach-Grundausbildung im Umfang von 36 Monaten sowie eine Sonderfach-Schwerpunktausbildung im Umfang von 27 Monaten. Die Facharztausbildung schließt mit der Facharztprüfung, die bei der Österreichischen Ärztekammer abgelegt werden muss, ab.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für FachärztInnen besteht eine Weiterbildungspflicht, die im Ärztegesetz, ÄrzteG § 49, verankert ist. Demnach müssen innerhalb von 5 Jahren 250 Fortbildungspunkte absolviert werden, z.B. in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Kongressen. Weitere Informationen zur ärztlichen Fortbildungsverordnung finden Sie z.B. auf der Website der Österreichischen Akademie der Ärzte.

Weiterbildungen können beispielsweise bei der Österreichischen Akademie der Ärzte, an den medizinischen Universitäten oder bei der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Reproduktionsmedizin
  • Gynäkologische Onkologie 
  • Pränataldiagnostik 
  • Geburtshilfe
  • Qualitätsmanagement in der Arztpraxis

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