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ChemikerIn - UmweltchemikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau / Umwelt
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.720,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

UmweltchemikerInnen beschäftigen sich mit der Steuerung, Überwachung und Kontrolle von Emissionen (Schadstoffe, Lärm und elektromagnetische Strahlung) und deren Einwirkung auf die Umwelt (Immission) und erstellen Analysen über die chemische Zusammensetzung der Schadstoffe. 

Sie sind mit der Überwachung umweltgerechter Produktionsabläufe betraut. Sie erstellen Gutachten über die Umweltverträglichkeit eines Betriebsstandortes oder eines Produktes (Öko-Bilanz). Sie schlagen gegebenenfalls Verbesserungsmaßnahmen vor, um negative Auswirkungen auf die Umwelt möglichst zu minimieren. Sie übernehmen auch die Kommunikation mit Behörden, Anrainern und Interessenvertretungen.

Im Bereich der Schadstoffmessung untersuchen und überwachen sie die Einhaltung von gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten in Luft, Wasser und Boden. ChemikerInnen versuchen Voraussagen zu treffen, wie Umweltschadstoffe entstehen, sich in der Umwelt verbreiten und verändern und wie sie auf Ökosysteme wirken.

Siehe auch die akademischen Berufe ChemikerIn und GeochemikerIn.

Für die Ausbildung ist naturwissenschaftlich-technisches Interesse erforderlich sowie

  • Analytisches Denkvermögen
  • Wissenschaftliche Neugierde und Kreativität
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Reaktionsprodukten: z.B. austretende Gase und Gerüche
  • Gute Feinmotorik für Labortätigkeiten
  • Umgang mit Softwaretools: Simulationen, Analysen, Statistik 

 

Im Bereich Forschung sind Fremdsprachenkenntnisse wichtig (Literatur, Expertenaustausch). Englisch ist auch die Wissenschafts- und Verhandlungssprache.

Wichtige Industriebranchen als Arbeitgeber sind z.B.: Biochemie bzw. Biotechnologie, Nahrungsmittelindustrie, Farbenindustrie, Pharmaindustrie.

Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich Chemie bestehen in folgenden Bereichen: Forschung & Entwicklung (F&E), Verfahrenstechnik, Produktion, Anwendungstechnik, Analytik, Patentwesen, Marketing & Vertrieb, Management, Consulting und Bildung. Beruf und Karriere im Bereich F&E gibt es an Hochschulen, Forschungsinstituten und der Industrie.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UmweltanalytikerIn", dem der Beruf "ChemikerIn - UmweltchemikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Basisausbildung für Berufe in diesem Bereich ist in der Regel entweder eine Ausbildung im Bereich Chemie, Chemiengenieurwesen, Chemieverfahrenstechnik, (höhere technische Lehranstalt oder einschlägiges Universitätsstudium), Kunststofftechnik o.Ä.

Für Berufstätige werden - je nach vorhandenem Bildungsabschluss - sowohl Kollegs als auch eine Höhere Technische Lehranstalten für Berufstätige angeboten. Infos über aktuelle Branchen und Themen der Chemie bietet der Fachverband der chemischen Industrie Österreichs - FCIO.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Aufgrund der eher beschränkten Beschäftigungsmöglichkeiten für ChemikerInnen ist Spezialisierung und Weiterbildung unumgänglich. Als mögliche berufliche Entwicklungslinie kommt z.B. Umweltanalytik in Betracht: Hier bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten in Umweltbetriebsprüfungs- und Umweltbegutachtungsverfahren. Auch der Bereich der Computertechnik ist für die Chemie ein bedeutsames Weiterbildungsfeld.

Studienmöglichkeiten in diesem Bereich sind, neben Chemie und Technischer Chemie, auch verwandte Bereiche wie Biotechnologie, Pharmazie, Verfahrenstechnik, Werkstofftechnik und Wirtschaftsingenieurwesen (Chemie), Massenspektrometrie und molekulare Analytik (MSc).

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik).

ProjektleiterInnen für verfahrenstechnische Aufgaben haben die Verantwortung für die Entwicklung und die Übertragung von Laborverfahren auf industrielle Maßstäbe sowie Verbesserung bestehender Produktionsverfahren (wobei ihnen in der Regel auch die Verantwortung für Qualitätskontrolle und Qualitätsdokumentation zukommt).

Branchenerfahrung bzw. Erfahrung in vergleichbaren Funktionen sind für solche Karriereschritte unbedingt erforderlich. Für leitende Funktionen im Verkauf aber auch im Projektmanagement bei Auslandsvorhaben sind darüber hinaus Fremdsprachenkenntnisse von Bedeutung.

Einen guten Überblick über Berufe, Beschäftigung und Karriere im Chemie-Bereich bieten die Websites: www.chemie-ist-in.at (Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs), www.chemie-im-fokus.de (Verband der Chemischen Industrie Deutschland, Gesellschaft deutscher ChemikerInnen)

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Natur, Pflanzen, Tiere, Umwelt, Seite 112
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