PharmareferentIn

Berufsbereiche: Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.780,- bis € 1.850,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung.

Tätigkeitsmerkmale

PharmareferentInnen sind als MitarbeiterInnen und RepräsentantInnen eines Pharmaunternehmens im Außendienst tätig. Sie informieren niedergelassene ÄrztInnen über die einzelnen Arzneimittel, über ihre Wirkung, Dosierung, mögliche Nebenwirkungen sowie über potenzielle Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Sie geben Musterexemplare und Fachinformationen aus und beantworten Fragen der ÄrztInnen.

Zudem organisieren PharmareferentInnen Fortbildungsveranstaltungen und Kongresse für ÄrztInnen, Pflegepersonal, ApothekerInnen und PatientInnen und führen eine Datenbank über ihre KundInnen. PharmareferentInnen sind auch dafür verantwortlich, mögliche Qualitätsprobleme von Arzneimitteln, die ihnen im Rahmen ihrer Besuche bei den ÄrztInnen mitgeteilt werden, unverzüglich an ihr Unternehmen weiterzuleiten.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Produkte eines Pharmaunternehmens präsentieren
  • ÄrztInnen besuchen
  • Medikamente vorstellen
  • Über Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen informieren
  • Muster und Informationsbroschüren ausgeben
  • Fachveranstaltungen, wie z.B. Kongresse, organisieren
  • Freude am Beraten
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Gepflegtes Erscheinungsbild
  • Interesse für Gesundheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Merkfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Reisebereitschaft
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Überzeugungsfähigkeit

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Pharmaunternehmen
  • Pharmagroßhandelsunternehmen

Der Arbeitsmarkt im Gesundheitsbereich entwickelt sich weiterhin gut. Gründe dafür sind unter anderem die zunehmend älter werdende Gesellschaft und der damit einhergehende steigende Bedarf an medizinischer Versorgung, Pflege und Betreuung. Zu bedenken ist jedoch, dass es im öffentlichen Gesundheitsbereich auch zu Einsparungen kommt und der erhöhte Personalbedarf nicht immer gedeckt wird. Darüber hinaus wirkt sich das steigende Körper- und Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung positiv auf den Gesundheitssektor aus, insbesondere auf Berufe in den Bereichen Sport, Fitness, Wellness und Entspannung.

Zum Wachstum im Gesundheitssektor tragen auch Investitionen in die medizinische Forschung und in die Arzneimittelforschung und -entwicklung bei. Die Nachfrage nach PharmareferentInnen, die diese neu entwickelten Medikamente ÄrztInnen vorstellen, ist stabil. Rund 150 Pharmaunternehmen gibt es in Österreich. Die meisten Unternehmen sind in und rund um Wien angesiedelt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "PharmareferentIn", dem der Beruf "PharmareferentIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Voraussetzung für die gesetzlich geregelte Berufsausübung als PharmareferentIn ist laut Arzneimittelgesetz § 72 ein in Österreich abgeschlossenes Medizin-, Veterinärmedizin- oder Pharmaziestudium, die Qualifikation einer sachkundigen Person oder die erfolgreich abgelegte PharmareferentInnen-Prüfung, die von PHARMIG, dem Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, organisiert wird. Verschiedene private Bildungseinrichtungen bieten Kurse zur Vorbereitung an, die auf freiwilliger Basis besucht werden können.

Für die Zulassung zur Prüfung müssen die KandidatInnen nachweisen, dass sie zum Besuch einer österreichischen Universität als ordentlicheR HörerIn berechtigt sind (Reifeprüfungszeugnis, Zeugnis über die Berufsreifeprüfung oder eine Studienberechtigungsprüfung) oder eine Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege besitzen.

Voraussetzung für ein Studium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungen für PharmareferentInnen erfolgen vor allem durch firmeninterne Schulungen und die Teilnahme an Veranstaltungen sowie Kongressen. Weiterbildungsmöglichkeiten bietet auch PHARMIG, der Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, z.B. für folgende Bereiche:

  • Pharma-Marketing
  • Arzneimittelwerbung
  • Risikomanagement
  • Statistik

Weitere Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Lehrgänge an Fachhochschulen und Universitäten, z.B. in den Bereichen Qualitätsmanagement in der Pharmazie, Produktmanagement in der Pharmaindustrie, Pharmaceutical Management sowie Pharmamanagement.

Aufstiegsmöglichkeiten für PharmareferentInnen bestehen als GebietsleiterIn oder AußendienstleiterIn. Bei entsprechender Qualifikation kann auch eine Position innerhalb eines Pharmaunternehmens angestrebt werden, z.B. als ProduktmanagerIn, ProjektmanagerIn oder im Qualitätsmanagement.

Eine selbstständige Berufsausübung ist möglich, z.B. im Rahmen des reglementierten Rechtskraftgewerbes "Herstellung von Arzneimitteln und Giften und Großhandel mit Arzneimitteln und Giften.“ Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Bei Rechtskraftgewerben benötigt man zusätzlich die Genehmigung durch die Gewerbebehörde.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe (BMDW).

Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...

Uber weitere Berufsvorschläge
Weitere Berufe aus dem Bereich "Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege" anzeigen