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Sozialpädagoge/Sozialpädagogin

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.440,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen unterstützen Menschen in Prozessen der Lebensbewältigung und Persönlichkeitsentwicklung. Sie helfen, unterstützen, motivieren und beraten Menschen in Prozessen der Lebensbewältigung und Persönlichkeitsentwicklung.

Sie beschäftigen sich mit den sozialen Ursachen, z.B. von Verhaltensauffälligkeiten und Verhaltensstörungen. Dazu gehört auch das finden passender, im Rahmen pädagogischer Maßnahmen umsetzbarer Therapiemöglichkeiten.

Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen betreuen Jugendliche oder Kinder z.B. in Internaten, Tagesheimen und Pensionaten. Sie helfen bei Problemen in der Schule oder in der Ausbildung oder bei der Bewältigung der Alltagsroutine. Sie beraten und unterstützen im Falle familiärer Schwierigkeiten oder anderer Probleme. Zu den Aufgaben kann auch Lernbetreuung, Freizeitgestaltung, Unterstützung bei der Entwicklung der Persönlichkeit sowie die Elternarbeit gehören.

Soweit möglich, stellen Pädagogen/Pädagoginnen den Kontakt mit den Eltern her und versuchen, gemeinsam mit den Kindern Probleme aufzuarbeiten. Zudem informieren sie die Eltern über die Entwicklung des Kindes und bieten Unterstützung im Falle der Arbeitslosigkeit. In Jugendzentren oder anderen außerschulischen Einrichtungen oder Vereinen betreuen sie Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Das kann im Gesundheitsbereich, etwa im Rahmen einer Rehabilitation erfolgen.

Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen führen auch administrative und organisatorische Tätigkeiten durch. Sie organisieren Informationsabende oder Veranstaltungsreihen und führen diese selbst durch. Zudem sind sie beratend in Institutionen der Bildungspolitik, in Lehrlings- und Schülerheimen oder anderen Beratungsstellen tätig.

Siehe auch den Kernberuf PädagogIn sowie KulturpädagogIn, MusikpädagogIn, Bewegungs-/TanzpädagogIn und KunstpädagogIn.

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Soziale Kompetenzen: Empathievermögen, Geduld, Beobachtungsgabe
  • Kontaktfähigkeit und Kommunikationsgeschick: Eingehen auf Rat suchende Personen
  • Analytisches Denkvermögen: Analysieren der Problemlage der ratsuchenden Personen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Rasche Auffassungsfähigkeit: Rasches Aneignen von Informationen zu besonderen Problembereichen
  • Resilienz: Psychische Stabilität und Belastbarkeit

 

Der Beruf erfordert auch Organisationsgeschick (Öffentlichkeitsarbeit, Organisation der Beratungsstelle) sowie Vertraulichkeit bzw. Diskretion.

Dieser Beruf unterliegt der regelmäßigen Fortbildungspflicht!

Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es prinzipiell in Bereichen, Einrichtungen und Betrieben des Sozial- und Bildungsbereichs.

Sie arbeiten in Wohngemeinschaften und in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen, in Beratungs- und Therapieeinrichtungen. Ebenso in Heimgruppen, Krisenzentren, im Internat, an Schulen, im Hort, in Kliniken und der Psychiatrie, in der Freizeitanimation, wie Jugendzentren und Parkbetreuung, im Strafvollzug, in der Familienarbeit, Erwachsenenbildung, Behindertenarbeit und SeniorInnenarbeit.

Im Hort sind sie z.B. auch in der Nachmittagsbetreuung tätig. Aufgabenfelder bieten sich auch im Jugendwohlfahrtsbereich oder in der Freien Jugendarbeit. Im Sonderbereich bieten sie das Training von Alltagsroutine, Unterstützung bei der Entwicklung individueller Förderprozesse, Integrationsarbeit oder Pflegetätigkeiten.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Pädagoge/Pädagogin", dem der Beruf "Sozialpädagoge/Sozialpädagogin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Ausbildung bietet das Kolleg für Sozialpädagogik - auch als berufsbegleitende Ausbildung mit öffentlich-rechtlich anerkanntem Abschluss und 120 ECTS. Mit einem öffentlich-rechtlichen Diplom ist es österreichweit möglich, im gesamten sozialpädagogischen Berufsfeld sowohl bei öffentlichen, als auch bei privaten Trägerinstitutionen zu arbeiten - Infolink zum Kolleg für Sozialpädagogik Wien.

Es gibt auch das einschlägige Studium "Sozialpädagogik" oder "Sozial- und Integrationspädagogik".

Verwandte Studienrichtungen sind z.B. Bildungswissenschaft, Erziehungswissenschaft oder Soziale Arbeit. Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen bieten auch Lehramtsstudien mit Schwerpunkt "Inklusive Bildung" bzw. "Inklusiv- und Sonderpädagogik".

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fachleute aus der Sozialpädagogik können sich im Bereich der Elementarpädagogik weiterbilden.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten auch due Bereiche Projektmanagement, Sozialmanagement, Traumapädagogik, Wirtschaftspädagogik, Politische Pädagogik, Zirkuspädagogik, Recht & Sozialmanagement oder Supervision.

Pädagogische Hochschulen bieten Lehrgänge, Praxisseminare und Masterprogramme in unterschiedlichen Bereichen, wie etwa Lernbegleitung, Gesundheit, Freizeitpädagogik, Gestaltpädagogik, Ausdruck und Bewegung, Theater- und Medienpädagogik oder Inclusive Eduction (MSc).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Kultur- und Humanwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Pädagogik
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