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BiomedizinischeR AnalytikerIn

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Biomedizinische AnalytikerInnen befassen sich mit der human- und veterinärmedizinischen Laboratoriumsdiagnostik im Rahmen des Behandlungs- und Forschungsbetriebes.

Biomedizinische AnalytikerInnen sind mit der eigenverantwortlichen Durchführung aller Laboratoriumsmethoden nach ärztlicher Anordnung betraut. Im Rahmen des medizinischen Untersuchungs-, Behandlungs- und Forschungsbetriebes führen sie insbesondere klinisch-chemische, hämatologische, immunhämatologische, histologische und mykologische Untersuchungen durch.

Beispiele: Blutzuckeranalyse, Gewebeuntersuchung zur Bestimmung von Krankheitserregern sowie weitere klinisch-chemische, mikrobiologische, parasitologische, serologische und nuklearmedizinische Untersuchungen.

Für Messungen verwenden sie spezielle Prüf- und Messgeräte (z.B. Mikroskope, Zentrifugen). Die analytischen Verfahren beinhalten auch präanalytische Prozesse (Probengewinnung, Transport, Lagerung), die Erhebung von Daten sowie die Auswertung und die Bewertung von Ergebnissen.

Biomedizinische AnalytikerInnen wirken auch bei Untersuchungen auf dem Gebiet der Elektro-Neuro-Funktionsdiagnostik sowie der Kardio-Pulmonalen-Funktionsdiagnostik mit. Sie sind auch bei der Evaluierung neuer Techniken und Geräte involviert.

Siehe auch die Berufe PharmazeutIn (Arzneimittelanalyse) und GentechnikerIn oder Tissue Engineer (m/w) .

Foto BiomedizinischeR AnalytikerIn
© AMS/Chloe Potter
Foto BiomedizinischeR AnalytikerIn
© AMS/Chloe Potter
Foto BiomedizinischeR AnalytikerIn
© AMS/Chloe Potter

Logisch-analytisches Denkvermögen, Hohe Eigenverantwortung, Nachtarbeit und Umgang mit Chemikalien, Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, grundlegendes naturwissenschaftlich-technisches Verständnis (z.B. Handhabung von Apparaten), gutes Seh- und Geruchsvermögen, Unempfindlichkeit der Haut.

Dieser Beruf unterliegt der regelmäßigen Fortbildungspflicht!

Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich je nach beruflicher Ausrichtung in den Laboratorien bzw. in den radiologischen Abteilungen und den nuklearmedizinischen Abteilungen der Krankenhäuser, Kuranstalten, Rehabilitationsanstalten und bei (spezialisierten) Ärztinnen/Ärzten, auch in der pharmazeutischen Industrie.

Weitere Infos zur Berufsberechtigung auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

Ein wichtiges Tätigkeitsfeld im Rahmen der biomedizinischen Analytik ist auch die Bioinformatik, womit auch neue Technologien wie Internet of Things, Artificial Intelligence und Data Science verbunden sind.

Es kann eine Tätigkeit als Data Analyst oder als Data Scientist (w/m) angestrebt werden. Diese Tätigkeit geht weit über die reine Datenanalyse hinaus. Häufig ist nicht die „Masse" (Big Data), sondern der „wertvolle Inhalt" (Smart Data) das entscheidende Kriterium. Es geht darum, eine Brücke zu Geschäftsprozessen zu schlagen, um die Analyse (auch Simulation) komplexer Probleme und Szenarien zu bewältigen.

Gesundheitsberuferegister (GBR)

Berufsangehörige nach dem MTD-Gesetz müssen sich ab 2018 in ein Verzeichnis eintragen lassen.

Diese Registrierung ist verpflichtend und künftig Voraussetzung für die Berufsausübung. Das Register macht die Qualifikation und die Berufsberechtigung sichtbar. Als Vorteile des GBR werden unter anderem Qualitätssicherung, Anpassung an die internationalen Standards und die Erleichterung der Migration genannt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BiomedizinischeR AnalytikerIn", dem der Beruf "BiomedizinischeR AnalytikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Dieser Beruf gehört in Österreich zu den gesetzlich geregelten Gesundheitsberufen. Infos im österreichischen Rechtsinformationssystem - RIS.

Voraussetzung für die Aufnahme in den Bachelor-Studiengang Biomedizinische Analytik: Erste-Hilfe-Kurs im Umfang von mind. 16 Stunden, Ärztliches Attest, Impfnachweis, Strafregisterbescheinigung. Nähere Infos bieten die Fachhochschulen.

FH: Biomedizinische Analytik.

Aufbauende/Weiterbildende Masterprogramme (Studien/Lehrgänge, MSc): Z.B. Massenspektrometrie und Molekulare Analytik; Molekulare Biowissenschaften; Molekulare Biologie; Master of Science in Biobanking; Master of Science in Medizinischer Genetik; Vergleichende Biomedizin-Infektionsbiomedizin und Tumorsignalwege (vormals: Biomedizin und Biotechnologie).

Infos bietet auch die Broschüre Gesundheitsberufe in Österreich 2017, diese wird jährlich aktualisiert und ist auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz abrufbar.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Dieser Beruf unterliegt der regelmäßigen Fortbildungspflicht!

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten in der Regel die entsprechenden Berufsverbände an. Auch Universitätslehrgänge und Lehrgänge universitären Charakters ermöglichen eine fachliche Vertiefung oder Erweiterung, z.B. Public Health, Clinical Research u.v.a.

Infos bietet auch die Website des Dachverbandes der gehobenen medizinisch-technischen Dienste Österreichs.

Mit entsprechender beruflicher Erfahrung kann eine Position in der Planung, Organisation und Durchführung (interdisziplinärer) Forschungsprojekte angestrebt werden, etwa im Bereich Trenn- und Analysemethoden organischer Arzneistoffe oder in der Anwendung bioanalytischer Methoden in der pharmazeutischen Bioanalytik.

Auch die Analyse gentechnisch veränderter Bestandteile spielt eine große Rolle sowie die Bioraffinerieanalytik, Lebensmittelallergene mit Überschneidungen zur Umwelt- und Verfahrenstechnik.

Voraussetzungen für eine entsprechende Karriere ist meistens eine mehrjährige Berufserfahrung sowie Managementkenntnisse. Auch sehr gute Englischkenntnisse sind sowohl aufgrund der fachlichen Kommunikation, aber auch der starken internationalen Ausrichtung dieses Bereiches unumgänglich.

Für AbsolventInnen einer technischen, naturwissenschaftlichen, montanistischen oder einer Studienrichtung der Bodenkultur besteht darüber hinaus die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung als UnternehmensberaterIn oder in Laboratorien. Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Fachhochschulstudiengänge (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Ausbildungsbereich "Gesundheit und Soziales"
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