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Radiologietechnolog(e)in

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

RadiologietechnologInnen arbeiten in der Human- und Veterinärmedizin, wo sie die Anwendung radiologisch-technischer Methoden (z.B. Ultraschall) durchführen.

RadiologietechnologInnen sind mit der eigenverantwortlichen Ausführung aller radiologisch-technischen Methoden nach ärztlicher Anordnung betraut; dazu gehört die Anwendung von ionisierenden Strahlen. Spezifische Bereiche sind die diagnostische Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Magnetresonanztomografie, Computertomografie.

RadiologietechnologInnen setzten bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Kernspinresonanztomographie zur Untersuchung und Behandlung ein sowie zur Forschung auf dem Gebiet des Gesundheitswesens. Nach ärztlicher Anordnung und in Zusammenarbeit mit Ärztinnen/Ärzten dürfen RadiologietechnologInnen die Anwendung von Kontrastmittel vornehmen.

Spezialisierungsmöglichkeiten: Z.B. Angiographie, funktionelle Bildgebung, Bestrahlungsplanung, Tele- und Brachytherapie.

RadiologietechnologInnen sind auch für den Patienten- und Managementprozess zuständig (z.B. Gespräche, Beratung, Administration, Dokumentation, Archivierung). RadiologietechnologInnen stehen ständig und direkt mit PatientInnen in Kontakt.

Siehe auch den Beruf MedizinphysikerIn und ElektrotechnikerIn (Elektromedizin- bzw. Biomedizintechnik).

Foto Radiologietechnolog(e)in
© AMS / Reinhard Mayr / Das Medienstudio
Foto Radiologietechnolog(e)in
© AMS / Reinhard Mayr / Das Medienstudio
Foto Radiologietechnolog(e)in
© AMS / Reinhard Mayr / Das Medienstudio

Ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, medizinisches Verständnis, physikalisch-technisches Interesse, analytisches Denken sowie ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen und Problemlösungsfähigkeit.

Dieser Beruf unterliegt der regelmäßigen Fortbildungspflicht!

RadiologietechnologInnen arbeiten in der Human- und Veterinärmedizin, Forschung und in der Industrie. Sie können freiberuflich oder im Dienstverhältnis, z.B. zum Träger einer Krankenanstalt, zur Justizbetreuungsagentur oder anderen Einrichtungen tätig sein.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich - je nach beruflicher Ausrichtung - in den Laboratorien bzw. in den radiologischen Abteilungen und den nuklearmedizinischen Abteilungen der Krankenhäuser, Kuranstalten, Rehabilitationsanstalten und bei (spezialisierten) Ärztinnen/Ärzten, auch in der pharmazeutischen Industrie.

Beschäftigungsmöglichkeiten im therapeutischen Bereich bestehen in Krankenanstalten, Sonderkindergärten, Zentren für bewegungsgestörte Kinder und Jugendliche, Rehabilitationszentren, Instituten für physikalische Medizin sowie in ärztlichen Ordinationen, Heilbädern oder Kuranstalten.

Aufgrund der technologischen Entwicklung und Innovation sind daher zunehmend Fachleute und ForscherInnen gefragt, welche die Domänen Medizin und Physik verbinden.

RadiologietechnologInnen können bei entsprechender Qualifikation eine Position als MedizinphysikerInnen anstreben - dazu werden Weiterbildungsmaßnahmen angeboten (z.B. Lehrgang "Medizinische Physik" an der MedUni Wien).

In Österreich ist der überwiegende Teil der MedizinphysikerInnen in Bereichen tätig, in denen ionisierende Strahlung zur Anwendung kommt, mehr als die Hälfte davon in der Strahlentherapie. Ein deutlich geringerer Teil ist in anderen Bereichen wie Optik, Akustik, Ultraschall oder Magnetresonanztomographie tätig.

Im Bereich der Schnittstelle von Physik und Medizin werden - aufgrund der technologischen Entwicklung - in Zukunft MedizintechnikerInnen national und insbesondere international in der Entwicklung, Produktion und Zulassung, der Qualitätssicherung und im Produktmanagement sowie für die qualifizierte Beratung und den technischen Vertrieb eingesetzt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Radiologietechnologe/-technologin", dem der Beruf "Radiologietechnolog(e)in" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Dieser Beruf gehört in Österreich zu den gesetzlich geregelten Gesundheitsberufen bzw. zum gehobenen Medizinisch-Technischen Dienst (MTD). Tagesaktuelle rechtliche Infos bietet das österreichische Rechtsinformationssystem - RIS.

Voraussetzung für die Aufnahme in den Bachelor-Studiengang ist neben der Eignung: Erste-Hilfe-Kurs im Umfang von mind. 16 Stunden, Ärztliches Attest, Impfnachweis, Strafregisterbescheinigung. Nähere Infos bieten die Fachhochschulen!

Radiologietechnologie-Bachelorstudiengänge werden an den Fachhochschulen angeboten:

FH Campus Wien (Einstieg auch halbjährlich möglich), FH Joanneum Graz, FH Salzburg, FH Gesundheitsberufe Oberösterreich, FH Kärnten in Klagenfurt, FH Wiener Neustadt, fhg-Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol.

Infos bietet auch die Broschüre Gesundheitsberufe in Österreich, diese wird jährlich aktualisiert und ist auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz abrufbar, URL: bmg.gv.at.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten in der Regel die entsprechenden Berufsverbände an. Auch Universitätslehrgänge und Lehrgänge universitären Charakters ermöglichen eine fachliche Vertiefung bzw. Erweiterung (z.B. Pädagogik für Gesundheitsberufe, Public Health, Clinical Research, und vor allem Zusatzqualifikationen im Bereich Medizininformatik).

Für Akademische Lehrgänge, Masterlehrgänge sowie für Kurse und Seminare können finanzielle Beihilfen beantragt werden, Infolink: www.help.gv.at.

Masterlehrgang Radiologietechnologie zur Weiterbildung nach § 9 FHStG: FH Campus Wien (nicht kostenlos).

Die TÜV Akademie/Seibersdorf Academy bietet verschiedene Lehrgänge, z.B

  • ZertifizierteR MedizinprodukteberaterIn - Infolink
  • Quality & Regulatory Affairs Manager
  • SicherheitsbeauftragteR Gesundheit
  • Software als Medizinprodukt

 

Infos bietet der Berufsverband der RadiologietechnologInnen Österreichs RTaustria und die Website des Dachverbandes der gehobenen medizinisch-technischen Dienste Österreichs.

RadiologietechnologInnen können als Strahlenschutzbeauftragte tätig sein - für den Schutz von PatientInnen und Personal vor den Gefahren ionisierender Strahlung. Sie übernehmen auch verantwortungsvolle Positionen im Bereich der technischen Qualitätssicherung.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Gesundheit, Fitness, Wellness (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Medizinisch-technische Berufe, Seite 34
Fachhochschulstudiengänge (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Ausbildungsbereich "Gesundheit und Soziales"
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