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Tätigkeitsmerkmale

Die Genetik ist der Teilbereich der Biologie, der sich vorwiegend mit der Weitergabe von vererbbaren Merkmalen lebender Organismen beschäftigt.

GenetikerInnen befassen sich mit den Grundlagen von biologischen Reproduktionsprozessen (Aufbau, Gesetzmäßigkeiten, Vervielfältigung, Schäden) menschlicher, tierischer und pflanzlicher Organismen. GenetikerInnen analysieren dazu den Aufbau und die Funktion von Erbanlagen sowie Regeln und Mechanismen der Vererbung und der Vervielfältigung. Die technische Umsetzung der Eingriffe in das Erbgut (Genom) erfolgt durch die Gentechnik.

In der klassischen Genetik werden die Gesetzmäßigkeiten der Vererbung und die Verteilungsmechanismen des Erbmaterials während der Zellteilung in allen Bereichen des Lebens untersucht.

Die Züchtungs- oder Populationsgenetik untersucht z.B. Pflanzen und Tiere über Kreuzungsversuche und stellt die Häufigkeit und Verbreitung bestimmter Erbanlagen fest.

Die Molekulargenetik beschäftigt sich mit den molekularen Grundlagen der Vererbung. Sie untersucht dabei die chemischen Grundlagen der Erbinformation, die Replikation der DNS und die Steuerung der Eiweißsysteme im genetischen Code.

Die Angewandte Genetik versucht die Ergebnisse der klassischen Genetik sowie der Molekulargenetik auf die Züchtung von, auf bestimmte Ziele hin optimierter Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere anzuwenden. Meist steht dabei die Ertragsoptimierung im Vordergrund.

Die Genetik steht im Schnittpunkt anderer biologischer Disziplinen wie der Zellbiologie, Entwicklungsbiologie und Molekularbiologie.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Gute Wahrnehmung und Beobachtungsgabe
  • Technisches Verständnis: Apparateeinsatz
  • Feinmotorisches Geschick: Labortätigkeiten
  • Englischkenntnisse: Literatur, Forschung

In Österreich sind GenetikerInnen vor allem im universitären Bereich tätig (Forschung und Lehre) tätig. Der Forschungssektor wird auch über gezielte Förderung von Biotechnologieclustern ausgebaut, insbesondere auf dem Gebiet der medizinisch-orientierten Forschung.

Aufgabenfelder eröffnen sich in genetischen Labors von Spitälern, in der Verfahrenstechnik sowie im Verkauf.

Sie können in der Biotechnologie arbeiten, auch in der öffentlichen Verwaltung im Umwelt- und Medizinbereich, in der Produktentwicklung, Produktmanagement und Qualitätssicherung, in der Pharmaindustrie oder Biomedizintechnik. Weiters im Patentwesen bei nationalen und internationalen Unternehmen und Organisationen sowie in der molekular- und biomedizinischen Analytik und Diagnostik.

Darüber hinaus finden sich in der Industrie (Agroindustrie, Nahrungsmittelindustrie, Pharmaindustrie, Stärke-, Papierindustrie) Aufgabenfelder.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Molekularbiologe/-biologin", dem der Beruf "GenetikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Teilbereiche der Genetik sind neben der klassischen Genetik auch die Molekulargenetik, Populationsgenetik, Zytogenetik, Tumorgenetik und Epigenetik.

Die Medizinische Genetik (vormals Medizinische Biologie) findet entsprechend in der Medizin Anwendung (Ausbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin für Medizinische Genetik).

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten ergeben sich insbesondere im Bereich Molekulare Diagnostik, die sich mit Analyseprozessen in unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten befasst, wie z.B. Hämatologie, Klinische Chemie, Immunologie, Mikrobiologie, Humangenetik und Gentechnologie.

Wichtig sind auch Kenntnisse zum Einsatz von IT-Tools, etwa im Bereich des Qualitätsmanagements, der strategischen Planung und Organisation von Laborautomatisation oder der Leistungsdiagnostik.

Beispiele für Weiterbildungsprogramme:

MedUni Graz: Master of Science in Medizinischer Genetik; Master of Science in Biobanking.

MedUni Wien: Forensische Wissenschaften (Master of Forensic Science). Zielgruppe: JuristInnen, NaturwissenschafterInnen, AnwärterInnen für allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige in Gesundheitsberufen und andere InteressentInnen.

Karrierewege können bei entsprechender Qualifikation und entsprechendem Engagement auch ins Ausland führen, z.B. in gentechnologische Forschungsstätten oder multinationale Industriekozerne.

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