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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SanitäterInnen versorgen Menschen, die aufgrund von Unfällen, Erkrankungen oder plötzlich auftretenden Notfällen medizinische Hilfe benötigen. Sie übernehmen die Erstversorgung direkt am Einsatzort, beispielsweise in Wohnungen, auf Straßen oder bei Veranstaltungen. Anschließend sorgen sie dafür, dass die PatientInnen sicher für den Transport vorbereitet werden. Dazu gehören unter anderem die richtige Lagerung, die Überwachung des Zustands und lebensrettende Sofortmaßnahmen, wie beispielsweise das Verabreichen von Sauerstoff. Sie begleiten die PatientInnen während des Transports und übergeben sie an das medizinische Personal im Krankenhaus. 

Der Beruf umfasst die Bereiche RettungssanitäterIn und NotfallsanitäterIn, wobei NotfallsanitäterInnen über zusätzliche Kompetenzen verfügen. Sie unterstützen NotärztInnen bei der Versorgung von NotfallpatientInnen. Bei entsprechender Zusatzqualifikation dürfen sie bestimmte weiterführende Notfallmaßnahmen durchführen, z.B. das Legen eines Venenzugangs oder die Beatmung und Intubation. 

Neben der Versorgung der PatientInnen übernehmen SanitäterInnen auch organisatorische Aufgaben rund um die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Ausrüstung. Sie kontrollieren benötigte Materialien und Ausrüstungsgegenstände und sorgen dafür, dass diese einsatzbereit und vollständig sind. Nach jedem Einsatz erfassen sie die relevanten Patientendaten und dokumentieren die durchgeführten Maßnahmen. Je nach Einsatzbereich übernehmen sie außerdem Krankentransporte, Sondertransporte, Sanitätsdienste bei Veranstaltungen oder Aufgaben im Katastrophenschutz. 

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Menschen, die medizinische Hilfe benötigen, versorgen
  • Erstversorgung durchführen
  • PatientInnen für den Transport vorbereiten
  • Krankentransporte durchführen
  • Medizinische Geräte und Materialien kontrollieren
  • Patientendaten erfassen
  • Durchgeführte Maßnahmen dokumentieren
  • Bereitschaft, am Wochenende zu arbeiten
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Gutes Sehvermögen
  • Interesse für Gesundheit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Physische Ausdauer
  • Psychische Belastbarkeit
  • Reaktionsfähigkeit
  • Sinn für Sauberkeit und Hygiene
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Rettungsdienste und Krankentransporte
  • der Sanitätsdienst des Österreichisches Bundesheeres

Der Arbeitsmarkt im Gesundheitsbereich entwickelt sich weiterhin gut. Gründe dafür sind unter anderem die zunehmend älter werdende Gesellschaft und der damit einhergehende steigende Bedarf an medizinischer Versorgung, Pflege und Betreuung. Zu bedenken ist jedoch, dass es im öffentlichen Gesundheitsbereich auch zu Einsparungen kommt und der erhöhte Personalbedarf nicht immer gedeckt wird. Darüber hinaus wirkt sich das steigende Körper- und Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung positiv auf den Gesundheitssektor aus, insbesondere auf Berufe in den Bereichen Sport, Fitness, Wellness und Entspannung.

SanitäterIn ist ein Beruf, der nicht von dem allgemeinen Wachstum im Gesundheitssektor profitieren kann. Das liegt vor allem daran, dass die Tätigkeit auch ehrenamtlich ausgeübt wird und ein Teil des Bedarfs durch die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen gedeckt wird. Offene Stellen werden oft an zuvor ehrenamtlich tätige SanitäterInnen vergeben. Etwas bessere Chancen bestehen bei der Wiener Berufsrettung.

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Die Ausbildung ist gesetzlich geregelt und erfolgt innerbetrieblich durch Rettungsdienste in Modulen:

  • RettungssanitäterIn (Modul 1):
    Voraussetzungen: Mindestalter 17 Jahre, positiv abgeschlossene Schulpflicht, ärztliches Attest, Strafregisterbescheinigung
    Dauer: 100 Stunden theoretische und 160 Stunden praktische Ausbildung
  • NotfallsanitäterIn (Modul 2):
    Voraussetzungen: erfolgreich abgeschlossenes Modul 1, Nachweis von 160 Praxisstunden im Rettungs- und Krankentransportsystem, erfolgreicher Eingangstest
    Dauer: 480 Stunden
  • Darauf aufbauend besteht die Möglichkeit, die Module "Arzneimittellehre" (Dauer: 40 Stunden), "Venenzugang und Infusion" (Dauer: 50 Stunden) sowie "Beatmung und Intubation" (Dauer: 110 Stunden) zu absolvieren.
  • Zudem müssen SanitäterInnen, die ihre Tätigkeit beruflich und nicht als freiwilliges Ehrenamt ausüben, ein "Berufsmodul" (Dauer: 40 Stunden) absolvieren.
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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