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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

MediatorInnen begleiten Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen bei Konflikten und unterstützen sie dabei, wieder konstruktiv miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie übernehmen dabei eine unabhängige Rolle und achten darauf, dass alle Beteiligten ihre Sichtweisen, Interessen und Bedürfnisse offen darlegen können. In Gesprächen sorgen sie für einen respektvollen Umgang und helfen dabei, festgefahrene Kommunikationsmuster zu lösen. Sie entscheiden nicht darüber, wer im Recht ist, sondern schaffen die Rahmenbedingungen dafür, dass die Konfliktparteien selbst eine Lösung für eine bestimmte Situation entwickeln können.

Zu Beginn klären MediatorInnen gemeinsam mit den Beteiligten die Ausgangssituation und legen Ziele sowie Regeln für den weiteren Gesprächsverlauf fest. Sie hören aktiv zu, stellen gezielte Fragen und fassen die unterschiedlichen Positionen zusammen. Dabei arbeiten sie mögliche Interessen heraus und unterstützen die Beteiligten dabei, gegenseitiges Verständnis zu entwickeln. Anschließend begleiten sie die Parteien bei der Suche nach verschiedenen Lösungsvarianten und einer von allen akzeptierten Vereinbarung. Mediation kommt in vielen Bereichen zum Einsatz, etwa bei familiären Auseinandersetzungen, Trennungen, Nachbarschaftsstreitigkeiten, Konflikten am Arbeitsplatz oder zwischen Unternehmen. 

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Menschen bei Konflikten unterstützen
  • Für einen respektvollen Umgang sorgen
  • Festgefahrene Kommunikationsmuster lösen
  • Ausgangssituation klären
  • Ziele und Regeln für den Gesprächsverlauf festlegen
  • Unterschiedliche Positionen zusammenfassen
  • Suche nach Lösungsvarianten unterstützen
  • Durchsetzungsvermögen
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Psychische Belastbarkeit
  • Reaktionsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten

MediatorInnen sind meist selbstständig tätig. Beschäftigungsmöglichkeiten bieten auch z.B.:

  • Rechtsanwaltskanzleien
  • Kriseninterventionszentren
  • Unternehmensberatungen

Die Nachfrage nach MediatorInnen steigt, z.B. in der Wirtschaftsmediation, interkulturellen Mediation oder in der Mediation von Großgruppen.

Der Beruf wird oft von Fachleuten aus juristischen, psychosozialen und psychotherapeutischen oder wirtschaftswissenschaftlichen Berufen ausgeübt, die über eine entsprechende Zusatzausbildung verfügen.

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Die Ausbildung zum/zur MediatorIn ist in Österreich durch die Zivilrechts-Mediations-Ausbildungsverordnung geregelt. Die Ausbildung erfolgt in Institutionen, die vom Bundesministerium für Justiz anerkannt sind.

Aufnahmevoraussetzungen sind ein Aufnahmegespräch bei der jeweiligen Ausbildungsinstitution und ein Mindestalter von 26 Jahren. Die Ausbildung dauert im Durchschnitt rund 2 Jahre und umfasst einen theoretischen Teil von 200 Ausbildungseinheiten sowie einen anwendungsorientierten Teil von 165 Ausbildungseinheiten.

Mediationsausbildungen werden von zahlreichen privaten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen angeboten. Das Bundesministerium für Justiz führt eine Liste aller zugelassener Ausbildungen und Lehrgänge für die Mediationsausbildung.

Kurzausbildungen sind z.B.:

  • BFI: "Ausbildung MediatorIn"
    Dauer: 367 Unterrichtseinheiten
  • WIFI: "Ausbildung zum Mediator"
    Dauer: 292 Lehreinheiten
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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