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Hebamme

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 1.830,- bis € 2.280,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Das Kernaufgabengebiet der Hebammen umfasst die Schwangerenvorsorge, die Begleitung von Frauen während der Geburt sowie die Nachbetreuung von Mutter und Neugeborenem/n nach der Geburt.

Ihre Tätigkeiten erstrecken sich, gemäß § 2 Abs. 1 des Hebammengesetzes, auf die Betreuung, Beratung und Pflege von Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen, der Beistandsleistung bei der Geburt, sowie Mitwirkung bei der Mutterschafts- und Säuglingsfürsorge.

Siehe auch die Berufe GesundheitsmanagerIn, PflegewissenschaftlerIn und ProzessmanagerIn im Gesundheitswesen.

Persönliche Anforderungen: Kommunikationsfähigkeit, Empathievermögen, Sorgfalt, Genauigkeit, hohe Verantwortungskompetenz, Entscheidungskompetenz, interkulturelle Kompetenz (beim Umgang mit Personen aus anderen Kulturkreisen), Diskretion (Verschwiegenheitspflicht).

Für die Ausübung des Hebammenberufes sind Personen berechtigt, die bestimmte Erfordernisse erfüllen:

  • Eigenberechtigung
  • die für die Erfüllung der Berufspflichten erforderliche gesundheitliche Eignung
  • die für die Erfüllung der Berufspflichten erforderliche Vertrauenswürdigkeit
  • die für die Berufsausübung notwendigen Kenntnisse der deutschen Sprache
  • anerkannter Qualifikationsnachweis als Hebamme
  • Eintragung in das Hebammenregister

 

Dieser Beruf unterliegt der regelmäßigen Fortbildungspflicht!

Hebammen sind (angestellt oder freiberuflich) in öffentlichen und privaten Institutionen beschäftigt (Säuglings- und Kinderstationen von Krankenhäusern und Kliniken, Einrichtungen der Geburtsvorbereitung und -nachbetreuung) tätig.

Zudem ist auch eine selbstständige Berufsausübung als Hebamme/GeburtshelferIn möglich. Weitere Tätigkeitsbereiche sind die Lehrtätigkeit (Hebammenlehranstalten) und die Organisation sowie Durchführung verschiedener Kurse (Geburtsvorbereitung, Elternberatung). Hebammen können auch im Rahmen der Qualitätssicherung tätig sein.

Tagesaktuelle Infos über die Berufsausübung bietet z.B. das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, URL: www.sozialministerium.at.

Hebammen können z.B. bei Auslandseinsätzen teilnehmen bzw. in der Katastrophenhilfe in der medizinischen Feldambulanz tätig sein. Solche Einsätze werden üblicherweise vom Roten Kreuz organisiert, das auch entsprechende Schulungen bietet.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Hebamme (m/w)", dem der Beruf "Hebamme" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Dieser Beruf gehört in Österreich zu den gesetzlich geregelten Gesundheitsberufen.

Voraussetzung für die Aufnahme in den Bachelor-Studiengang ist neben der Eignung: Erste-Hilfe-Kurs im Umfang von mind. 16 Stunden, Ärztliches Attest, Impfnachweis, Strafregisterbescheinigung. Infos auf den Websites der Fachhochschulen.

FH: Hebammen (BSc).

Beispiele für FH-Masterprogramme:

Studiengang "Advanced Practice Midwifery" (MSc). Akademischer Lehrgang "Familienhebamme" (Zertifikatslehrgang).

Infos zu den fachlichen Kompetenzen bietet die Broschüre Gesundheitsberufe in Österreich (Broschüre 2019). Die Broschüre ist in der jährlich aktualisierten Version auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz abrufbar, URL: www.sozialministerium.at

Nähere Infos über gesetzlich geregelte Gesundheitsberufe bietet die Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es gibt diverse Sonderausbildungskurse, z.B. für die Ausübung von Lehr- und Führungsaufgaben. Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten in der Regel die entsprechenden Berufsverbände an.

FH- und Unilehrgänge sowie Lehrgänge universitären Charakters ermöglichen eine fachliche Vertiefung bzw. Erweiterung (z.B. Hebamme für perinatales Management, Pädagogik für Gesundheitsberufe, Management for Health Professionals-Schwerpunkt Krankenhausmanagement, Mediation und Konfliktmanagement, Digital Healthcare, Clinical Research, Advanced Nursing Education).

Spezifische und tagesaktuelle Infos zum Thema Fort- und Weiterbildung für Hebammen bietet z.B. auch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, URL: https://www.bmask.gv.at

Je nach Kompetenz und Interesse kann eine Position als wissenschaftliche Mitarbeiterin angestrebt werden. Tätigkeiten sind z.B. eigenständige Durchführung von Forschungsaufgaben, Vorbereiten von Präsentationen, Erstellen von Publikationen, Projektmanagementaufgaben. Teilweise sind gute Englischkenntnisse erforderlich.

Hebammen sind zur freiberuflichen Berufsausübung berechtigt. Das Österreichische Hebammengremium führt ein Verzeichnis aller zur Berufsausübung in Österreich berechtigten Hebammen (Hebammenregister).

Die Anerkennung von EU-/EWR-Berufsqualifikationen und das Ausstellen von Hebammenausweisen erfolgt durch das Österreichische Hebammengremium. Laut Gesetz ist jede Begründung und Änderung des Berufssitzes dem österr. Hebammengremium anzuzeigen. Bundesgesetz über den Hebammenberuf (Hebammengesetz – HebG), BGBl. Nr. 310/1994

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Fachhochschulstudiengänge (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Ausbildungsbereich "Gesundheit und Soziales"
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