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EntwicklungshelferIn

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: nicht bekannt Arbeitsmarkttrend: sinkend

Tätigkeitsmerkmale

Der Tätigkeitsbereich von EntwicklungshelferInnen geht weit über die Sozialarbeit hinaus und bezieht sich auch auf weitere Berufsbereiche: Gesundheitswesen, Medizin, Bildung, Erziehung, Land- und Forstwirtschaft sowie Technik und Bauwesen.

EntwicklungshelferInnen üben ihren Beruf in Entwicklungsländern aus. Sie unterstützen einheimische Fachkräfte beim Ausbau ihrer landeseigenen Strukturen und der Nutzung der Ressourcen. Beispiele: Gründung einer Schule, Bau einer Straße, Versorgung von PatientInnen, Züchtung von Nutzpflanzen, Bau und Einsatz von Maschinen für die Produktion.

Sie beraten Partnerorganisationen z.B. in Afrika, Asien, Zentralasien, Lateinamerika und Nahost und unterstützen diese bei der Verwirklichung der langfristigen Entwicklungsziele. Dabei pflegen sie laufend Kontakt zu einheimischen MitarbeiterInnen, ProjektkoordinatorInnen, Fachleuten aus verschiedenen Bereichen sowie mit anderen EntwicklungshelferInnen.

Siehe auch SozialarbeiterIn, UnternehmensberaterIn, InnovationsmanagerIn (Betriebsberatung).

Soziales Engagement, gute Allgemeinbildung, Empathievermögen, Verantwortungsbewusstsein, handwerkliches Geschick und Erfahrungen, Offenheit gegenüber anderen Kulturen und die Bereitschaft, in einem neuen und ungewohnten Lebens- und Arbeitsumfeld tätig zu sein.

Für den Auslandseinsatz sind gute Fremdsprachenkenntnisse je nach Einsatzland nötig (Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch, Arabisch oder andere).

Häufig ist physische und psychische Ausdauer erforderlich sowie Problemlösungsfähigkeit und Kreativität.

EntwicklungshelferInnen müssen oft gegen Widerstände kämpfen und viel Energie aufbringen, um andere Menschen und Unternehmen zu überzeugen, neue Projekte zu realisieren.

Vor einem Projekteinsatz ist üblicherweise die Teilnahme an einem InteressentInnen-Seminar empfehlenswert, um die Rahmenbedingungen und Herausforderungen einer Projektmitarbeit kennenzulernen.

In der Regel werden fast überall Fachleute aus Sparten gesucht wie Medizin und Ernährung, Agrar-, Forst und Gartenbau, Logistik, Geographie und Geologie, Wasserbau, Vermessung, Stadt- und Raumplanung. IngenieurInnen und TechnikerInnen sind fast aus allen Branchen gefragt.

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten vor allem einschlägige Beratungsinstitutionen, Informationsstellen, Vereine und NGO`s (nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisationen). Beispiele: Welthungerhilfe, Ärzte ohne Grenzen, Menschen für Menschen, Weltfriedensdienst, Misereor, terre des hommes, das Technische Hilfswerk, das Rote Kreuz, Malteser International, Unicef sowie die SOS Kinderdörfer.

Die Internetseite Epojobs bietet eine gezielte geografische sowie eine thematische Suche. Das Portal Oneworld verfügt über einen Stellenmarkt speziell für Fachkräfte sowie einen für Freiwillige.

Träger dieser Einrichtungen sind sowohl private als auch öffentliche Körperschaften (z.B. Gemeinden), Religionsgemeinschaften, Initiativen oder Dachverbände. Je nach Aufgabengebiet gehen EntwicklungshelferInnen ihrer Arbeit in Krankenhäusern oder anderen Gesundheitseinrichtungen, in Werkstätten, in Schulungs- und Unterrichtsräumen oder im Freien nach.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "EntwicklungshelferIn", dem der Beruf "EntwicklungshelferIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Grundsätzlich ist eine Ausbildung (Studien- oder Berufsabschluss) in einem spezifischen Fachbereich vorteilhaft. Oft wird erwartet, dass EntwicklungshelferInnen mindestens über zwei Jahre Berufserfahrung verfügen, in der sie ihre Fachkenntnisse erprobt und erweitert haben.

Spezifische Infos über berufliche Chancen, Praktika und über an­er­kann­te Or­ga­ni­sa­tio­nen auf den Websites der Organisation für Entwicklungszusammenarbeit horizont3000.at und auf www.entwicklung.at.

Uni: Z.B. Psychologie, Soziologie, Bildungswissenschaft (Heil- und Integrationspädagogik, Sozialpädagogik, Weiterbildung), Medizin, Pharmazie, Bauingenieurwesen, LandwirtschaftstechnikerIn, Agrarwissenschaften.

FH: Z.B. Betriebswirtschaft, Wirtschaftspädagogik, Kommunikation, Sozialarbeit, Soziale Arbeit, Sozial- und Verwaltungsmanagement, Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit, Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit oder andere Studienrichtungen.

Technische Studiengänge sind z.B. EntwicklungsingenieurIn Maschinenbau, Lebensmitteltechnologie, Informationstechnologie, Tontechnik/ToningenieurIn, Elektrotechnik, Elektronik.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen z.B. in den Bereichen Umwelt und internationale Umweltpolitik, Sozial- und Lebensberatung, Ehe- und Familienberatung, Jugend- und Erziehungsberatung, Psychosoziale Beratung, Sozialmanagement, Teamleading und Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaft und Entwicklung. Fundraising/Finanzielle Nachhaltigkeit,

Wichtig sind auch technische und rechtliche Bereiche, wie etwa Wasser- und Siedlungshygiene, erneuerbare Energie, Klimaschutz, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Lebensmitteltechnologie sowie das Thema Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Soziales (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Weiterbildung und Erwachsenenbildung, Seite 90
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