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Spielpädagoge/Spielpädagogin

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: nicht bekannt Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend

Tätigkeitsmerkmale

Spielpädagogen/Spielpädagoginnen betrachten Spiele als sinnvolle Freitzeitgestaltung, sowie als effiziente Form des Lernens (Sprachspiele, Strategiespiele). Wettspiele können die Fairness und den sozialen Umgang miteinander fördern.

Spielerisches Lernen ist häufig auch auf Erwachsene bezogen, etwa im Rahmen des Erlernens von Fremdsprachen. Lerninhalte lassen sich besser im Gehirn verankern, wenn sie sich mit Freude erworben werden. Ebenso wird Spielpädagogik in der Logopädie eingesetzt, z.B. bei SeniorInnen.

Spielpädagogen/Spielpädagoginnen führen Spielenachmittage durch, gestalten Workshops mit Schulklassen oder im Altersheim. Sie gestalten die unterschiedlichen Formen des Spiels als symbolisches Spiel, konstruktives Spiel, funktionelles bzw. wiederholendes Spiel oder als Rollenspiel, wie etwa Bauspiele, Kooperationsspiele und Abenteuerspiele.

Spielpädagogen/Spielpädagoginnen diskutieren aktuelle Themen wie elektronische Musikstile (z.B. Hip-Hop) und Virtual Reality Spiele. Sie entwickeln auch Vorschläge und Ideen wie das Spielmarkt-Format in Zukunft aussehen kann.

Die Spielpädagogik steht im Zusammenhang mit anderen Formen der Pädagogik, insbesondere der Erlebnispädagogik, Kulturpädagogik, Jugendarbeit und Sonderpädagogik. Eine Unterkategorie der Spielpädagogik ist die Theaterpädagogik, die sich besonders mit dem darstellenden Spiel beschäftigt.

Siehe Berufe im Kernbereich Pädagogik Musikpädagogik, Tanzpädagogik, Kunstpädagogik oder Logopädie

Freude und Befähigung zum Umgang mit Menschen aller Altersgruppen, Empathie, Geduld sowie

  • Kreativität und Musikalität
  • Organisationsgeschick: Veranstaltungen und Aktivitäten
  • Freude an Bewegung
  • Offenes Wesen
  • Kommunikative Kompetenzen: Betreuung von Kindern und Jugendlichen, Führen von Diskussionen und Gesprächen
  • Kritik- und Konfliktfähigkeit
  • Selbständiger Arbeitsstil: Erstellen und Durchführen von Programmen
  • Weiterbildungsbereitschaft: sich verändernde Formen der Kinder/Jugendkultur

Spielpädagogen/Spielpädagoginnen planen, organisieren und führen Spielnachmittage und Spielfeste in Gemeinden und Pfarren (z.B. Hilfswerk) durch oder gestalten die schulische Nachmittagsbetreuung. Sie sind auch im Rahmen von Geburtstagspartys für Kinder tätig, gestalten Elternabende in Kindergärten oder Kinderhorten.

SpielpädagogInnen können sich auch in der Hirnforschung weiterbilden/engagieren.

Die Anforderungen im Freizeitsektor werden immer komplexer, daher sind auch die Tätigkeitsanforderungen entsprechend gestiegen. Veränderungen der ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Systeme führen zu neuen Rahmenbedingungen für die Gestaltung von Freizeit, Sport und Tourismus.

Aufgrund von sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Bedeutung der Freizeitwirtschaft für die gesamte Volkswirtschaft) kommt der Freizeitforschung eine wachsende Bedeutung zu. Ebenso der Spieleforschung.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Pädagoge/Pädagogin", dem der Beruf "Spielpädagoge/Spielpädagogin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Spielpädagogen/Spielpädagoginnen verfügen oft über eine eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Hortpägagogik, Lehramt oder eine andere akademische pädagogische Ausbildung. Das Studium Psychologie vermittelt ebenso Kompetenzen. Lehrgänge und Masterprogramme:

  • Akademische/r Freizeitpädagoge/in: PH Baden, PH OÖ
  • Freizeitpädagogik: PH Steiermark
  • Freizeitpädagogik: PH Wien, PH Salzburg
  • Lehrgang Freizeitpädagogik, PH Wien/Krems

 

Die Donau-Universität Krems führt das Zentrum für Angewandte Spieleforschung am
Department für Kunst- und Kulturwissenschaften. Masterprogramme sind:

  • Game Studies, MA
  • Transmedia Design & Digital Leadership
  • Handlungsorientierte Medienpädagogik
  • MedienSpielPädagogik
  • Game-based Media & Education

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten z.B. Bereiche wie Projektmanagement, Medienpädagogik, Politische Pädagogik, Motopädagogik, Biomechanik, Theaterpädagogik und Musikpädagogik.

Pädagogische Hochschulen bieten Lehrgänge in verschiedenen Bereichen an: Freizeitpädagogik, Gestaltpädagogik, Funktionaler Bewegungscoach.

Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten sowie Aufstiegschancen in diesem Berufsfeld bestehen z.B. auch im Bereich Veranstaltungsmanagement, im Gesundheits- und Therapiebereich, im Fremdenverkehr und im Spezialjournalismus.

Berufliche Tätigkeiten können sowohl im Angestelltenverhältnis als auch selbstständig erfolgen.

Perspektiven bietet auch die der Gamification-Trend und die Gamingforschung: Wie funktionieren Spiele? Woher kommt unser Bedürfnis nach dem Spielen? Wie verändern neue Technologien die Kulturtechnik Spiel? Wie kann ein kompetenter Umgang mit einer zunehmend vom Gedanken des Spiels geprägten Medienwelt aussehen und gefördert werden? Infos bietet auch das Zentrum für Angewandte Spieleforschung an der Donau-Universität Krems.

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