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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SpielpädagogInnen setzen spielerische Elemente gezielt für Bildungs- und Erziehungsprozesse ein, um insbesondere die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Je nach Zielgruppe und der gewünschten pädagogischen Lernerfahrung entwickeln und konzipieren sie Spiel- und Lernformate und beraten SpielentwicklerInnen, PädagogInnen und Eltern zu Wirkungen und Einsatzfeldern von Spielen. 

Spiele ermöglichen es Kindern, die Welt spielerisch kennenzulernen, soziale Kompetenzen zu trainieren sowie ihre Kreativität zu entfalten. SpielpädagogInnen entwickeln Spielmaterialien, gestalten Spielräume und leiten Spiele an. Dabei wenden sie je nach Zielgruppe verschiedene pädagogische Spieltheorien und -methoden an und wählen geeignete Spiele aus. Dies können z.B. Bewegungs-, Konzentrations-, Kommunikations-, Wahrnehmungs- oder Rollenspiele sein.

In der Spielentwicklung beraten SpielpädagogInnen zu zielgruppenspezifischen Formaten, z.B. im Bereich Serious Games, bei denen Lerninhalte mittels spielerischer Elemente aufbereitet und vermittelt werden. Zudem befassen sie sich mit der Bewertung von Spielen anhand verschiedener Merkmale. Dies können sowohl Brettspiele als auch Gelände- oder Computerspiele sein. Teilweise entwickeln sie auch Spiel- und Lernformate für ältere Menschen, z.B. um die Gedächtnisfähigkeit zu trainieren. Auch in den Bereichen Erwachsenenbildung, Coaching oder im Rahmen von Unternehmensevents kommen Spielformate zum Einsatz. Zudem können SpielpädagogInnen auch in der Forschung zu Spielmethoden und -theorien tätig sein.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Kinder und Jugendliche spielerisch fördern
  • Spielmaterialien entwickeln und auswählen
  • Spiele konzipieren und planen
  • Ideen für Spielprojekte entwickeln
  • Pädagogische Methoden anwenden
  • Spiele bewerten und weiterentwickeln
Siehe auch:
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Didaktische Fähigkeiten
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Freude am Beraten
  • Gerne kreativ arbeiten
  • Innovationsfähigkeit
  • Interesse für Soziales
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Selbstständiges Arbeiten

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Institutionen: 

  • Bildungseinrichtungen
  • Kindergärten und -krippen
  • Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, wie z.B. Jugendzentren
  • Freizeit- und Spieleinrichtungen
  • Soziale Einrichtungen
  • Unternehmen der Spielentwicklung
  • Erwachsenenbildungsinstitute
  • Hochschulen
  • Forschungsinstitute

Die Zahl der institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen steigt und auch die Ganztagsbetreuung an Schulen wird ausgebaut. Dementsprechend hoch ist die Nachfrage nach Kinder- und Jugendbetreuung. 

SpielpädagogInnen bieten durch ihr umfangreiches Fachwissen wichtige Impulse für pädagogische Konzepte von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen sowie für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Insbesondere in Kombination mit anderen pädagogischen Berufsfeldern wie Elementar- oder Sozialpädagogik sind die Berufsaussichten für SpielpädagogInnen gut.

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen, z.B. in den Bereichen Pädagogik, Elementarpädagogik, Sozialpädagogik oder Erziehungswissenschaften. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren, in dem insbesondere vertiefte Kenntnisse des wissenschaftlichen Forschens im genannten Bereich erlangt werden, und das auf eine Laufbahn im wissenschaftlichen Bereich vorbereitet. 

Bachelorstudien im Bereich Pädagogik vermitteln z.B. Ausbildungsinhalte wie Erziehungswissenschaften, Entwicklungspsychologie, Pädagogische Soziologie, Inklusive Pädagogik, Qualitative Forschung, Quantitative Forschung, Lehren und Lernen sowie Sozialpädagogik. Zudem sind in der Regel mehrwöchige Pflichtpraktika Teil der Ausbildung. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert. 

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Zusätzlich zu einer pädagogischen Grundausbildung können spezielle Lehrgänge und Zertifikate im Bereich Spielpädagogik absolviert werden.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Pädagogischen Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Game-based Education, Lerndesign, Montessoripädagogik, Erlebnispädagogik, Freizeitpädagogik und Gesundheitspädagogik. 

Weitere Informationen über pädagogische Weiterbildungen in Österreich bietet der Berufsverband der Österreichischen ErzieherInnen und SozialpädagogInnen.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Resilienz, Diversität oder Projektmanagement.

Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten sowie Aufstiegschancen für SpielpädagogInnen bestehen z.B. in der Entwicklung von Computerspielen, im Bereich Freizeit- und Veranstaltungsmanagement sowie bei entsprechender Qualifikation auch im Therapiebereich. 

Für unterrichtende Tätigkeiten wie das Abhalten von Workshops und Schulungen ist eine selbstständige Berufsausübung z.B. im Rahmen des freien Berufs "TrainerIn" möglich. 

Freie Berufe unterliegen nicht der Gewerbeordnung. Für manche freie Berufe, wie z.B. Arzt/Ärztin oder ArchitektIn, ist die Berufsausübung in eigenen Rechtsvorschriften gesetzlich geregelt und die selbstständige Tätigkeit muss bei der zuständigen Berufsvertretung gemeldet werden. Andere freie Berufe, z.B. KünstlerIn oder JournalistIn, sind nicht gesetzlich geregelt und können ohne Meldung ausgeübt werden. Wie bei jeder selbstständigen Tätigkeit muss diese jedoch beim Finanzamt bzw. bei der Sozialversicherung gemeldet werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs.

Der Bereich der selbstständigen Kinderbetreuung ist landesgesetzlich geregelt. Für beratende Tätigkeiten gelten unterschiedliche gewerberechtliche Bestimmungen. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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