Ausbildungsform auswählen

LebzelterIn und WachszieherIn

Berufsbereiche: Lebensmittel
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

LebzelterInnen und WachszieherInnen stellen Lebkuchen mit Verzierungen und Glasuren aus Schokolade und Fondant (sirupartige Zuckermasse), verschiedene Arten von Kerzen (z.B. Duft-, Relief-, Tauf-, Kommunions-, Christbaumkerzen, Grablichter), Wachsstöcke und -reliefs her. Zur Lebkuchenherstellung bereiten die LebzelterInnen und WachszieherInnen zwei verschiedene Arten von Teig zu: den Grundteig und den Gewürzteig. Für den Grundteig vermengen sie Mehl und Honig und lassen diese Mischung - je nach Rezept - mindestens eine Woche, manchmal bis zu sechs Monaten, lagern. Durch die Lagerung erfolgt im Teig eine natürliche Gärung, die den Lebkuchen locker macht und ihm einen angenehmen Geschmack verleiht. Für den Gewürzteig vermengen die LebzelterInnen und WachszieherInnen Eier, Zucker, Weizenmehl, verschiedene Gewürze und Teigtreibmittel. Dann verkneten sie den Gewürzteig zusammen mit dem abgelagerten Grundteig entweder händisch oder mit einer Teigknetmaschine. Anschließend rollen sie den Teig auf einem Arbeitstisch aus und formen ihn durch Ausschneiden oder Ausstechen. Sie bestreichen die einzelnen Lebkuchenstücke mit Eiklar oder Zuckerwasser, legen sie auf ein Backblech und backen sie in einem sogenannten Etagenbackofen. Die gebackenen Lebkuchen werden mit Schokolade oder Fondantglasur überzogen und verziert. Anschließend wird das Backwerk verpackt, um den Einfluss der Luftfeuchtigkeit möglichst gering zu halten. Bei der Kerzenherstellung schmelzen die LebzelterInnen und WachszieherInnen festes Wachs, Bienenwachs, Stearin oder Paraffin in einem Kessel und färben es je nach Bedarf mit speziellen Wachsfärbemitteln. Bei handgearbeiteten Kerzen ziehen sie einen Dochtfaden durch das flüssige Grundmaterial. Diesen Vorgang wiederholen sie so oft, bis die gewünschte Kerzenstärke erreicht ist. Bei der maschinellen Kerzenerzeugung, die jedoch wegen der Konkurrenz seitens der automatisierten Kerzenindustrie seltener geworden ist, bedienen die LebzelterInnen und WachszieherInnen die sogenannte Wachsziehtrommel. Das ist eine Maschine, die den Kerzendocht durch das flüssige Wachs zieht. Große Kerzen oder Wachsreliefs erzeugen die LebzelterInnen und WachszieherInnen auch durch Ausgießen der entsprechenden Formen mit flüssigem Wachs. Bei der Herstellung von Zierkerzen bringen sie oft auch Wachsstücke oder Bemalungen, meist in Handarbeit, an industriell hergestellten, unverzierten "Kerzenrohlingen" an. In der industriellen Fertigung werden Kerzen zum Teil mit vollautomatischen Zug- und Gießanlagen in Serie hergestellt.
LebzelterInnen und WachszieherInnen stellen Lebkuchen mit Verzierungen und Glasuren aus Schokolade und Fondant (sirupartige Zuckermasse), verschiedene Arten von Kerzen (z.B. Duft-, Relief-, Tauf-, Kommunions-, Christbaumkerzen, Grablichter), Wachsstöcke und -reliefs her. Zur Lebkuchenherstellung bereiten die LebzelterInnen und WachszieherInnen zwei verschiedene Arten von Teig zu: den Grundteig und den Gewürzteig. Für den Grundteig vermengen sie Mehl und Honig und lassen diese Mischung - je nach Rezept - mindestens eine Woche, manchmal bis zu sechs Monaten, lagern. Durch die Lagerung erfolgt im Teig eine natürliche Gärung, die den Lebkuchen locker macht und ihm einen angenehmen Geschmack verleiht. Für den Gewürzteig vermengen die LebzelterInnen und WachszieherInnen Eier, Zucker, Weizenmehl, verschiedene Gewürze und Teigtreibmittel. Dann verkneten sie den Gewürzteig zusammen mit dem abgelagerten Grundteig entweder händisch oder mit einer Teigknetmaschine. Anschließend rollen sie den Teig auf einem Arbeitstisch aus und formen ihn durch Ausschneiden oder Ausstechen. Sie bestreichen die einzelnen Lebkuchenstücke mit Eiklar oder Zuckerwasser, legen sie auf ein Backblech und backen sie in einem sogenannten Etagenbackofen. Die gebackenen Lebkuchen werden mit Schokolade oder Fondantglasur überzogen und verziert. Anschließend wird das Backwerk verpackt, um den Einfluss der Luftfeuchtigkeit möglichst gering zu halten. Bei der Kerzenherstellung schmelzen die LebzelterInnen und WachszieherInnen festes Wachs, Bienenwachs, Stearin oder Paraffin in einem Kessel und färben es je nach Bedarf mit speziellen Wachsfärbemitteln. Bei handgearbeiteten Kerzen ziehen sie einen Dochtfaden durch das flüssige Grundmaterial. Diesen Vorgang wiederholen sie so oft, bis die gewünschte Kerzenstärke erreicht ist. Bei der maschinellen Kerzenerzeugung, die jedoch wegen der Konkurrenz seitens der automatisierten Kerzenindustrie seltener geworden ist, bedienen die LebzelterInnen un ...
  • Handgeschicklichkeit: händisches Kerzenziehen
  • Auge-Hand-Koordination: Verzieren von Lebkuchen und Kerzen
  • Geruchs- und Geschmackssinn: Abschmecken und Würzen der Teige
  • gestalterische Fähigkeit: Verzieren
LebzelterInnen und WachszieherInnen finden fast ausschließlich in gewerblichen Kleinbetrieben, die oft seit Generationen als Familienbetriebe bestehen, Beschäftigung. Die Arbeitsmarktsituation in diesem Beruf ist ausgeglichen; sowohl Stellennachfrage als auch Stellenangebot sind, ebenso wie die Nachfrage nach Lehrlingen, sehr gering. Derzeit gibt es fast nur männliche Facharbeiter, obwohl der Beruf ohne Einschränkungen von Frauen ausgeübt werden kann.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KonditorIn", dem der Beruf "LebzelterIn und WachszieherIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

LebzelterIn und WachszieherIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Konditoren BURGENLAND (Arbeiter) 01.05.2017
Konditoren KÄRNTEN (Arbeiter) 01.05.2017
Konditoren NIEDERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.06.2017
Konditoren OBERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.02.2017
Konditoren SALZBURG (Arbeiter) 01.09.2017
Konditoren STEIERMARK (Arbeiter) 01.07.2017
Konditoren TIROL (Arbeiter) 01.11.2017
Konditoren VORARLBERG (Arbeiter) 01.03.2017
Konditoren WIEN (Arbeiter) 01.04.2017
LebzelterIn und WachszieherIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 1 0 0 1 1 0 0 0 0 0
weiblich 1 0 0 0 0 1 0 0 0 0
gesamt 2 0 0 1 1 1 0 0 0 0
Frauenanteil 50,0% - - 0,0% 0,0% 100,0% - - - -
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
LebzelterIn und WachszieherIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Konditor/in (Zuckerbäcker/in) nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
Kein Eintrag
Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bietet für KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) Weiterbildungskurse an, die auch für LebzelterInnen und WachszieherInnen interessant sein können. Eine weiterführende Bildungsmöglichkeit zur Erreichung eines höheren Bildungsabschlusses bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs ist vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit der Fachrichtung "Bio- und Lebensmitteltechnologie" (2 Jahre, Abendunterricht).
Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für LebzelterInnen und WachszieherInnen im Handwerk "Konditoren (Zuckerbäcker) einschließlich der Lebzelter und der Kanditen-, Gefrorenes- und Schokoladewarenerzeugung" (Voraussetzung: Meisterprüfung); die erfolgreiche Meisterprüfung im Konditorengewerbe berechtigt auch zur Zulassung zur Gastgewerbe-Befähigungsprüfung (Voraussetzung: mindestens zweijährige selbständige Ausübung des Konditorengewerbes oder mindestens zweijährige fachliche Tätigkeit im Gastgewerbe). Weiters können LebzelterInnen und WachszieherInnen folgendes Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Erzeugung von Speise-Eis".

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lebensmittel (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Lebens- und Genussmittel, Seite 100
Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Lebensmittel" anzeigen