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ChemikerIn - Anorganische Chemie

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.830,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

ChemikerInnen, die auf dem Gebiet der Anorganischen Chemie tätig sind, beschäftigen sich mit kohlenstofffreien oder kohlenstoffarmen Stoffen. Dazu gehört die Aufbereitung, Struktur und Reaktion von Metallen, Erzen, Gasen, Säuren und Salzen.

Weitere Vertiefungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten bestehen z.B. in der Edelgaschemie. Die wichtigste Verwendung von Edelgasen* ist deren Einsatz als Schutzgas. Schutzgas wird häufig in der Verpackung von Lebensmitteln verwendet (um den Sauerstoff zu verdrängen), damit diese nicht mit dem Sauerstoff der Luft reagieren bzw. vor Bakterien aus der Luft geschützt werden. In der Elektrotechnik wird Schutzgas verwendet, um die Leitfähigkeit in der Umgebung von Schaltkontakten herabzusetzen, dies dient der Funkenlöschung.

Beim Schweißen kommt Schutzgas zum Einsatz, um eine Oxidation der Materialien während des Schweißens zu verhindern. So werden Helium und Argon als Schutzgas beim Schweißen von Aluminium und von gasempfindlichen Werkstoffen wie Titan, Niob und Tantal verwendet. In der Kerntechnik verwendet man Argon auch als Kühlmittel. Helium wird zum Füllen von Wetterballons verwendet.

Siehe auch den akademischen Beruf PolymerchemikerIn und den Lehrberuf KunststoffformgeberIn.

 

*Als Edelgase werden die Elemente der 8. Hauptgruppe des Periodensystems bezeichnet. Neon, Argon, Krypton und Xenon werden ausschließlich aus Luft gewonnen. Helium wird hauptsächlich aus Erdgas gewonnen und ist nach Wasserstoff das zweithäufigste Element im Universum.

Analytisches Denkvermögen, gutes räumliches Vorstellungsvermögen, naturwissenschaftlich-technisches Verständnis, wissenschaftliche Neugierde, Kontakt- und Teamfähigkeit, Bereitschaft zu interdisziplinärer Arbeit, Empathie.

Wichtig sind auch interkulturelle Kompetenzen (Forschen und Arbeiten im globalen Maßstab) Englischkenntnisse und die Bereitschaft, Karriereschritte im Ausland zu setzen.

Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich Chemie bestehen vor allem in folgenden Bereichen: Forschung & Entwicklung (F&E), Verfahrenstechnik, Produktion, Anwendungstechnik, Analytik, Patentwesen, Marketing & Vertrieb, Management, Consulting und Bildung. Beruf und Karriere im Bereich F&E gibt es an Hochschulen, Forschungsinstituten und der Industrie.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ChemikerIn", dem der Beruf "ChemikerIn - Anorganische Chemie" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Ausbildungsmöglichkeiten für Berufe in diesem Bereich sind HTL- oder Kollegabschlüsse in Chemie oder Biotechnologie. Für Berufstätige werden - je nach vorhandenem Bildungsabschluss - sowohl Kollegs als auch eine Höhere Technische Lehranstalten für Berufstätige angeboten.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Aufgrund der eher beschränkten Beschäftigungsmöglichkeiten für ChemikerInnen ist Spezialisierung und Weiterbildung unumgänglich. Als mögliche berufliche Entwicklungslinie kommt z.B. Umweltanalytik in Betracht: Hier bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten in Umweltbetriebsprüfungs- und Umweltbegutachtungsverfahren. Auch der Bereich der Computertechnik ist für die Chemie ein bedeutsames Weiterbildungsfeld.

Uni-Lehrgang: Z.B. Protein Chromatography (BOKU, Wien).

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik).

ProjektleiterInnen für verfahrenstechnische Aufgaben haben die Verantwortung für die Entwicklung und die Übertragung von Laborverfahren auf industrielle Maßstäbe sowie Verbesserung bestehender Produktionsverfahren (wobei ihnen in der Regel auch die Verantwortung für Qualitätskontrolle und Qualitätsdokumentation zukommt).

Aktuell nachgefragte Zusatzqualifikationen sind daher Qualitätssicherungssysteme sowie in Bereichen der Abfall- und Entsorgungstechnik; ein typisches Beispiel für eine entsprechende leitende branchenspezifische Funktion ist die der/des LeiterIn für Abfallwesen.

Einen guten Überblick über Berufe, Beschäftigung und Karriere im Chemie-Bereich bieten die Websites: www.chemie-ist-in.at (Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs), www.chemie-im-fokus.de (Verband der Chemischen Industrie Deutschland, Gesellschaft deutscher ChemikerInnen)

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