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Weinbauer/Weinbäuerin

Berufsbereiche: Lebensmittel / Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.680,- bis € 2.120,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Weinbauern/Weinbäuerinnen sind spezialisiert auf die Produktion von Weinen und sonstigen Traubenprodukten wie Most oder Edelbrände. Moderne Weinproduktion umfasst die Bereiche Weinbau, Kellerwirtschaft und Marketing.

Zu ihren Aufgaben gehören die Pflege der Weingärten, die Vermehrung der Weinstöcke, die Ernte der Weintrauben und deren Verarbeitung zu Traubensüßmost und Wein. Sie sind für die maschinelle Reinigung der Trauben, Pressen, Entfernen der Rückstände, Flaschenabfüllung und Etikettierung verantwortlich.

Sie überwachen den reibungslosen Ablauf der einzelnen Verarbeitungsschritte und warten die entsprechenden Maschinen und Anlagen. Durch regelmäßige Probeentnahmen überzeugen sie sich von der Qualität des Weines.

Die Meisterprüfung zum/zur Weinbau- und KellereifacharbeiterIn berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung „Weinbau- und KellereimeisterIn“ und zur Ausbildung von Lehrlingen.

Siehe auch die Berufe Biobauer/Biobäuerin, BetriebswirtIn-Weinmanagement sowie den Lehrberuf FacharbeiterIn Weinbau und Kellerwirtschaft .

  • Körperliche Fitness und physische Ausdauer: Pflanzen der Weinstöcke, Veredeln, Bodenbearbeitung, Weinlese, Erntearbeiten bei Weinkulturen mit engem Reihenabstand
  • Handgeschicklichkeit: Schneiden und Veredeln der Reben, Erntearbeiten
  • Geruchs- und Geschmackssinn: Überprüfen der Weinqualität, Qualitätsprüfung der Trauben
  • Unempfindlichkeit der Haut: Verwenden von Schädlingsbekämpfungsmitteln
  • Beratungs- und Verhandlungskompetenz
  • Fremdsprachenkenntnisse Exportgeschäfte
  • Bereitschaft zur Mobilität: Messen, Weinpräsentationen

 

Wichtig ist ein gewisses Maß an Weiterbildungsbereitschaft: Neue Produkte (z.B. Schädlingsbekämpfungsmittel), Produktionsverfahren, Tierhaltungsmethoden, Einsatz künstlicher Intelligenz (digitale Technologie mit Sonden zur Überwachung der Bewässerungsssteme, autonomfahrende Traktoren, Precision Farming etc).

Zudem bestehen Überschneidungen zu anderen Wissenschaften wie Chemie und Physik.

Die selbständige Berufsausübung in der Landwirtschaft ist an keinen Befähigungsnachweis gebunden, jedoch ist es für den Betriebserfolg günstig, die Meisterprüfung abzulegen.

Die Chancen einer selbständigen Berufsausübung in der Weinbau- und Kellereiwirtschaft sind allerdings nicht sehr gut. Meist ist die Übernahme des elterlichen Betriebes die einzige Möglichkeit, auf selbständiger Basis zu arbeiten.

Beratertätigkeit: z.B. im Auftrag der landwirtschaftlichen Zulieferindustrie (Pflanzenschutz, landwirtschaftliche Maschinen usw.), vor allem im Rahmen landwirtschaftlicher Interessenvertretungen (Kammer) und regionaler Beratungseinrichtungen.

Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen legen Weingärten zur Traubengewinnung an und pflegen sie. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Vermehrung von Weinstöcken sowie die Ernte der Weintrauben und deren Verarbeitung zu Traubensüßmost und Wein.

Das Thema Digitalisierung der Prozesse erweitert sich zunehmend im landwirtschaftlichen Bereich!

Aktuell gibt es drei Bereiche, in denen Digitalisierung sichtbar wird: Precision Farming, Automatisierung sowie Verwaltung und Abrechnung (vgl. www.ararheute.com, Artikel vom 30.Mai 2019).

Wissenschaftler des Wyss Institute der Harvard University (USA) eine Roboter-Biene (RoboBee) entwickelt, die mit intelligenten Sensoren ausgestattet ist. Die Sensoren ahmen die Funktion der Augen und Antennen von Bienen nach und können auf ihre Umgebung reagieren. Die RoboBees sind nur halb so groß wie eine Büroklammer. Sie fliegen mit „künstlichen Muskeln“, die aus Materialien bestehen, die sich beim Anlegen einer Strom-Spannung zusammenziehen.

Eine Studie, die in der Zeitschrift Agricultural Science and Technology veröffentlicht wurde, testete Drohnen zur Bestäubung von Hybridreis-Samen auf Reisplantagen in China (Artikel vom 22. Juli 2019 auf www.ararheute.com).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WeinbautechnikerIn", dem der Beruf "Weinbauer/Weinbäuerin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Basisausbildung für Berufe in diesem Bereich ist in der Regel eine Ausbildung im Bereich Landwirtschaft bzw. Weinbau.

Standorte der Agrarschulen und Standorte der Land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen in Österreich auf der Website des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus bmnt.

Besonders sind auch Kenntnisse aus der Informatik gefragt sowie Kenntnisse im Umgang mit Geodaten. Inzwischen gibt es den Begriff Agrarinformatik (vgl.Zeitschrift für Agrarinformatik openagrar.at und topagrar.com).

AbsolventInnen einer Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalt (HLFL) kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten die Landwirtschaftskammern, die in Zusammenarbeit mit den land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstellen Kurse durchführen (z.B. Meisterlehrgänge).

Auch das Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI) veranstaltet Weiterbildungskurse über verschiedene Bereiche des Weinbaus und der Kellereiwirtschaft. Zusätzlich führen AbsolventInnenverbände von Fachschulen der Fachrichtung Wein

Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen können in größeren Betrieben als KellermeisterInnen arbeiten.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Form von politischen und administrativen Funktionen. Im Umfeld der Agrarwirtschaft bestehen darüber hinaus berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in landwirtschaftlichen Organisationen, Interessenvertretungen bis hin zum internationalen Lobbying.

Ein starker Trend geht in Richtung Digitales Farming. Geforscht wird unter anderem an der Nutzung von Geodaten sowie an Bodensonden, die mit Sensoren ausgestattet sind (Landwirtschaft 4.0). Hierzu sind zusätzlich Kenntnisse aus der Informatik gefragt sowie der Umgang mit Geodaten. Inzwischen gibt es den Begriff Agrarinformatik (vgl.Zeitschrift für Agrarinformatik openagrar.at und topagrar.com).

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