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FacharbeiterIn Weinbau und Kellerwirtschaft

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen legen Weingärten zur Traubengewinnung an und pflegen sie. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Vermehrung von Weinstöcken sowie die Ernte der Weintrauben und deren Verarbeitung zu Traubensüßmost und Wein.

Die Pflege des Weingartens beginnt im Winter mit dem Rebschnitt, mit dem der Wuchs der Weinreben und damit der Traubenertrag geregelt wird. Dabei schneiden die Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen die während des Sommers gewachsenen Äste ("Ruten") mit einer Handrebschere oder einem Schneidegerät zurück. Die Länge des Rückschnittes ist je nach Weinsorte, Standortbedingungen und Zustand des Weinstockes unterschiedlich.

Im Frühjahr bearbeiten die Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen den Boden durch Pflügen und Harken sowie durch Düngung und Bewässerung. Außerdem führen sie Maßnahmen zur Unkrautbeseitigung und Schädlingsbekämpfung durch. Rebläuse und andere Schädlinge bekämpfen sie durch Spritzen oder Bestäuben der Weinstöcke mit chemischen Mitteln, wobei die dabei verwendeten Sprühgeräte entweder auf Traktoren angebracht sind oder - bei Kulturen mit engem Reihenstand der Weinstöcke - am Rücken getragen werden. Diese Arbeiten wiederholen die Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen regelmäßig bis Mitte August.

Die Vermehrung von Weinstöcken erfolgt durch Aufpfropfen von Edelreisern auf Unterlagsreben. Die so veredelten Weinstöcke werden in Treibhäusern oder in Rebschulen im Freien "vorgetrieben". Anschließend werden sie von den Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen im neuen Weingarten jeweils neben einem Stützpfahl ausgepflanzt und mit einem Drahtgeflecht gegen Wildverbiss geschützt. Die jungen Triebe der neuen Weinstöcke werden befestigen sie mit Drahtringen am Stützpfahl.

Zur Lesezeit im Herbst ernten die Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen die Trauben. Gemeinsam mit mehreren MitarbeiterInnen schneiden sie die Weintrauben mit Rebscheren vom Weinstock und transportieren die Ernte mit dem Traktor zum Weinkeller.

Die Traubenverarbeitung erfolgt im Weinkeller bzw. im Presshaus. Die einzelnen Arbeitsschritte, wie z.B. Reinigung der Trauben, Pressen, Entfernen der Rückstände, Flaschenabfüllung und Etikettierung erfolgen zum größten Teil bereits maschinell. Die Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen bedienen und warten die entsprechenden Anlagen und überwachen den reibungslosen Ablauf der einzelnen Verarbeitungsschritte. Durch regelmäßige Probeentnahmen überzeugen sie sich von der Qualität des Weines.

Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen legen Weingärten zur Traubengewinnung an und pflegen sie. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Vermehrung von Weinstöcken sowie die Ernte der Weintrauben und deren Verarbeitung zu Traubensüßmost und Wein.

Die Pflege des Weingartens beginnt im Winter mit dem Rebschnitt, mit dem der Wuchs der Weinreben und damit der Traubenertrag geregelt wird. Dabei schneiden die Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen die während des Sommers gewachsenen Äste ("Ruten") mit einer Handrebschere oder einem Schneidegerät zurück. Die Länge des Rückschnittes ist je nach Weinsorte, Standortbedingungen und Zustand des Weinstockes unterschiedlich.

Im Frühjahr bearbeiten die Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen den Boden durch Pflügen und Harken sowie durch Düngung und Bewässerung. Außerdem führen sie Maßnahmen zur Unkrautbeseitigung und Schädlingsbekämpfung durch. Rebläuse und andere Schädlinge bekämpfen sie durch Spritzen oder Bestäuben der Weinstöcke mit chemischen Mitteln, wobei die dabei verwendeten Sprühgeräte entweder auf Traktoren angebracht sind oder - bei Kulturen mit engem Reihenstand der Weinstöcke - am Rücken getragen werden. Diese Arbeiten wiederholen die Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen regelmäßig bis Mitte August.

Die Vermehrung von Weinstöcken erfolgt durch Aufpfropfen von Edelreisern auf Unterlagsreben. Die so veredelten Weinstöcke werden in Treibhäusern oder in Rebschulen im Freien "vorgetrieben". Anschließend werden sie von den Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen im neuen Weingarten jeweils neben einem Stützpfahl ausgepflanzt und mit einem Drahtgeflecht gegen Wildverbiss geschützt. Die jungen Triebe der neuen Weinstöcke werden befestigen sie mit Drahtringen am Stützpfahl.

Zur Lesezeit im Herbst ernten die Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen die Trauben. Gemeinsam mit mehreren MitarbeiterInnen schneiden sie die Weintrauben mit Rebscheren vom Weinstock und transportieren die Er ...

  • Physische Ausdauer: Pflanzen der Weinstöcke, Veredeln, Bodenbearbeitung, Weinlese
  • körperliche Wendigkeit: Erntearbeiten bei Weinkulturen mit engem Reihenabstand
  • Handgeschicklichkeit: Schneiden und Veredeln der Reben, Erntearbeiten
  • Geruchs- und Geschmackssinn: Überprüfen der Weinqualität
  • Sehvermögen: Qualitätsprüfung der Trauben
  • Unempfindlichkeit der Haut: Verwenden von Schädlingsbekämpfungsmitteln
  • generelle Lernfähigkeit: Anwenden neuer Schädlingsbekämpfungsmittel

Die meisten Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen arbeiten als Selbständige oder mithelfende Familienangehörige in kleinen Weinbaubetrieben (Familienbetriebe). Auch größere Weinbaubetriebe, Winzergenossenschaften, größere Weinkellereien und Weinhandelsfirmen bieten Beschäftigungsmöglichkeiten für Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen.

Infolge des Trends zur Qualitätsweinproduktion steigt zwar die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften, diese wird aber durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in den Familienbetrieben, die kaum Beschäftigungsmöglichkeiten für familienfremde Arbeitskräfte bieten, weitgehend abgedeckt. Arbeitskräfte, die nicht aus dem Weinbaumilieu stammen, müssen daher mit eher ungünstigen Berufsaussichten rechnen.

Derzeit sind in diesem Beruf mehr Männer als Frauen beschäftigt, was vor allem auf die relativ hohen körperlichen Belastungen bei der Berufsausübung und die traditionelle Geschlechterrollenverteilung in der Landwirtschaft zurückzuführen ist. Grundsätzlich kann dieser Beruf aber auch von Frauen ausgeübt werden.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WeinbautechnikerIn", dem der Beruf "FacharbeiterIn Weinbau und Kellerwirtschaft" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

FacharbeiterIn Weinbau und Kellerwirtschaft
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Bäuerliche Betriebe BURGENLAND (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe KÄRNTEN (Arbeiter) 01.05.2017
Bäuerliche Betriebe NIEDERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.06.2017
Bäuerliche Betriebe OBERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.09.2017
Bäuerliche Betriebe SALZBURG (einschließlich der monatlichen Schmutzzulage) (Arbeiter) 01.01.2017
Bäuerliche Betriebe STEIERMARK (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe TIROL (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe VORARLBERG (Arbeiter) 01.01.2018
Weinbaubetriebe WIEN (Arbeiter) 01.01.2018
Winzergenossenschaften NIEDERÖSTERREICH: Der Kollektivvertrag enthält KEINE Lehrlingsentschädigung! Diese muss daher zwischen Lehrbetrieb und Lehrling frei vereinbart werden! (Arbeiter)
FacharbeiterIn Weinbau und Kellerwirtschaft (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 13 17 14 11 18 16 16 17 12 9
weiblich 3 1 3 4 3 1 2 0 4 2
gesamt 16 18 17 15 21 17 18 17 16 11
Frauenanteil 18,8% 5,6% 17,6% 26,7% 14,3% 5,9% 11,1% 0,0% 25,0% 18,2%
Quelle: ÖLAKT - Österreichischer Landarbeiterkammertag
FacharbeiterIn Weinbau und Kellerwirtschaft
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Höhere Lehranstalt für Wein- und Obstbau.

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten die Landwirtschaftskammern, die in Zusammenarbeit mit den land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstellen Kurse durchführen (z.B. Meisterlehrgänge). Auch das Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI) veranstaltet Weiterbildungskurse über verschiedene Bereiche des Weinbaus und der Kellereiwirtschaft. Zusätzlich führen AbsolventInnenverbände von Fachschulen der Fachrichtung Weinbau- und Kellereiwirtschaft sowie örtliche Weinbauvereine berufliche Weiterbildungskurse durch.

In größeren Betrieben können Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen zu KellermeisterInnen aufsteigen.

Selbständige Berufsausübung: Weinbau- und KellerwirtschaftsfacharbeiterInnen können ihren Beruf selbständig ausüben. Die selbständige Berufsausübung in der Land- und Forstwirtschaft ist zwar an keinen Befähigungsnachweis gebunden, jedoch ist es für den Betriebserfolg günstig, die Meisterprüfung abzulegen; die Zulassungsvoraussetzungen sind nach Bundesländern unterschiedlich; in Niederösterreich sind z.B. ein Mindestalter von 21 Jahren sowie eine mindestens dreijährige Verwendung als FacharbeiterInnen und der erfolgreiche Besuch eines Meisterlehrgangs oder einer gleichwertigen schulischen Ausbildung erforderlich. Die Meisterprüfung berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung "Weinbau- und KellereimeisterIn" und zur Ausbildung von Lehrlingen. Die Chancen einer selbständigen Berufsausübung in der Weinbau- und Kellereiwirtschaft sind allerdings eher schlecht; meist ist die Übernahme des elterlichen Betriebes die einzige Möglichkeit, sich selbständig zu machen.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Garten-, Land- und Forstwirtschaft (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe in diesem Bereich
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Tiere und Pflanzen, Seite 144
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Lebensmittel, Seite 88
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