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FacharbeiterIn Forstwirtschaft

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Wie bei allen landwirtschaftlichen Lehrberufen ist auch die Ausbildung der ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen in den einzelnen Bundesländern durch Landesgesetze geregelt. Die Lehre ist in einem anerkannten Lehrbetrieb zu absolvieren. Sie ist mit dem Besuch einer forstwirtschaftlichen Berufsschule oder von Fachkursen verbunden, deren Abschluss die Voraussetzung für die Facharbeiterprüfung (Lehrabschlussprüfung) ist.

Tätigkeitsmerkmale

ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen forsten abgeholzte Waldflächen auf, pflegen den Baumbestand und führen die Holzernte durch.

Bei der Holzernte schlägern, entasten und entrinden die ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen die Bäume, messen die Stämme, schneiden sie in unterschiedlich lange Bloche zu und sorgen für den Abtransport des Holzes.

Die Aufforstung des Waldes umfasst die Entfernung der Schlägerungsreste (Reisig, Äste usw.), die Unkrautbeseitigung und die Auspflanzung junger Bäumchen. Bei der Waldpflege ersetzen die ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen durch Schnee oder Wild beschädigte Jungpflanzen, beseitigen Unkraut und düngen den Jungwald. Sie entfernen regelmäßig kranke oder beschädigte Bäume, um ein zufriedenstellendes Baumwachstum zu sichern.

Die Holzernte ist die wichtigste Aufgabe der ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen. Vor dem Fällen eines Baumes bestimmen sie auf Grund der Geländeverhältnisse und unter Berücksichtigung der späteren Bringungsrichtung (Abtransportrichtung) die Fallrichtung. Den Schlägerungsort säubern sie von Ästen und Steinen, um Stürze zu vermeiden. Um die Schneide der Motorsäge zu schonen, entfernen sie die Wurzelanläufe und die Rinde an der Schnittstelle. Sie starten die Motorsäge und beginnen mit dem Anbringen eines keilförmigen Einschnitts ("Fallkerb") die eigentliche Fällarbeit. Danach bringen sie von der gegenüberliegenden Seite einen um mindestens 2 cm höher gelegenen Fällschnitt an, der bis vor den Fallkerb geführt wird. In diesen Fällschnitt treiben sie Keile, mit denen sie den Baum zum Fallen bringen.

Kurz vor dem Fallen des Baumes warnen die ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen mit einem Warnruf ihre Arbeitskollegen und weichen auf dem vorher festgelegten Fluchtweg zurück.

Den am Boden liegenden Stamm entasten die ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen mit der Motorsäge, wobei sie an der Oberseite beginnen. Dann wenden sie den Stamm mit dem Wendehaken und entasten die Unterseite. Anschließend teilen sie den Stamm in je nach Käuferwunsch und Holzqualität unterschiedlich lange Stücke ("Ausformen"). Sie benutzen dabei zum Abmessen ein Rollmaßband. Das mit einer Kralle versehene Anfangsstück des Rollmaßbandes hängen sie an der Schnittstelle ein und messen die gewünschte Blochlänge aus. Durch einen Trennschnitt mit der Motorsäge zerteilen sie den Stamm an der Messstelle. Mit einer Messzange stellen sie den Durchmesser des Bloches fest. Jedes gemessene Stück kennzeichnen die ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen mit einer fortlaufenden Nummer; die Maße werden in einer Nummernliste eingetragen.

Nach der Holzaufarbeitung und Ausformung bewegen die ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen das Holz mit Traktoren oder Spezialschleppern sowie Sappeln (Werkzeug zur Holzbewegung) zum vorgesehenen Abtransportplatz. Sowohl Fäll- als auch Transportarbeiten führen sie häufig in Gruppen durch.

Die Reparatur und Wartung der Motorsäge, die Instandhaltung und der Bau von Forststraßen sowie die Herstellung einfacher Holzbauten (Hochstände, Futterkrippen) stellen weitere Aufgaben der ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen dar.

ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen forsten abgeholzte Waldflächen auf, pflegen den Baumbestand und führen die Holzernte durch.

Bei der Holzernte schlägern, entasten und entrinden die ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen die Bäume, messen die Stämme, schneiden sie in unterschiedlich lange Bloche zu und sorgen für den Abtransport des Holzes.

Die Aufforstung des Waldes umfasst die Entfernung der Schlägerungsreste (Reisig, Äste usw.), die Unkrautbeseitigung und die Auspflanzung junger Bäumchen. Bei der Waldpflege ersetzen die ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen durch Schnee oder Wild beschädigte Jungpflanzen, beseitigen Unkraut und düngen den Jungwald. Sie entfernen regelmäßig kranke oder beschädigte Bäume, um ein zufriedenstellendes Baumwachstum zu sichern.

Die Holzernte ist die wichtigste Aufgabe der ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen. Vor dem Fällen eines Baumes bestimmen sie auf Grund der Geländeverhältnisse und unter Berücksichtigung der späteren Bringungsrichtung (Abtransportrichtung) die Fallrichtung. Den Schlägerungsort säubern sie von Ästen und Steinen, um Stürze zu vermeiden. Um die Schneide der Motorsäge zu schonen, entfernen sie die Wurzelanläufe und die Rinde an der Schnittstelle. Sie starten die Motorsäge und beginnen mit dem Anbringen eines keilförmigen Einschnitts ("Fallkerb") die eigentliche Fällarbeit. Danach bringen sie von der gegenüberliegenden Seite einen um mindestens 2 cm höher gelegenen Fällschnitt an, der bis vor den Fallkerb geführt wird. In diesen Fällschnitt treiben sie Keile, mit denen sie den Baum zum Fallen bringen.

Kurz vor dem Fallen des Baumes warnen die ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen mit einem Warnruf ihre Arbeitskollegen und weichen auf dem vorher festgelegten Fluchtweg zurück.

Den am Boden liegenden Stamm entasten die ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen mit der Motorsäge, wobei sie an der Oberseite beginnen. Dann wenden sie den Stamm mit dem Wendehaken und entasten die Unterseite. Anschließend teilen sie den Stamm in je nach Käuferwunsch un ...

  • Kräftiger Körperbau: Holzernte und Holzbringung
  • physische Ausdauer: Arbeiten im Freien unter schweren körperlichen Belastungen
  • körperliche Wendigkeit: Fällarbeiten, Entasten
  • Handgeschicklichkeit: Warten der Motorsäge, Messen, Ablängen
  • Auge-Hand-Koordination: Schneiden mit der Motorsäge, Arbeiten mit der Axt
  • Sehvermögen: Feststellen der Qualität des Holzes, Warten von Maschinen
  • technisches Verständnis: Bedienen, Reparieren und Instandhalten der Maschinen und Geräte
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten in Gruppen
  • Reaktionsfähigkeit: Unfallgefahr durch stürzende Bäume und herabfallende Äste, Arbeiten mit der Motorsäge

ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen arbeiten zum überwiegenden Teil in größeren oder kirchlichen privaten Forstbetrieben, bei den Österreichischen Bundesforsten oder landes- bzw. gemeindeeigenen Forstbetrieben. Auch private Schlägerungsunternehmen, die Aufträge von verschiedenen Waldbesitzern ausführen, bieten Beschäftigungsmöglichkeiten für ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen.

Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind infolge der schwierigen Situation in der Forstwirtschaft ungünstig. Künftig wird der Bedarf an FacharbeiterInnen und das Lehrstellenangebot wegen der Rationalisierungsmaßnahmen noch weiter sinken. Außerdem ist die Arbeitskräftenachfrage in diesem Beruf saisonabhängig: im Winter sind viele ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen ohne Beschäftigung, im Sommer hingegen steigt der Bedarf an Arbeitskräften.

Für Frauen sind die Arbeitsmöglichkeiten wegen der hohen körperlichen Anforderungen in diesem Beruf gering.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ForstfacharbeiterIn", dem der Beruf "FacharbeiterIn Forstwirtschaft" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

FacharbeiterIn Forstwirtschaft
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Bundesforste (Arbeiter) 01.01.2018
Privatforstbetriebe (alle Bundesländer mit Ausnahme von Tirol und Vorarlberg) (Arbeiter) 01.01.2018
Privatforstbetriebe TIROL (Achtung: nicht nach Lehrjahren, sondern nach Alter gestaffelt: 1. Lehrjahr = unter 16, 2. Lehrjahr = 16-18, 3. Lehrjahr = ab 18) (Arbeiter) 01.03.2017
Privatforstbetriebe VORARLBERG (Achtung: nicht nach Lehrjahren, sondern nach Alter gestaffelt: 1. Lehrjahr = unter 16, 2. Lehrjahr = 16-18, 3. Lehrjahr = ab 18) (Arbeiter) 01.01.2018
ForstarbeiterInnen der Gemeinde WIEN (Arbeiter) 01.01.2018
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe BURGENLAND, NIEDERÖSTERREICH, WIEN (Arbeiter) 01.03.2017
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe KÄRNTEN (Arbeiter) 01.05.2017
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe OBERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.09.2017
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe SALZBURG (einschließlich der monatlichen Schmutzzulage) (Arbeiter) 01.01.2017
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe STEIERMARK (Arbeiter) 01.01.2018
Landwirtschaftliche Genossenschaften TIROL (Arbeiter) 01.04.2017
FacharbeiterIn Forstwirtschaft (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 123 133 144 127 125 104 130 110 107 96
weiblich 6 1 2 6 5 4 6 0 3 4
gesamt 129 134 146 133 130 108 136 110 110 100
Frauenanteil 4,7% 0,7% 1,4% 4,5% 3,8% 3,7% 4,4% 0,0% 2,7% 4,0%
Quelle: ÖLAKT - Österreichischer Landarbeiterkammertag
FacharbeiterIn Forstwirtschaft
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Forsttechniker/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

zahlreiche land- und forstwirtschaftliche Fachschulen; Höhere Lehranstalt für Forstwirtschaft.

Die Landeslandwirtschaftskammern führen Fortbildungskurse (z.B. Motorsägekurse) durch. Auch die Kammern für Arbeiter und Angestellte in der Land- und Forstwirtschaft (Landarbeiterkammern) bieten verschiedene Schulungen (z.B. über Forstarbeitstechnik) an.

Vor allem in Großbetrieben bestehen für ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen Aufstiegsmöglichkeiten zu VorarbeiterInnen, MaschinenführerInnen, ForstwirtschaftsmeisterInnen, Forstwarten und Förstern. Voraussetzung ist meist der Besuch von Kursen, einschlägigen Schulen oder eines Meisterlehrganges.

Selbständige Berufsausübung: ForstwirtschaftsfacharbeiterInnen können ihren Beruf selbständig ausüben. Die selbständige Berufsausübung in der Land- und Forstwirtschaft ist zwar an keinen Befähigungsnachweis gebunden, jedoch ist es für den Betriebserfolg günstig, die Meisterprüfung abzulegen; die Zulassungsvoraussetzungen sind nach Bundesländern unterschiedlich; in Niederösterreich sind z.B. ein Mindestalter von 21 Jahren sowie eine mindestens dreijährige Verwendung als FacharbeiterInnen und der erfolgreiche Besuch eines Meisterlehrgangs oder einer gleichwertigen schulischen Ausbildung erforderlich. Die Meisterprüfung berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung "ForstwirtschaftsmeisterIn" und zur Ausbildung von Lehrlingen. Die Chancen für eine selbständige Berufsausübung in der Forstwirtschaft sind allerdings eher schlecht (schlechte wirtschaftliche Situation infolge niedriger Holzpreise und starker Konkurrenz).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Garten-, Land- und Forstwirtschaft (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Tiere und Pflanzen, Seite 141
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Natur, Pflanzen, Tiere, Umwelt, Seite 112
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