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ForstwirtIn

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.340,- bis € 2.410,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Forstwirte/Forstwirtinnen pflegen und schützen den Wald und sind für die Holzernte zuständig.

Ihr Tätigkeitsschwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldbestandes. Sie sorgen auch für die Funktion des Waldes als Lebens- und Erholungsraum. Dabei übernehmen sie unterschiedliche Aufgaben z.B. im Bereich Wald- und Landschaftspflege, Naturschutz und Walderneuerung. Zudem sorgen sie dafür, dass auseichend Forstwege vorhanden sind und kümmern sich um deren Instandhaltung.

Forstwirte/Forstwirtinnen sind oft im höheren forsttechnischen Dienst tätig. Wenn sie über alle Erfordernisse verfügen und die Staatsprüfung für den leitenden Forstdienst abgelegt haben, können sie als leitendes Forstorgan tätig sein und bestellungspflichtige Forstbetriebe entsprechender Größe (nach Maßgabe des Forstgesetzes) leiten.

Mit der entsprechenden fachlichen Voraussetzung können sie auch die Funktionen eines Forstschutzorganes übernehmen. Sie unterstützen dann als verlängerter Arm der Behörde die Vollziehung des Forstgesetzes. In ihrem Dienstbereich (Forstrevier) sind sie dann für den Schutz Waldes und seiner Produkte zuständig. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Sicherung des öffentlichen Interesses an der Walderhaltung und der Einhaltung der Bestimmungen des Forstgesetzes.

Typische Tätigkeiten der Forstwirte und Forstwirtinnen sind zum Beispiel

  • Beaufsichtigung und Kontrolle des Waldes
  • Begrünung junger Waldbestände (Einsatz der geeigneten Pflanztechnik für die Anzucht neuer Forstpflanzen)
  • Erhaltung des gesunden Baum- und Waldbestandes (Entfernen gebrochener Äste oder ganzer Stämme nach Schneebruch)
  • Treffen vorbeugender Maßnahmen gegen Waldschäden und Waldschädlinge
  • Erkennen und beheben von Schäden (z.B. durch Schadstoffbelastung, Wildverbiss, Parasiten, falsche Standortwahl)
  • Planungsarbeiten: Schaffen und pflegen von Biotopen.
  • Forstbetrieb: Produktion von verkaufsfertigem Holzsortiment
  • u.v.a.

 

Insgesamt erfordert die Tätigkeit vielseitiges Fachwissen sowie Kraft und Ausdauer. Forstwirte/Forstwirtinnen setzen forstwirtschaftliche Maschinen und Geräte ein. Sie wenden forsttechnische Messverfahren an und bedienen Instrumente wie Spiegelrelaskope, Grundflächenmessgeräte und Höhenmessgeräte ein. Das Spiegelrelaskop ist ein Messinstrument zur Erfassung des Waldwachstums.

Siehe auch die Berufe ÖkologIn, ÖkosystemwissenschaftlerIn, Wald und LandschaftmanagerIn und HolztechnikerIn.

Forstwirte/Forstwirtinnen pflegen und schützen den Wald und sind für die Holzernte zuständig.

Ihr Tätigkeitsschwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldbestandes. Sie sorgen auch für die Funktion des Waldes als Lebens- und Erholungsraum. Dabei übernehmen sie unterschiedliche Aufgaben z.B. im Bereich Wald- und Landschaftspflege, Naturschutz und Walderneuerung. Zudem sorgen sie dafür, dass auseichend Forstwege vorhanden sind und kümmern sich um deren Instandhaltung.

Forstwirte/Forstwirtinnen sind oft im höheren forsttechnischen Dienst tätig. Wenn sie über alle Erfordernisse verfügen und die Staatsprüfung für den leitenden Forstdienst abgelegt haben, können sie als leitendes Forstorgan tätig sein und bestellungspflichtige Forstbetriebe entsprechender Größe (nach Maßgabe des Forstgesetzes) leiten.

Mit der entsprechenden fachlichen Voraussetzung können sie auch die Funktionen eines Forstschutzorganes übernehmen. Sie unterstützen dann als verlängerter Arm der Behörde die Vollziehung des Forstgesetzes. In ihrem Dienstbereich (Forstrevier) sind sie dann für den Schutz Waldes und seiner Produkte zuständig. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Sicherung des öffentlichen Interesses an der Walderhaltung und der Einhaltung der Bestimmungen des Forstgesetzes.

Typische Tätigkeiten der Forstwirte und Forstwirtinnen sind zum Beispiel

  • Beaufsichtigung und Kontrolle des Waldes
  • Begrünung junger Waldbestände (Einsatz der geeigneten Pflanztechnik für die Anzucht neuer Forstpflanzen)
  • Erhaltung des gesunden Baum- und Waldbestandes (Entfernen gebrochener Äste oder ganzer Stämme nach Schneebruch)
  • Treffen vorbeugender Maßnahmen gegen Waldschäden und Waldschädlinge
  • Erkennen und beheben von Schäden (z.B. durch Schadstoffbelastung, Wildverbiss, Parasiten, falsche Standortwahl)
  • Planungsarbeiten: Schaffen und pflegen von Biotopen.
  • Forstbetrieb: Produktion von verkaufsfertigem Holzsortiment
  • u.v.a.

 

Insgesamt erfordert die Tätigkeit vielseitiges Fachwissen sowie Kraft und Ausdauer. Forstwirte/For…

  • Interesse an Biologie
  • Technisches Verständnis
  • Eigenverantwortliches Arbeiten und Zuverlässigkeit
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Physische Ausdauer und Belastbarkeit: Baumfällen oder Tätigkeiten bei widrigen Witterungsverhältnissen
  • Handwerkliches Geschick
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Kooperation mit unterschiedlichen Personengruppen (Konfliktmanagement)

 

Zu den formalen Voraussetzungen gehört z.B. Vertrauenswürdigkeit und Unbescholtenheit.

Die Forst- und Holzwirtschaft ist sehr stark international ausgerichtet, daher sind Fremdsprachenkenntnisse (vor allem Englisch) erforderlich.

Forstwirte/Forstwirtinnen stehen meistens im direkten Beschäftigungsverhältnis in einer privaten, unternehmerischen oder staatlichen Forstwirtschaft. Sie arbeiten in einem Forstbetrieb oder bei Forst-, Natur- und Umweltschutzbehörden. Tätigkeitsbereiche ergeben sich im forstlichen Ingenieurwesen (Vermessungswesen, Geoinformationssysteme, Wildbach- und Lawinenverbauung, Ingenieurbiologie).

Forstwirte/Forstwirtinnen arbeiten auch in technischen Büros sowie in der holzverarbeitenden Industrie oder im Holzhandel. Je nach Wirkungsbereich bestehen unterschiedliche Berufsbezeichnungen wie z.B. ForstmaschinenführerIn, Natur- und LandschaftspflegerIn oder ForsttechnikerIn. Als RangerIn oder VerwaltungsmitarbeiterIn können sie in einem Nationalpark tätig sein.

Sie arbeiten auch als Forstassessor, als Assessor des Forstdienstes oder als ForstreferendarIn. Als LeiterIn der Dienststellen arbeiten sie im jagdlichen Betriebsdienst oder für den Forstschutzdienst oder für den forstlichen Beratungsdienst (Behörde oder Landwirtschaftskammer). Die LeiterInnen der Dienststellen müssen Forstwirte/Forstwirtinnen sein, welche die Anstellungserfordernisse für den höheren forsttechnischen Dienst gemäß den hiefür geltenden Vorschriften erfüllen.

Laut der Agrarstrukturerhebung 2016 sind rund 30 Prozent der österreichischen WaldeigentümerInnen Frauen (vgl. fastpichl.at). Karrierechancen im höher gestellten Forstwesen oder aber die Betreuung sehr großflächiger Waldbestände (über 3.600 Hektar*) stehen eher den akademisch ausgebildeten Forstwirten/Forstwirtinnen offen. *Berücksichtigter Stand der Gesetzgebung: 19.08.2019

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Land- und ForstwirtschaftstechnikerIn", dem der Beruf "ForstwirtIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die forstliche Ausbildung in Österreich basiert auf dem allgemeinen Ausbildungssystem und beinhaltet unterschiedliche Berufs- und Fachausbildungen.

Die Forstfachschulen sind berufsbildende, mittlere Schulen des Bundes. Die forstwirtschaftliche Ausbildung wird an den Ausbildungsstätten in Ort/Gmunden, Ossiach, Rotholz und Pichl angeboten. Es gibt auch den Lehrberuf ForsttechnikerIn.

Die Ausbildungen und Angebote werden laufend an die forst- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen angepasst. Tagesaktuelle Informationen über Qualifikationen, Abschluss und Berufsberechtigung bietet das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus auf bmnt.gv.at.

Die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) bietet den Bachelorstudiengang Forstwirtschaft. Die BOKU führt auch entsprechende Masterstudiengänge:

  • Forstwissenschaften
  • Alpine Naturgefahren/Wildbach- und Lawinenverbauung
  • European Forestry
  • Mountain Forestry
  • Wildtierökologie und Wildtiermanagement
  • Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur
  • Holztechnologie und Management
  • Phytomedizin
  • Siehe das ganze Studienangebot der BOKU
  • Holztechnologie & Holzbau: FH Salzburg
  • Holztechnik & Holzwirtschaft: FH Kuchl

 

Lehrgang: Überholz (Master of Science Culture Timber Architecture, 120 ECTS), FH Vorarlberg in Kooperation mit Kunstuniversität Linz, Arch+Ing Akademie und MHC – Möbel- und Holzbaucluster.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen z.B. in Hinsicht auf Spezialwaldgebiete. Themen sind auch Holztechnologie, die Vermarktung seltener Baumarten, die Forstkartenerstellung mit QGIS-Forst (die Forstkarte ist die visuelle Darstellung von Waldflächen samt der Informationen zu den einzelnen Flächen). Wichtig ist das Wissen über ökonomische und ökologische Auswirkungen der Forstarbeit sowie die Bedeutung des Forstes für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Forstliche Ausbildungsstätten (FAST in Ort/Gmunden, Ossiach, Rotholz, Pichl und die Kursstätte Hohenlehen) bieten spezielle Veranstaltungen, Kurse, Vorträge und Vorführungen an. Es gibt auch die Ausbildung zum/zur zertifizierten Waldpädagogen/Waldpädagogin.

Forstschutzorgane müssen über die erforderlichen praktischen und technischen Kenntnisse verfügen und mit den Rechten und Pflichten einer öffentlichen Wache vertraut sein. Die spezielle Weiterbildung zum leitenden Forstorgan beinhaltet die Absolvierung der Staatsprüfung für den leitenden Forstdienst.

Auf die Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten nehmen verschiedene Aspekte Einfluss, wie z.B. die Region, der Dienstgeber sowie Berufserfahrung, Ausbildungsstand und Dienstalter.

Forstorgane können auch als Forstaufsichtsorgan tätig sein. Für diese Funktion werden sie angelobt und erhalten einen Dienstausweis und das Abzeichen als Forstschutzorgan. Dann obliegt ihnen auch die entsprechende fachgemäße Bewirtschaftung des Waldes. Außerdem beobachten sie, ob Forstschädlinge auftreten und melden dies der zuständigen Behörde. Sie erkunden und kontrollieren Einflüsse auf Wälder etwa von biotischen (Wild, Mäuse, Insekten) und abiotische (Sturm, Schnee, Feuer) Schäden und mit Pflanzenkrankheiten (Phytopathologie).

Forstwirte/Forstwirtinnen können – je nach Interesse und Qualifikation – eine leitende Tätigkeit in der biologischen oder technischen Produktion anstreben. Sie können im Management oder in der Verwaltung in einschlägigen Dienstleistungsbereichen tätig sein.

Die selbständige Tätigkeit als LeiterIn eines Technischen Büros oder Forstunternehmens (nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen) ist ebenso möglich. Zudem können sie als GutachterIn und KonsulentIn tätig sein. Forstwirte/Forstwirtinnen können sich auch im Fachjournalismus oder in der Forschung engagieren.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Bodenkultur (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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