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Facharzt/Fachärztin (Kinder- und Jugendheilkunde)

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Das Aufgabengebiet der Kinder- und Jugendheilkunde umfasst die Erkennung und Behandlung aller körperlichen und seelischen Erkrankungen, Prävention, Schutzimpfungen, pädiatrische Intensivmedizin, Rehabilitation und Fürsorge im Kindes- und Jugendalter.

Siehe auch den Kernberuf Arzt/Ärztin.

Genauigkeit und Sorgfalt, hohes Verantwortungsbewusstsein, soziale Kompetenzen, wichtig sind vor allem Empathievermögen sowie das Schaffen einer stressfreien Behandlungsatmosphäre), hohe Konzentrations- und Merkfähigkeit, interdisziplinäres Denken, Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten, in bestimmten Fachbereichen u.a. auch feinmotorisches Geschick und gutes Sehvermögen, räumliches Vorstellungsvermögen, Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung.

Die Berufsberechtigung für FachärztInnen gilt nur für das jeweilige Fach in der die Fachprüfung erfolgreich abgelegt wurde. Ärztinnen und Ärzte arbeiten selbstständig oder in einem Dienstverhältnis in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens, beispielsweise in Ordinationen oder Gruppenpraxen, in Krankenhäusern, in Ambulatorien, im Rettungswesen, in Rehabilitations- oder Kuranstalten etc. ÄrztInnen können aber auch im Bereich der Arbeitsmedizin, in Schulen, in Forschung und Lehre, in der pharmazeutischen Industrie oder im Versicherungswesen Beschäftigung finden.

Bei einer freiberuflichen Tätigkeit von Fachärzten und -ärztinnen in einer eigenen Ordination besteht die Möglichkeit, als Privat-, Kassen- oder Wahlarzt (w/m) tätig zu sein.

Für niedergelassene Ärztinnen/Ärzte ohne eine zusätzliche Beschäftigung im Rahmen eines Dienstverhältnisses – etwa in einem Spital oder Ambulatorium – gilt jedoch ein Kassenvertrag mit einem österreichischen Sozialversicherungsträger vielfach als wirtschaftliche Notwendigkeit. Die Wartezeit bei der Vergabe von Kassenverträgen ist aber je nach Region nicht unerheblich.

Eine weitere Möglichkeit der Berufsausübung ist die Tätigkeit als sogenannter "Wohnsitzarzt" (w/m).

WohnsitzärztInnen sind zur selbständigen Berufsausübung berechtigte ÄrztInnen, die weder in einem Anstellungsverhältnis tätig, noch eine eigene Ordination führen: Dazu zählen beispielsweise gutachterliche Tätigkeiten, Praxisvertretungen, Tätigkeiten als Schularzt/Schulärztin, Teilnahme an ärztlichen Notdiensten, etc.
Zwar ist die ÄrztInnendichte in Österreich insgesamt relativ hoch, aber trotzdem gibt es teilweise Versorgungslücken – sowohl in fachlicher als auch in regionaler Hinsicht.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Facharzt/Fachärztin", dem der Beruf "Facharzt/Fachärztin (Kinder- und Jugendheilkunde)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Seit Juni 2015 gilt die neue Ärztinnen/Ärzte-Ausbildungsverordnung, siehe im österreichischen Rechtssystem - RIS.

Uni: Medizinische Universitäten Wien, Graz, Innsbruck: Diplomstudium Humanmedizin, Die Johannes Kepler Universität Linz bietet gemeinsam mit dem Kooperationspartner Medizinische Universität Graz das Studium Humanmedizin im Bachelor/Master System an.

Privatuni: Paracelsus Medizinische Privatuniversität: Studium der Humanmedizin.

Während der Ausbildung ist das sog. Klinisch Praktische Jahr (KPJ) zu absolvieren. Das KPJ findet im 6. Studienjahr statt und umfasst eine praktische Ausbildung von 48 Wochen á 35 Wochenstunden, die im Spital absolviert werden. Infos über Ausbildungsplätze bietet auch der Wiener Krankenanstaltenverbund - KAV.

Infos zu Sonderfächer und Spezialisierungen sowie ein Rasterzeugnis mit Ausbildungsinhalten bietet die Website der österr. Ärztekammer.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es gehört zum ethischen Selbstverständnis der Ärztinnen und Ärzte ihre fachliche Kompetenz laufend zu erweitern und auf den neuesten Stand der Forschung zu bringen. Darüber hinaus ist eine Verpflichtung zur Fortbildung im Ärztegesetz (ÄrzteG §49) verankert.

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) bietet beispielsweise zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten für ÄrztInnen in Form von Diplomen, Zertifikaten und CPD's (continuing professional development).

Außerdem besteht z.B. auch die Möglichkeit der Weiterbildung in Form von Universitäts- und Hochschullehrgängen, wie beispielsweise International Health Care Management, Interdisziplinäre Schmerzmedizin, Pflegemanagement, Public Health, Toxikologie, Traditionelle Chinesische Medizin etc.

Zudem bilden sich ÄrztInnen auch durch den Besuch von Symposien und Fachtagungen sowie durch das Studium von Literatur und Fachzeitschriften weiter.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Medizin (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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