Facharzt/-ärztin für Neurologie

Berufsbereiche: Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 3.690,- bis € 4.840,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs Facharzt/-ärztin. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von Facharzt/-ärztin (UNI/FH/PH).

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung.

Tätigkeitsmerkmale

FachärztInnen für Neurologie behandeln Erkrankungen des Nervensystems. Dazu zählen beispielsweise Schlaganfälle, Hirnblutungen, Parkinson, Multiple Sklerose, Epilepsie, Migräne, Hirnhautentzündungen und Gehirntumore. Zunächst befragen sie die PatientInnen über ihre Beschwerden, Symptome und ihre Krankengeschichte. Danach führen FachärztInnen für Neurologie verschiedene Tests durch: Dabei prüfen sie Bewegungsabläufe und die Reaktionsfähigkeit, das Sehvermögen, den Geruchssinn, die sprachliche Ausdrucksfähigkeit sowie die Merkfähigkeit und Orientierung. 

Zudem messen FachärztInnen für Neurologie den Blutdruck und Puls, nehmen Blut- und Gewebeproben und analysieren diese oder schicken sie zur weiteren Analyse an ein Labor. Weiters entnehmen sie, sollte es nötig sein, Gehirn- oder Nervenwasser mittels einer sogenannten Lumbalpunktation. FachärztInnen für Neurologie verwenden außerdem Ultraschall- und Röntgengeräte, Computertomografen oder Magnetresonanztomografen. Aufbauend auf ihren Untersuchungsergebnissen erstellen sie eine Diagnose und verfassen den Befund. Sie erstellen einen Behandlungsplan und verschreiben Medikamente.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • PatientInnen befragen
  • Reflexe testen
  • Motorik prüfen
  • Kognitive Fähigkeiten kontrollieren
  • Blut- und Gewebeproben entnehmen und analysieren
  • Gehirn- und Nervenwasser entnehmen und analysieren
  • Bildgebende Untersuchungsverfahren verwenden
  • Medikamente verschreiben
  • Auge-Hand-Koordination
  • Bereitschaft, am Wochenende zu arbeiten
  • Bereitschaft, in den Abendstunden zu arbeiten
  • Fingerfertigkeit
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Gesundheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Sinn für genaues Arbeiten
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Krankenhäuser
  • Kur- bzw. Rehabilitationszentren
  • Einzelpraxis und Gemeinschaftspraxen
  • Universitäten

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Facharzt/Fachärztin", dem der Beruf "Facharzt/-ärztin für Neurologie" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Grundlage für diesen Beruf bildet ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Humanmedizin. Daran anschließend müssen angehende FachärztInnen für Neurologie eine 9-monatige Basisausbildung, den sogenannten Turnus, absolvieren. Dann folgen eine Sonderfach-Grundausbildung im Umfang von 36 Monaten sowie eine Sonderfach-Schwerpunktausbildung im Umfang von 27 Monaten. Die Facharztausbildung schließt mit der Facharztprüfung, die bei der Österreichischen Ärztekammer abgelegt werden muss, ab.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für FachärztInnen besteht eine Weiterbildungspflicht, die im Ärztegesetz, ÄrzteG § 49, verankert ist. Demnach müssen innerhalb von 5 Jahren 250 Fortbildungspunkte absolviert werden, z.B. in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Kongressen. Weitere Informationen zur ärztlichen Fortbildungsverordnung finden Sie z.B. auf der Website der Österreichischen Akademie der Ärzte.

Weiterbildungen können beispielsweise bei der Österreichischen Akademie der Ärzte, an den medizinischen Universitäten oder bei der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Neuroonkologie
  • Neurologische Intensivmedizin
  • Neurorehabilitation     
  • Neuropalliative Medizin 
  • Schmerztherapie
  • Schlafmedizin
  • Zerebrovaskuläre Erkrankungen
  • Qualitätsmanagement in der Arztpraxis

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