Forschungs- und EntwicklungstechnikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Biotechnologie, Lebensmittel, Kunststoffe / Wissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.200,- bis € 2.960,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Forschungs- und EntwicklungstechnikerInnen beschäftigen sich mit der Planung und Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Sie entwickeln Ideen und Konzepte für neue Produkte sowie für die Weiterentwicklung und Optimierung von bestehenden Produkten, Anwendungen, Methoden oder Verfahren in verschiedenen technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen. Je nach Forschungsbereich und Branche sind ihre Untersuchungsgegenstände und Aufgaben daher sehr unterschiedlich.

In Industriebetrieben sind Forschungs- und EntwicklungstechnikerInnen für die Konzepterstellung, Testung und Durchführung von neuen sowie für die Optimierung von bestehenden Produkten, Verfahren, Anwendungen und Materialien verantwortlich. Beispiele dafür sind die Verbesserung der Akkuleistung für Elektroautos, die Optimierung von Produktionsverfahren, um diese z.B. umweltschonender oder kosteneffizienter zu gestalten, oder die Entwicklung von neuen Technologien für neuartige Anwendungen.

In der wissenschaftlichen Forschung entwickeln und analysieren Forschungs- und EntwicklungstechnikerInnen Fragestellungen, um neue Erkenntnisse über einen Forschungsgegenstand in einem bestimmten Bereich zu erlangen. Dazu zählen z.B. Studien zur Analyse von chemischen und biologischen Prozessen, Forschungsprojekte zur Verwendung von verschiedenen Materialien zu bautechnischen Zwecken oder auch Forschungen zu technologischen Fragestellungen.

Forschungs- und EntwicklungstechnikerInnen führen Analysen, Versuchsreihen und Simulationen durch. Dabei verwenden sie meist branchenspezifische Computerprogramme, z.B. zur Erstellung von Zeichnungen und Modellen sowie zur Simulation von Funktionen und Abläufen. Sie entwickeln und testen Prototypen und wenden dabei unterschiedliche Analyse- und Testverfahren an. Zudem führen sie Berechnungen der technischen Daten durch und fassen die Forschungs- und Testergebnisse in Berichten zusammen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Forschungsarbeiten planen und durchführen
  • Entwicklungskonzepte ausarbeiten und beurteilen
  • Produkte oder Verfahren optimieren und weiterentwickeln
  • Recherchen durchführen
  • Prototypen definieren, entwickeln und testen
  • Simulationen und Tests durchführen
  • Ergebnisse auswerten
  • Projektabläufe und -ergebnisse dokumentieren
  • Budget- und Zeitpläne erstellen
  • Präsentationen halten
Siehe auch:

Forschungs- und EntwicklungstechnikerInnen beschäftigen sich mit der Planung und Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Sie entwickeln Ideen und Konzepte für neue Produkte sowie für die Weiterentwicklung und Optimierung von bestehenden Produkten, Anwendungen, Methoden oder Verfahren in verschiedenen technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen. Je nach Forschungsbereich und Branche sind ihre Untersuchungsgegenstände und Aufgaben daher sehr unterschiedlich.

In Industriebetrieben sind Forschungs- und EntwicklungstechnikerInnen für die Konzepterstellung, Testung und Durchführung von neuen sowie für die Optimierung von bestehenden Produkten, Verfahren, Anwendungen und Materialien verantwortlich. Beispiele dafür sind die Verbesserung der Akkuleistung für Elektroautos, die Optimierung von Produktionsverfahren, um diese z.B. umweltschonender oder kosteneffizienter zu gestalten, oder die Entwicklung von neuen Technologien für neuartige Anwendungen.

In der wissenschaftlichen Forschung entwickeln und analysieren Forschungs- und EntwicklungstechnikerInnen Fragestellungen, um neue Erkenntnisse über einen Forschungsgegenstand in einem bestimmten Bereich zu erlangen. Dazu zählen z.B. Studien zur Analyse von chemischen und biologischen Prozessen, Forschungsprojekte zur Verwendung von verschiedenen Materialien zu bautechnischen Zwecken oder auch Forschungen zu technologischen Fragestellungen.

Forschungs- und EntwicklungstechnikerInnen führen Analysen, Versuchsreihen und Simulationen durch. Dabei verwenden sie meist branchenspezifische Computerprogramme, z.B. zur Erstellung von Zeichnungen und Modellen sowie zur Simulation von Funktionen und Abläufen. Sie entwickeln und testen Prototypen und wenden dabei unterschiedliche Analyse- und Testverfahren an. Zudem führen sie Berechnungen der technischen Daten durch und fassen die Forschungs- und Testergebnisse in Berichten zusammen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Forschungsarbeiten planen und durchführen
  • Entwicklungs…
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Führungsfähigkeit
  • Innovationsfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Technisches Verständnis
  • Unternehmerisches Denken

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Institutionen:

  • Industrieunternehmen mit eigener Forschungs- und Entwicklungsabteilung
  • Gewerbliche Betriebe unterschiedlicher Branchen
  • Ingenieurbüros
  • Private Forschungsinstitute
  • Universitäten
  • Fachhochschulen

Sowohl Unternehmen als auch der Bund investieren jährlich in Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Der Forschungsschwerpunkt während der Corona-Krise lag vor allem auf biologischen und medizinischen Forschungsprojekten zur Bekämpfung von COVID-19. Im Rahmen der "FTI-Strategie 2030" (Forschung, Technologie und Entwicklung) hat die österreichische Bundesregierung unter anderem beschlossen, die Forschungs- und Technologieinfrastruktur auszubauen sowie die angewandte Forschung zu unterstützen. Neben technologischer Forschung werden Forschungsschwerpunkte z.B. in den Bereichen Klimawandel, Mobilität und Pharmazie gesetzt. Weiters nimmt auch der Anteil der österreichischen Unternehmen zu, die im eigenen Betrieb Produktinnovationen vorantreiben.

Die Berufsaussichten für Forschungs- und EntwicklungstechnikerInnen hängen von der wirtschaftlichen Lage der entsprechenden Branche ab, sind im Allgemeinen aber gut. Erweiterte Kenntnisse in der Anwendung von branchenspezifischer Software, z.B. mit dem computergestützten Zeichen- und Konstruktionsprogramm CAD (Computer Aided Design) oder CAM (Computer Aided Manufacturing), sowie im Projektmanagement können vorteilhaft sein.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Forschungs- und EntwicklungstechnikerIn", dem der Beruf "Forschungs- und EntwicklungstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden z.B. Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten oder Fachhochschulen im technischen Bereich, z.B. Mechatronik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Elektronik oder Wirtschaftsingenieurwesen. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren, in dem insbesondere vertiefte Kenntnisse des wissenschaftlichen Forschens in einem der genannten Bereiche erlangt werden und auf eine Laufbahn im wissenschaftlichen Bereich vorbereiten.

Bachelorstudiengänge für Mechatronik vermitteln z.B. Ausbildungsinhalte in den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik, Mathematik, Physik, Mechanik, System- und Regelungstechnik, Maschinenbau, Informatik und Management. An mehreren Fachhochschulen werden zudem Studiengänge im Bereich Innovationsmanagement angeboten, in denen Kompetenzen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Marketing, Maschinenbau, Mechanik, Elektrotechnik, Informatik, Industriedesign, Projektmanagement, Produktentwicklung und Qualitätsmanagement vermittelt werden.

Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachbereich nochmals vertieft und erweitert.

Voraussetzung für ein Studium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Dieser Beruf kann auch auf schulischem Niveau erlernt werden, siehe dazu den Beruf Forschungs- und EntwicklungstechnikerIn (Mittlere/Höhere Schulen).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Innovationsmanagement, Marketing, Industrial Engineering, Anlagentechnik oder Data Science.

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im wissenschaftlichen Bereich bestehen beim Institute of Science and Technology Austria, welches für Doktoratsstudierende z.B. die Möglichkeit zur Absolvierung eines Postdocs im naturwissenschaftlich-technischen Bereich bietet.

Weiters bietet die TÜV Akademie verschiedene Kurse und Zertifizierungsmöglichkeiten an, z.B. in den Bereichen Anlagensicherheit, Industrie 4.0, Risikomanagement oder Elektromobilität.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen CAD-Programme (Computer Aided Design), CAE-Technik (Computer Aided Engineering), Produktionsmanagement, Prozessmanagement oder Projektmanagement.

Aufstiegsmöglichkeiten bieten vor allem leitende Positionen, z.B. LeiterIn der Forschungs- und Entwicklungsabteilung oder ChefingenieurIn. Weiters besteht die Möglichkeit, im wissenschaftlichen Bereich tätig zu sein, z.B. als LeiterIn einer wissenschaftlichen Forschungsabteilung oder als DozentIn an Hochschulen.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der reglementierten Gewerbe "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" und "Unternehmensberatung einschließlich Unternehmensorganisation" möglich.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe (BMDW).

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