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LebensmitteltechnikerIn

Berufsbereiche: Lebensmittel
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.420,- bis € 2.910,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

LebensmitteltechnikerInnen beschäftigen sich mit Prozessen zur Herstellung verschiedener Produkte (z.B. Wurstwaren, Joghurt, Futtermittel). Das umfasst auch die Rohstofflagerung und Rezepturenentwicklung, die fachgerechte Lagerung sowie die Verpackung und den Transport.

LebensmitteltechnikerInnen setzen vorwiegend automatisierte Verfahren ein. Sie arbeiten an der Entwicklung neuer Produktionsverfahren mit. Wenn nötig, adaptieren und optimieren sie bestehende Verfahren. Zudem überwachen sie die Produktionsprozesse.

Sie können auch die Qualitätskontrolle von Rohstoffen und Halbfertigwaren und der hergestellten Produkte übernehmen. Sie erforschen auch mikrobiologische Prozesse und führen hygienische Untersuchungen durch. Das betrifft vor allem die Trinkwasseraufbereitung und die allgemeine Lebensmittelkontrolle.

In der Verfahrenstechnik wirken sie auch bei der Maßstabsvergrößerung (Scale-up) der Herstellungsverfahren mit. Bekannt ist hierzu die Miniplanttechnik. Die Miniplanttechnik ermöglicht die Entwicklung von Produktionsanlagen - von den kleinen Modellen in Labors bis zu einer automatisierten Großanlage.

LebensmitteltechnikerInnen kennen gesetzliche Bestimmungen zur Hygiene bei der Herstellung von Nahrung für Kleinkinder und kranke Personen. Zudem verfügen sie über Kenntnisse der gültigen Verordnungen, Richtlinien und Standards (z.B. HACCP).

Spezialisierung ist in verschiedenen Bereichen möglich: Z.B. Bäckereitechnik, Feinkost- und Fertiggerichte, Fleischereitechnik, Küchentechnik, Lebensmittelverpackung, Systemgastronomie und Verarbeitungstechnik.

 

Siehe auch die Berufe BiotechnologIn oder LebensmittelchemikerIn.

Wichtig ist ein naturwissenschaftlich-technisches Verständnis (chemische Vorgänge) und eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Reaktionsprodukten (z.B. austretende Gase und Gerüche).

  • Guter Geschmacks- und Geruchssinn
  • Sinn für Sauberkeit und Hygiene
  • Gute Beobachtungsgabe
  • Gute sensorische Wahrnehmung
  • Physische Ausdauer: Hitze, Lärm und Dämpfe
  • Handgeschicklichkeit: Hantieren mit empfindlichen Laborgeräten
  • Selbstständiger Arbeitsstil: Z.B. Durchführen von Qualitätskontrollen
  • Innovationsfähigkeit: Planung und Neueinführung von Produkten

 

Zur Fertigungs- und Auftragssteuerung werden zum Teil mathematische Kenntnisse benötigt, ebenso zur Kostenkalkulation.

LebensmitteltechnikerInnen sind aufgrund der Kombination der Disziplinen Chemie, Biologie und Technik breit ausgebildete Generalisten.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in der lebensmittelproduzierenden und lebensmittelverarbeitenden Industrie und in der Gärungsindustrie (Molkereien, Getreide- und Fleischindustrie). Sie arbeiten im Bereich Verfahrenstechnik, im Qualitätsmanagement oder im Vertrieb. Sie können auch in der Lebensmittelkontrolle tätig sein.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "LebensmitteltechnikerIn", dem der Beruf "LebensmitteltechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Fachhochschulen bieten verschiedene Studiengänge:

 

Die Universität für Bodenkultur in Wien bietet interdisziplinäre Bachelor- und Masterstudiengänge, z.B. Lebensmittel- und Biotechnologie sowie den englischsprachigen Studiengang Safety in the Food Chain.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es werden zahlreiche Lehrgänge und Masterprogramme zur Fort- und Weiterbildung angeboten, z.B. Qualitätsbeauftragte/r für Lebensmittel- und Biotechnologie, Fresh Business Management in the Food Value Chain, Massenspektrometrie und molekulare Analytik, Biotech und Pharmamanagement.

Der Wissensaustausch findet auch Kongressen statt, die häufig in englischer Fachsprache gehalten werden.

Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich je nach Organisationsgrad des Unternehmens etwa als LeiterIn der Produktion, als prüfendeR TechnikerIn, QualitätsmanagerIn, ProduktmanagerIn, Key Account ManagerIn oder VertriebsleiterIn.

Es kann eine Position im Bereich Forschung und Entwicklung an universitären und wissenschaftlichen Instituten angestrebt werden.

Für Absolventen und Absolventinnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Bodenkultur (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Lebensmittel, Seite 92
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