Ausbildungsform auswählen

ErdölchemikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.280,- bis € 2.700,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Erdölchemie (auch als Petrochemie bezeichnet) ist ein Spezialgebiet der Organischen Chemie, das sich auf die Analyse und Weiterverarbeitung von Erdöl und Erdgas konzentriert.

In Kontrolllabors sind ErdölchemikerInnen für die Charakterisierung und Klassifizierung der zu verarbeitenden Rohöle und für die gleich bleibende Qualität der daraus hergestellten Produkte verantwortlich.

Im Produktionsbereich arbeiten ErdölchemikerInnen an der Verarbeitung des Rohöls zu Produkten, wie z.B. Vergasertreibstoffe (Benzin), Diesel, Flüssiggas, Schmiermittel, Heizöle oder Bitumen. Diese sogenannte Primärstoffe sind die Ausgangsstoffe für die Polymerchemie. Weiters bereiten ErdölchemikerInnen Erdgas für die energetische Nutzung vor.

Wichtige Themenbereiche sind unter anderem: Sicherheitstechnik, Energiegewinnung und Enegieausnutzung, Lösungen zu Problemen der Umweltbelastung durch die Industrie.

Siehe auch die Berufsbilder Polymerchemie, Biotechnologie und Bioverfahrenstechnik.

Für die Ausbildung ist naturwissenschaftlich-technisches Interesse erforderlich sowie Kenntnisse in Mathematik,

  • Analytisches Denkvermögen
  • Wissenschaftliche Neugierde und Kreativität
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Reaktionsprodukten: z.B. austretende Gase und Gerüche
  • Gute Feinmotorik für Labortätigkeiten
  • Für viele Aufgaben ist ein sicherer Umgang mit Softwaretools (Simulationen, Statistik) erforderlich. 
  • Englisch ist die sogenannte „oil field language“

 

ErdöltechnikerInnen arbeiten vor allem in der Erdölindustrie, in Bohr- und Produktionsabteilungen der Erdölbetriebe sowie bei internationalen Servicefirmen und Zulieferbetrieben.

Weitere Einsatzmöglichkeiten: Tiefbau, z.B. bei Tunnelbauarbeiten, Wassergewinnung und -transport, Pipeline- und Rohrleitungsbau, Infrastrukturplanung sowie Forschungs- und Lehrtätigkeit an Universitäten.

Die chemische Industrie ist eng mit dem Ausland verflochten. Über zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Zahlreiche Unternehmen halten Auslandsniederlassungen in der ganzen Welt oder üben als Tochterunternehmen multinationaler Konzerne die Headquarter-Funktion für Mittel- und Osteuropa aus.

Einen guten Überblick über Berufe, Beschäftigung und Karriere im Chemie-Bereich bieten die Websites: chemie-ist-in.at (Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs), chemie-im-fokus.de (Verband der Chemischen Industrie Deutschland, Gesellschaft deutscher ChemikerInnen)

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ChemikerIn", dem der Beruf "ErdölchemikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Erdölchemie ist als Fach in verschiedenen Studienrichtungen enthalten:

  • Petroleum Engineering
  • Rohstoffingenieurswesen
  • Rohstoffgewinnung und Tunnelbau
  • Rohstoffverarbeitung
  • Angewandte Geowissenschaften
  • Industrielle Umweltschutz- und Verfahrenstechnik
  • Technische Geologie
  • Ingenieurgeologie, Biological Chemistry
  • Technische Chemie
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten beziehen sich z.B. auf Bereiche wie Projektmanagement, Qualitätssicherung, Sicherheitstechnik, Polymerchemie, Logistik und Transportlogistik.

Uni-Lehrgang: Z.B. Protein Chromatography (Zertifikat, BOKU, Wien).

FH: Z.B. Infrastrukturwirtschaft, Massenspektrometrie und molekulare Analytik (MSc, FH Joanneum).

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn, z.B. für die Produktionslogistik. Je nach Interesse und (Zusatz)Qualifikation bestehen auch berufliche Entwicklungschancen im Bereich der pharmazeutischen Industrie in Funktionen wie Abteilungsleitung oder Produktionsleitung.

Voraussetzungen für eine entsprechende Karriere sind neben einem einschlägigen Studienabschluss, mehrjährige Berufserfahrung sowie Managementkenntnisse. Sehr gute Englischkenntnisse sind sowohl aufgrund der fachlichen Kommunikation sowie der starken internationalen Ausrichtung der Chemie unumgänglich.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tättigkeit als ZiviltechnikerIn.

Es besteht die Möglichkeit der selbstständigen Berufsausübung im Rahmen des Rechtskraftgewerbes Chemische Laboratorien oder des reglementierten Gewerbes der DrogistInnen. Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Montanistik (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Petroleum Engineering (Erdölwesen)
Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau" anzeigen