Ausbildungsform auswählen

MetallurgIn - Hüttentechnik

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.890,- bis € 3.190,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

MetallurgInnen beschäftigen sich mit Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Metallen und metallurgisch nützlichen Elementen.

In Eisenhüttenwerken können können sie im Hochofenwerk, Stahlwerk, Walzwerk sowie in der Schmiede und im Bereich Entsorgung eingesetzt werden.

Eisenhütte ist die Bezeichnung für eine Anlage zur Erzeugung von Roheisen und Stahl aus Eisenerz. Im Hochofenwerk bestimmen sie Menge und Güte des Rohmaterials und veranlassen die weitere Aufbereitung, wozu z.B. das Zerkleinern der Erzstücke, das Sieben und Rösten des Erzes und seine Trennung von nichtmetallhaltigem Gestein gehören.

Sie überwachen die Beschickung des Hochofens mit Erz, Koks und den notwendigen Zuschlägen und kontrollieren den Schmelzvorgang sowie die Reinigung des Roheisens von unerwünschten Beimengungen. Durch Walzen stellen sie Produkte wie Bleche und Rohre oder Schienen her. Beim Schmieden formen sie Metalle mit hydraulisch und pneumatisch angetriebenen Hämmern und Pressen z.B. zu Toren und Werkzeugen um.

Bei der Erzeugung von Legierungen und Stahl bestimmen sie das Mischungsverhältnis und die Qualität der Beimengungen, um die geforderten Eigenschaften zu erhalten. MetallurgInnen beschäftigen sich auch mit Technologien zum Recycling von Hartmetallschrotten.

Siehe auch die Berufe NanotechnikerIn, MetalltechnikerIn (Lehrberuf) und IngenieurIn für Rohstoffgewinnung und -aufarbeitung.

Kenntnisse in Mathematik, Mechanik, Kinematik, Hydraulik und Messtechnik sind bereits vor der Ausbildung von Vorteil.

Wichtig ist ein naturwissenschaftlich-technisches Verständnis sowie

  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf Leitern und Laufstegen an Großanlagen
  • Handwerkliches Geschick
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Belastung durch Lärm, Hitze, Dämpfe, Staub
  • Körperliche Belastbarkeit: Montage schwerer Gegenstände, Hüttenarbeit
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten: In Produktionsstätten herrscht meist Schichtbetrieb
  • Einhalten von Sicherheitsvorschriften: Hantieren mit Chemikalien (Säuren, Laugen)

 

Wichtig ist auch innovative Kompetenz bei der Planung von Anlagen oder der Neueinführung von Produkten.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich z.B. in großen Industrieunternehmen der Metallerzeugung und -verarbeitung, im Anlagenbau, in klein- und mittelständischen Unternehmen, z.B. Gießereien, Umformbetrieben, Härtereien und Oberflächenveredelungsbetrieben (Nanotechnik).

Arbeitgebende sind z.B. Abnehmerbetriebe (z.B. Fahrzeugbau, Hausgerätehersteller, Maschinenbau sowie im konstruktiven Hoch- und Tiefbaubereich), Ingenieurbüros, Forschungsinstitute und Prüfstellen. Sie können Beratungstätigkeiten im technischen Verkauf übernhemen, etwa für den zweckmäßigen Werkstoffeinsatz und Fertigungstechnik und im Recycling.

Fachleute werden gesucht, die neben Erfahrungen mit Aluminiumprodukten auch Erfahrung oder fundierte Kenntnisse über Produktionsprozesse verfügen. Kenntnisse der Schlüsselmärktedes jeweiligen Unternehmens (Luftfahrt, Automobil, Militär) sind ebenso von Vorteil.

Die Branche ist exportorientiert und hängt von der Konjunktur auf dem Weltmarkt ab. Durch das Inkrafttreten des Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union (Januar 2016) das ein Freihandelsabkommen beinhaltet, könnte auch der Wirtschaftszweig Metall- und Metallverarbeitung profitieren.

Große Unternehmen führen meistens betriebseigene Forschungsabteilungen sowie Ultraschall-Testzentren, hier können sich Fachleute im Rahmen der Qualitätssicherung engagieren.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "TechnikerIn im Bergwesen", dem der Beruf "MetallurgIn - Hüttentechnik" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Universitäten bieten Studiengänge im Bereich Metallurgie - Eisenhüttenwesen, z.B. die Monanuniversität Leoben.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es z.B. in den Bereichen Qualitätskontrolle und Qualitätsmanagement sowie Sicherheitstechnik, Modellierungsverfahren, neue Füge- und Formgebungsverfahren, Recyclingtechnik.

Relevante Themen sind Werkstoffkunde, Metallkunde, Materialwissenschaften (Fokus metallische Werkstoffe), Physik mit Schwerpunkt Festkörper- oder Metallphysik
Maschinenbau mit Fokus auf Werkstoffkunde/Werkstofftechnik.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen - je nach Qualifikation - in leitenden Positionen und Funktionen wie etwa PrüfingenieurIn, LeitendeR KonstrukteurIn, Requirement Engineer (Anforderungsmanagement), als VerkaufsleiterIn, ProjektleiterIn, ProduktmanagerIn, QualitätsmanagerIn.

Fachleute können bei entsprechender (Zusatz)Qualifikation und persönlicher Kompetenz als Forschungs- und EntwicklungsingenieurIn tätig sein - Beispiele: Implementierung neu entwickelter oder optimierter Legierungen für die Luftfahrt, Automobilbleche, Panzermaterial, abriebfeste Legierungen für Platten zum Einsatz in Muldenkippern.

Berufliche Möglichkeiten: Entwicklung neuer Verfahren, Werkstoffe und Produkte in der Forschung; Planung, Projektierung und Abwicklung des Baues von metallurgischen Produktionsanlagen sowie die Optimierung der Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse in energetischer, umweltverträglicher und betriebswirtschaftlicher Hinsicht.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Tagesaktuelle Fassung der Gewerbeordnung im österr. Rechtsinformationssystem: RIS.

Infos über Befähigungsnachweise bei der Wirtschaftskammer Österr: WKO.

Liste der reglementierten und Freien Gewerbe: Bundesministerium BMDW.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Montanistik (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Metallurgie
Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau" anzeigen