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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

HydrologInnen untersuchen den Wasserkreislauf und analysieren, wie sich Niederschlag, Oberflächenwasser und Grundwasser räumlich und zeitlich verändern. Sie erfassen und bewerten Wassermengen sowie die Wasserqualität und untersuchen Einflüsse wie Klimawandel oder Landnutzungsänderungen. Dazu führen sie Messungen im Gelände durch, werten Daten aus und erstellen Modelle, um Entwicklungen besser zu verstehen und Prognosen daraus abzuleiten.

Ein wichtiger Aufgabenbereich ist das Risikomanagement im Zusammenhang mit Wasser. HydrologInnen entwickeln und betreiben Hochwasserprognosemodelle, erstellen Zuflussprognosen für die Energiewirtschaft und schätzen extreme Grundwasserstände ab. Darüber hinaus analysieren sie Probleme in der Wasserinfrastruktur, etwa Leckagen in Trinkwasser- und Abwassersystemen, und tragen so zu einer nachhaltigen und sicheren Wasserversorgung bei.

Zudem spielen HydrologInnen eine zentrale Rolle in der Planung und im nachhaltigen Management von Wasserressourcen. Sie erfassen und analysieren Parameter wie Wasserstände, Durchflussmengen und Temperaturen in unterschiedlichen Ökosystemen und bewerten deren Auswirkungen auf Umwelt, Biodiversität und Nutzung. Auf dieser Basis entwickeln sie fundierte Strategien für ein effizientes und langfristig tragfähiges Wassermanagement, etwa zur Sicherung der Trinkwasserversorgung, zum Hochwasserschutz oder zur Anpassung an klimatische Veränderungen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Wassermengen und Wasserqualität bewerten
  • Einflüsse des Klimawandels untersuchen
  • Messungen durchführen
  • Daten auswerten
  • Modelle und Prognosen erstellen
  • Temperaturen in Ökosystemen überwachen
  • Strategien für Wassermanagement entwickeln
  • Bereitschaft, an unterschiedlichen Orten zu arbeiten
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Interesse für Natur
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Sinn für Zahlen
  • Technisches Verständnis
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Bauunternehmen
  • Planungsbüros
  • Architektur- und Ziviltechnikbüros
  • Baubehörden
  • Bauämter
  • Öffentliche Verwaltung
  • Forschungseinrichtungen

Das Planungswesen übernimmt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung des ökologischen und digitalen Wandels. Der Bereich entwickelt sich weg von der rein baulichen Gestaltung hin zu einer ganzheitlichen, datenbasierten Modellierung von Lebensräumen. Angesichts knapper werdender Flächen und strenger Klimaschutzvorgaben stehen komplexe Konzepte für die Stadt- und Raumplanung sowie eine effiziente Wasser- und Infrastrukturbewirtschaftung im Vordergrund. Die Planung von Projekten findet dabei immer häufiger in einem digitalen Zwilling statt, was die gesamte Prozesskette von der ersten Vermessung bis zum fertigen Bauentwurf präziser und ressourcenschonender macht. Da fundierte Planungsleistungen das Fundament für jedes nachhaltige Bauvorhaben bilden, bleibt dieser Bereich krisenresistent und bietet gute Aussichten für Fachkräfte.

Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Klimawandel, Wasserknappheit und Hochwasserschutz ist die Hydrologie ein wichtiges Tätigkeitsfeld. Für die Untersuchung und Modellierung von Wasserhaushalten kommen verstärkt spezialisierte Softwarelösungen zum Einsatz, wie z.B. GIS-Systeme (Geografische Informationssysteme), hydrologische Modellierungsprogramme oder Datenanalyse-Tools. Kenntnisse in diesen Bereichen sind daher auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "KulturtechnikerIn", dem der Beruf "Hydrologe/Hydrologin" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Bereichen wie Umwelttechnik oder Wasserwirtschaft. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren.

Bachelorstudien im Bereich Wasserwirtschaft vermitteln z.B. Ausbildungsinhalte wie Hydrologie, Flussgebietsmanagement, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Hydrobiologie, Gewässerökologie, Geotechnik, ressourcenorientiertes Bauen sowie Geodaten- und Landmanagement. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert. 

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Gewässerökologie und GIS – Geoinformationssysteme.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Projektmanagement oder Technisches Qualitätsmanagement.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in leitende Funktionen, z.B. im Projektmanagement, in der Abteilungsleitung oder in der Geschäftsführung. 

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" möglich. Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

Die Ablegung der Ziviltechnikerprüfung ermöglicht eine selbstständige Tätigkeit als ZiviltechnikerIn (IngenieurkonsulentIn). Nähere Informationen zur Ziviltechnikerprüfung finden Sie auf der Website der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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