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Zahnärztlich(er/e) FachassistentIn

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Lehrberuf wird vorläufig als befristeter Ausbildungsversuch geführt. Die Ausbildung kann bis 30. Juni 2020 begonnen werden.

 


Tätigkeitsmerkmale

Zahnärztliche FachassistentInnen betreuen die PatientInnen vor, während und nach der zahnärztlichen Behandlung und assistieren den ZahnärztInnen bei der Behandlung der PatientInnen. Sie organisieren den täglichen Praxisablauf und die Terminplanung und führen administrative Aufgaben wie PatientInnenverwaltung (Führen der PatientInnen-Kartei), Schriftverkehr und Zahlungsverkehr durch. Sie erledigen die Abrechnung der erbrachten zahnärztlichen Leistungen mit den PatientInnen, privaten Versicherungen und Sozialversicherungsträgern und dokumentieren die durchgeführten Behandlungen. Während der zahnärztlichen Behandlungen reichen sie dem Zahnarzt/der Zahnärztin die benötigten Instrumente (z.B. Mundspiegel, Pinzette oder Sonde), fertigen Röntgenaufnahmen an und bereiten Zahnfüllungen und Abdruckmaterialien vor. Weiters beraten sie die PatientInnen hinsichtlich richtiger Ernährung, Mundhygiene, Zahnpflege und Gesunderhaltung bzw. Heilung des Zahnfleischs. Und schließlich sind Zahnärztliche FachassistentInnen auch für für die Anwendung von Hygienemaßnahmen zuständig, was in einer ärztlichen Praxis besonders wichtig ist.

• Handgeschicklichkeit: Assistieren bei den zahnärztlichen Behandlungen, Vorbereiten von Zahnfüllungen
• Fingerfertigkeit: Maschinschreiben
• Unempfindlichkeit der Haut: Kontakt mit Desinfektionsmitteln und anderen Chemikalien, Reinigung und Desinfizierung medizinischer Instrumente und Geräte
• mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Erstellen der Abrechnungen mit PatientInnen und Versicherungen
• Organisationstalent: Terminverwaltung der PatientInnen
• Kontaktfähigkeit: Kundenbetreuung und -beratung
• Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Teamarbeit mit ZahnärztInnen und KollegInnen
• Sprachfertigkeit mündlich: Kundenberatung
• generelle Lernfähigkeit: Erfassen neuer Entwicklungen im zahnärztlichen und verwaltungstechnischen Bereich

Betriebe/Lehrbetriebe: Zahnärztliche FachassistentInnen arbeiten in Zahnarztpraxen, Zahnambulatorien und Zahnkliniken. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es vor allem in größeren Städten.

Lehrstellensituation: Der Lehrberuf wurde 2009 als befristeter Ausbildungsversuch eingerichtet und kann vorläufig bis 2020 begonnen werden. Die Zahl der Lehrlinge ist in den letzten Jahren gestiegen und bewegt sich jährlich insgesamt im mittleren dreistelligen Bereich.

Unterschiede nach Geschlecht: Dieser Beruf wird zum Großteil von Frauen ausgeübt. Nur sehr wenige Männer entscheiden sich für diesen Lehrberuf.

Berufsaussichten: Da die Lebenserwartung der Menschen steigt und das Gesundheitsbewusstsein zunimmt, wird der Bedarf an Fachkräften im Gesundheitsbereich in Zukunft voraussichtlich steigen.

Beschäftigungsaussichten: Die Aussichten am Arbeitsmarkt sind gut, da laufend qualifizierte Zahnärztliche FachassistentInnen gesucht werden.

Zusatzinformationen: Neben der Lehrausbildung gibt es auch die Möglichkeit einer lehrähnlichen Ausbildung für ZahnarztassistentInnen, die im Rahmen eines Dienstverhältnisses und Lehrgangs absolviert werden kann.

Viele Zahnärztliche FachassistentInnen arbeiten in Teilzeit.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ZahnarztassistentIn", dem der Beruf "Zahnärztlich(er/e) FachassistentIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Zahnärztlich(er/e) FachassistentIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Angestellte bei ZahnärztInnen (die angeführten Werte enthalten die Gefahrenzulage von 60,-- Euro) (Angestellte) 01.04.2018
Sozialversicherungsträger - Zahnärztliche Fachassistenz (Angestellte) 01.01.2018
Zahnärztlich(er/e) FachassistentIn (inkl. Doppellehren)
Dieser Lehrberuf besteht erst seit 1. Juli 2009! Daher liegen für die vorhergehenden Jahre keine Lehrlingszahlen vor.
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich k.A. 0 4 4 3 1 3 2 6 6
weiblich k.A. 30 87 137 167 142 151 154 169 223
gesamt k.A. 30 91 141 170 143 154 156 175 229
Frauenanteil k.A. 100,0% 95,6% 97,2% 98,2% 99,3% 98,1% 98,7% 96,6% 97,4%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Zahnärztlich(er/e) FachassistentIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Bürokaufmann/-frau nein
ZahntechnikerIn nein
Zahntechnisch(er/e) FachassistentIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Normalformen (für 14-Jährige):

Sonderformen (für Erwachsene), die auch als Weiterbildung für LehrabsolventInnen geeignet sind:

Schulen des Bereichs "MEDIZINISCHE ASSISTENZ":

Zahnärztliche FachassistentInnen müssen sich regelmäßig weiterbilden: über neue Entwicklungen im zahnärztlichen Bereich (neue Materialien, Techniken und Werkzeuge), in der Zahnpflege und Mundhygiene sowie im Verwaltungsbereich (Krankenversicherungswesen, neue gesetzliche Bestimmungen, EDV).

 

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:
- Aufbaulehrgang für wirtschaftliche Berufe;
- Aufbaulehrgang an Handelsakademien.

Aufstiegsmöglichkeiten:

In den zahnärztlichen Praxen gibt es meist keine Aufstiegsmöglichkeiten, da die Zahnärztlichen FachassistentInnen hier meist alleine mit dem Zahnarzt bzw. der Zahnärztin zusammen arbeiten. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es daher in der Regel nur in größeren Betrieben (zahnärztliche Ambulatorien, Gruppenpraxen, Kliniken, Versicherungseinrichtungen).

Selbstständige Berufsausübung:

Für zahnärztliche FachassistentInnen besteht keine Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Gesundheit und Körperpflege, Seite 71
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