Facharzt/-ärztin für Unfallchirurgie

Berufsbereiche: Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 3.690,- bis € 4.840,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs Facharzt/-ärztin. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von Facharzt/-ärztin (UNI/FH/PH).

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung.

Tätigkeitsmerkmale

FachärztInnen für Unfallchirurgie behandeln Verletzungen, die im Zuge von Sport-, Haushalts- oder anderen Unfällen entstanden sind, wobei es sich vor allem um Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparats handelt. Sie versorgen beispielsweise Knochenbrüche sowie Sehnen- und Muskelrisse und kümmern sich auch um kleinere Verletzungen wie Schnittwunden, die sie vernähen und behandeln. Kommen PatientInnen nach schweren Unfällen in die Notaufnahme eines Krankenhauses, testen UnfallchirurgInnen zunächst die Vitalfunktionen, z.B. die Atmung und den Kreislauf, und stabilisieren diese. Schwere Blutungen versuchen sie zu stoppen. Dann führen sie Untersuchungen durch, um herauszufinden, welche Gelenke und Organe verletzt sind, und verwenden dafür Verfahren, wie z.B. Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).

Handelt es sich um einfache Brüche, legen UnfallchirurgInnen einen Gipsverband an. Schwere Verletzungen operieren sie und setzen dabei Platten und Nägel zur Stabilisierung von Gelenken und Knochen ein. Zudem sorgen UnfallchirurgInnen für die Nachversorgung der Verletzungen. Sie kontrollieren den Verheilungsprozess und entfernen Nähte, wenn die Wunden verheilt sind. Sie überprüfen die Beweglichkeit und verordnen die weiteren Schritte zur vollständigen Genesung, z.B. Physiotherapie oder andere Rehabilitationsmaßnahmen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Verschiedene Arten der bildgebenden Untersuchungsverfahren durchführen
  • Vitalfunktionen sichern
  • Operationen durchführen
  • Kleinere Verletzungen behandeln
  • Wundverheilung kontrollieren
  • Rehabilitationsmaßnahmen anordnen
  • Auge-Hand-Koordination
  • Bereitschaft, am Wochenende zu arbeiten
  • Bereitschaft, in den Abendstunden zu arbeiten
  • Fingerfertigkeit
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Gesundheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Sinn für genaues Arbeiten
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Krankenhäuser
  • Kur- bzw. Rehabilitationszentren
  • Einzelpraxis und Gemeinschaftspraxen
  • Universitäten

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Facharzt/Fachärztin", dem der Beruf "Facharzt/-ärztin für Unfallchirurgie" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Grundlage für diesen Beruf bildet ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Humanmedizin. Daran anschließend müssen angehende FachärztInnen eine 9-monatige Basisausbildung, den sogenannten Turnus, absolvieren. Dann folgen eine Sonderfach-Grundausbildung im Sonderfach "Orthopädie und Traumatologie" im Umfang von 36 Monaten sowie eine Sonderfach-Schwerpunktausbildung im Umfang von 27 Monaten. Die Facharztausbildung schließt mit der Facharztprüfung, die bei der Österreichischen Ärztekammer abgelegt werden muss, ab.

 

Für FachärztInnen besteht eine Weiterbildungspflicht, die im Ärztegesetz, ÄrzteG § 49, verankert ist. Demnach müssen innerhalb von 5 Jahren 250 Fortbildungspunkte absolviert werden, z.B. in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Kongressen. Weitere Informationen zur ärztlichen Fortbildungsverordnung finden Sie z.B. auf der Website der Österreichischen Akademie der Ärzte.

Weiterbildungen können beispielsweise bei der Österreichischen Akademie der Ärzte, an den medizinischen Universitäten und bei der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Frakturen im Wachstumsalter
  • Schmerztherapie
  • Sportmedizin
  • Krankenhaushygiene
  • Minimalinvasive Techniken
  • Qualitätsmanagement in der Arztpraxis

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