Angebote im AMS Berufslexikon

Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung. Für die Ausübung dieses Berufs ist darüber hinaus die Eintragung in die Liste der zur Ausübung der Trainingstherapie berechtigten SportwissenschafterInnen erforderlich.

Tätigkeitsmerkmale

TrainingstherapeutInnen betreuen Menschen beispielsweise nach schweren Verletzungen am Bewegungsapparat oder auch mit chronischen Erkrankungen, damit sie mit dem richtigen körperlichen Training ihre Muskulatur stärken, Kraft aufbauen sowie ihre Beweglichkeit und Koordination verbessern. Ziel ist es, die PatientInnen zu mobilisieren, Folgekrankheiten zu vermeiden und den Heilungsprozess zu unterstützen.

TrainingstherapeutInnen erstellen gemeinsam mit PhysiotherapeutInnen und ÄrztInnen ein auf die PatientInnen abgestimmtes Trainingsprogramm und legen die Ziele fest. Sie beaufsichtigen auf Anordnung der PhysiotherapeutInnen die Durchführung des Trainingsplans durch die PatientInnen und überprüfen regelmäßig, ob Anpassungen erforderlich sind. Zudem beraten sie die PatientInnen zu allgemein gesundheitsförderlichem Verhalten und Training.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Therapiebezogene Beratungen durchführen
  • Individuelle Trainingspläne erstellen
  • Sich mit ÄrztInnen und PhysiotherapeutInnen abstimmen
  • PatientInnen mobilisieren und ihre Muskulatur stärken
  • Belastungstests durchführen
  • Training beaufsichtigen
  • Entspannungstechniken vermitteln
  • Programm evaluieren und anpassen
  • Trainingsverlauf dokumentieren
Siehe auch:
  • Auge-Hand-Koordination
  • Bereitschaft, am Wochenende zu arbeiten
  • Didaktische Fähigkeiten
  • Einfühlungsvermögen
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Gesundheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Körperliche Fitness
  • Physische Ausdauer
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Krankenhäuser
  • Kliniken
  • Rehabilitationszentren
  • Kuranstalten
  • Institute für physikalische Medizin
  • Alten- und Pflegeheime
  • Arztpraxen im Bereich Physiotherapie

Der Sportsektor bietet sowohl im Sommer als auch im Winter ein breites Portfolio an Aktivitäten. Traditionell zieht in Österreich der Wintersport besonders viele Gäste aus dem In- und Ausland an. Aber auch andere Outdoor-Sportarten wie z.B. Gravel- und Mountainbiking oder E-Biking erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und erschließen neue Gästegruppen. Neben dem Radtourismus erlebt beispielsweise auch das Weitwandern einen anhaltenden Boom. Entsprechende professionelle Betreuungsangebote sowie der Ausbau der erforderlichen Infrastruktur sorgen für eine stabile ganzjährige Auslastung.

TrainingstherapeutInnen benötigen neben fundiertem fachlichem Wissen zunehmend auch digitale Kenntnisse, etwa im Umgang mit Analyse-Tools. Darüber hinaus sind soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit und Teamarbeit entscheidend, um PatientInnen zu motivieren und erfolgreich mit anderen Fachkräften zusammenzuarbeiten.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für den Beruf "TrainingstherapeutIn", wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Die Grundlage für diesen Beruf bildet ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelor- oder Masterstudium in Sportwissenschaft an einer Universität oder in Physiotherapie an einer Fachhochschule.

Bachelorstudien im Bereich Sportwissenschaft umfassen meist Ausbildungsinhalte wie Sport- und Bewegungswissenschaft, Medizinische Grundlagen, Biomechanik, Sportinformatik, Trainingswissenschaft, Leistungsdiagnostik, Sport und Ernährung sowie Erste Hilfe. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert.

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen. 

Für die Tätigkeit als TrainingstherapeutIn ist zusätzlich eine praktische Ausbildung im Ausmaß von mindestens 325 Stunden erforderlich, die überwiegend in Krankenanstalten stattzufinden hat. Dabei sollen PatientInnen mit Krankheitsbildern wie innere Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungs- oder Stützapparats oder PatientInnen aus den Bereichen Neurologie oder Psychiatrie therapiert bzw. behandelt werden.

Nach Abschluss der Ausbildung ist ein Qualifikationsnachweis (Akkreditierung) des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales erforderlich. Nach Prüfung der Unterlagen erfolgt die Eintragung in die Trainingstherapieliste und die generelle Akkreditierung als TrainingstherapeutIn. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Lehrgänge an der Universität Wien, z.B. im Bereich Sport.

Weiterbildungen in Form von Workshops und Webinaren bietet die Österreichische Sportwissenschaftliche Gesellschaft (ÖSG) zu Themeninhalten wie Leistungsdiagnostik, Sportwissenschaft in der Selbstständigkeit, Sportpädagogik oder Laufanalyse.

Weiters bietet die Österreichische Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation (ÖGPR) Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Seminaren in Bereichen wie Psychosomatik, Diagnostik, Trainingslehre und Patientenschulung.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche: Trainerrolle und Kommunikation, Ausdauer und Kraft, Ernährung, Personal Training, Sportmentaltraining, Sportmassage, Erste Hilfe sowie Fremdsprachen. 

TrainingstherapeutInnen können sich auf verschiedene Trainingsarten spezialisieren und in der Lehre und Wissenschaft tätig sein. Je nach Berufserfahrung und Zusatzqualifikation ist auch eine Tätigkeit als SportmanagerIn möglich.

Eine selbstständige Berufsausübung als TrainingstherapeutIn ist nicht möglich, da die Ausübung der Trainingstherapie nur im Dienstverhältnis zu

  • Rechtsträgern einer Krankenanstalt,
  • Rechtsträgern einer sonstigen unter ärztlicher Leitung oder Aufsicht stehenden Einrichtung, die der Vorbeugung, Feststellung oder Heilung von Krankheiten dient,
  • freiberuflich tätigen ÄrztInnen oder ärztlichen Gruppenpraxen oder
  • freiberuflich tätigen PhysiotherapeutInnen

erfolgen darf.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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