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SportwissenschafterIn

Berufsbereiche: Reise, Freizeit und Sport / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 2.520,- bis € 2.970,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SportwissenschafterInnen führen allgemeine Leistungstrainings, Aufbautrainings oder Bewegungstrainings bei gesunden Personen verschiedenenen Alters durch.

SportwissenschafterInnen studieren die Bewegungsabläufe sowie den Aufbau und den biochemischen Haushalt des menschlichen Körpers. Sie analysieren auch sportliche Leistungsveränderungen und Trainingserfolge.

Sie führen Tests (z.B. Muskelfunktionstests) durch und werten diese für den Aufbau von Trainingsprogrammen aus. Auf dem Gebiet der Grundlagenforschung untersuchen sie z.B. physiologische, biologische, sozialpsychologische und medizinisch-physikalische Eigenschaften von Sportarten.

SportwissenschafterInnen arbeiten im Bereich der Prävention. Es geht darum, gesundheitlichen Schäden vorbeugen, welche durch die Ausübung bestimmter Sportarten entstehen können. Zudem erforschen sie Bedingungen für die Gesundheit, wie Hygiene, Ernährung, Bewegung und Sportausübung.

Insbesondere in den Bereichen Freizeit- und Breitensport beobachten und erforschen sie psychische und soziale Aspekte des Sportes: Teamfähigkeit, menschliches Spielverhalten, der Umgang mit Regeln und die Konfrontation mit Leistungsansprüchen.

Siehe auch die Berufe SportgerätetechnikerIn und PhysiotherapeutIn.

Wichtig ist die Freude an der Bewegung sowie physische Ausdauer und Fitness. Interdisziplinäres Denken ist ebenso gefragt (Biomechanik, Sportgeschichte, Sportsoziologie). Ein Vorteil sind soziale Kompetenzen, wie Empathievermögen und die Fähigkeit zur Motivation anderer Personen.

SportwissenschafterInnen arbeiten vor allem in Training, Management, Betriebssport, Sportpolitik und im außerschullischen Bereich Bewegung und Sport. Außerdem wirken sie bei der Weiterentwicklung der Sporttechniken, Trainingsmethoden und der verwendeten Sportgeräte mit. SportwissenschaftlerInnen können im Bereich Trainingstherapie ergänzend und unterstützend tätig werden.

Aufgaben bestehen im Rahmen des Trainingsarbeit im Breitensport und im Gesundheitssport (Prävention). Sie können in Fitnessstudios, Gesundheits- und Kurzentren oder in der Freizeitindustrie tätig sein.

Weitere Tätigkeitsbereiche: Verwaltung, Management und PR, Leitung von Sportzentren, Führung von Sportverbänden und Sportvereinen, Organisation und Vermarktung von Sportveranstaltungen und Events, auch die „Vermarktung“ von SportlerInnen.

Tätigkeitsbereiche bestehen auch in der Wissenschaft, Lehre und Forschung. Ein Recherchesystem österreichischer, deutscher, und schweizer sportwissenschaftlicher Forschungsprojekte und Veröffentlichungen bietet die BiSp-Datenbank des deutschen Bundesinstitutes für Sportwissenschaft, URL: https://www.bisp-surf.de.

Im Bereich Sport bestehen immer höhere Leistungsanforderungen. Das betrifft auch die damit verbundenen Nebendisziplinen Trainingswissenschaft, Biomechanik, Sport- und Bewegungstherapie und Sportprävention. Daraus ergibt sich ein Trend in Richtung Professionalisierung und Spezialisierung. Das hat üblicherweise zur Folge, dass sich laufend neue Berufsbilder herauskristallisieren, die zusätzliches Beschäftigungspotenzial bieten dürften.

Durch Bildschirmarbeit, viel Sitzen oder falsche Bewegungsmuster steigt der Bedarf, gesundheitlichen Schäden mittels Bewegung und Sport präventiv vorzubeugen.

Sport ist ein zunehmend bedeutender Wirtschaftsfaktor, vor allem auch im Bereich Sportwissenschaft, Trainingswissenschaft und Sportphysiotherapie. Berufliche Einsatzmöglichkeiten bestehen im Bereich Prävention oder Arbeitsmedizin, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Gesundheitsförderung und Psychomotorik.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SportwissenschafterIn", dem der Beruf "SportwissenschafterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Für die Aufnahme zu einem Studium aus dem Bereich Sport wird üblicherweise ein Nachweis über die Feststellung der sportpraktischen Eignung bzw. Kompetenz verlangt. Nicht anerkannt wird in diesem Zusammenhang der Nachweis eines Sportabiturs oder einer Sportmatura, falls Sport als Leistungskurs geführt wurde.

Um in Österreich als TrainingstherapeutIn tätig sein zu dürfen, muss das Universitätsstudium der Sportwissenschaften absolviert werden, welches durch Verordnung des Bundesministers für Gesundheit generell akkreditiert oder durch Bescheid individuell akkreditiert wurde!

Für die Aufnahme in ein Studium aus dem Bereich Sport wird üblicherweise ein Nachweis über die Feststellung der sportpraktischen Eignung bzw. Kompetenz verlangt. Nicht anerkannt wird in diesem Zusammenhang der Nachweis eines Sportabiturs oder Sportmatura, falls Sport als Leistungskurs geführt wurde.

Infos über akkreditierte Studiengänge bieten die Universitäten und das österreichische Rechusinformationssystem RIS.

Die Website der Österreichischen Sportwissenschaftlichen Gesellschaft - ÖSG bietet Infos über sportwissenschaftliche Institutionen sowie eine Jobbörse, URL: https://oe-s-g.at.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten betreffen insbesondere Pädagogik, Training, Gesundheit, Sportmedizin und Sportmanagement sowie Sportjournalismus.

FH: Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement.

Behindertensport, Biomechanik, Orthopädie und Traumatologie ist als Fach im Studium "Physiotherapie" enthalten (z.B. FH Campus Wien).

Uni-Lehrgänge: Health & Fitness. Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus.

Kurse und Lehrgänge:

  • Akademische MehrfachtherapiekonduktorIn für Cerebralparetiker und Mehrfachbehinderte
  • Sportphysiotherapie, Sportphysiotherapy, Ergotherapie
  • Präventions- und Rehabilitationstraining
  • Health and Fitness
  • Motopädagogik
  • Personal Fitness- und Mentaltrainer
  • Sporternährungswissenschaften
  • Public Health
  • Prävention und Gesundheitsförderung
  • Psyschomotorik
  • Sportjournalismus, Sportmanagement
  • Sport- und Fitnesstrainer
  • Training und Beratung nach dem handlungsorientierten
    Ansatz Integrative Outdoor-Aktivitäten

 

Die Arbeitsgemeinschaft für ambulante kardiologische Rehabilitation - AGAKAR bietet eine Zusatzausbildung für ÜbungsleiterInnen und SportwissenschafterInnen in der ambulanten Herz-Kreislauf-Rehabilitation, URL: http://www.agakar.at.

Zudem werden österreichweit laufend sogenannte Forschungswerkstätten organisiert. Infos bietet die Website der Österreichischen Sportwissenschaftlichen Gesellschaft - ÖSG, URL: https://oe-s-g.at.

Wichtig sind auch Kenntnisse im Umgang mit Softwareprogrammen, wie z.B. Kinematische Analyse der Fingerbewegungen, etwa beim Lösen der Sehne im Bogensport, 3D Motion Analysen System und den Einsatz von Highspeedkameras.

Im weiteren beruflichen Umfeld kann auch eine Zusatzausbildung im Bereich Tourismusmanagement oder Event- und Freizeitwirtschaft angestrebt werden.

Grundsätzlich ist die selbstständige Tätigkeit in der Sport- und Fitnessbranche möglich. Ein Beispiel ist die Gründung eines Fitnesscenters oder einer Praxis zur Gesundheitsvorsorge, gemeinsam mit einem/einer PhysiotherapeutIn oder SportmedizinerIn.

Personen, die das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung ausüben, sind auch zur sportwissenschaftlichen Beratung berechtigt, wenn sie die erfolgreiche Absolvierung der Studienrichtungen Sportwissenschaften an einer inländischen Universität oder einen Diplomabschluss in einer Trainerausbildung an einer Sportakademie des Bundes nachweisen (vgl. § 119 im RIS).

Die Durchführung von Trainingstherapie ist in Österreich den Ärzten/ÄrztInnen und Physiotherapeuten/PhysiotherapeutInnen vorbehalten. SportwissenschaftlerInnen können im Bereich Trainingstherapie ergänzend und unterstützend tätig werden (Stand: 2018).

Tagesaktuelle rechtliche Infos bitte beim österreichischen Rechtsinformationssystem einholen! Bundesgesetz über medizinische Assistenzberufe und die Ausübung der Trainingstherapie (Medizinische Assistenzberufe-Gesetz – MABG) § 27 und § 28 und § 40 im RIS.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Kultur- und Humanwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Sportwissenschaften
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