Berufslexikon Spezial: Upgrade, Update oder Umstieg: So planen Sie Ihre Weiterbildung
Montagmorgen, kurz vor neun. Der Kalender für diese Woche ist voll: Eine Konferenz will geplant, Meetings müssen koordiniert, eine große Präsentation vorbereitet werden. Bei Marta S. laufen die Fäden zusammen, KollegInnen kommen mit Fragen zu ihr. Sie hat die Antworten, behält den Überblick – so wie immer.
Marta mag ihren Job als Assistentin der Geschäftsführung. Und doch spürt sie, dass sie mehr will: mehr Verantwortung, etwa für Budgets und Zeitpläne. Neulich fiel im Team ein Satz, der hängen blieb: „Eigentlich managst du die Projekte ja sowieso.“
Was ihr noch fehlt, ist der offizielle Schritt – und ein Titel für das, was sie zum Teil längst tut: Projektmanagerin. Seitdem denkt Marta darüber nach, wie ihre berufliche Weiterentwicklung aussehen könnte. Soll sie eine Weiterbildung im Projektmanagement machen, den nächsten Karriereschritt mit ihrer Chefin besprechen?
Vielen Menschen geht es wie Marta S. Auch sie stellen sich Fragen zur eigenen beruflichen Zukunft: Wie kann ich mich im Job weiterentwickeln? Welche Kompetenzen sollte ich ausbauen? Was möchte ich in den nächsten Jahren erreichen?
Manche denken dabei sogar über eine größere Veränderung nach: Will ich meinen Beruf weiterhin ausüben? Oder ist es Zeit für etwas Neues? Welche Alternativen habe ich?
Wenn Ihnen Fragen wie diese durch den Kopf gehen, sind Sie hier richtig.
Beruflicher Neustart – die wichtigsten Punkte Schritt für Schritt
1. Die Standort- und Zielbestimmung: Welcher Weiterbildungstyp sind Sie? Machen Sie den Test!
Upgrade, Update oder Umstieg: Wo stehe ich beruflich und was will ich mit einer Weiterbildung erreichen? Welche Strategie bringt mich ans Ziel?
Machen Sie unseren Test und wählen Sie bei jeder Frage die Antwort, die am ehesten zutrifft.
Am Ende sehen Sie, welches Symbol bzw. welcher Weiterbildungstyp – 🆙 A) | 📤 B) | 🚀 C) – bei Ihnen überwiegt und welche Strategie am besten zu Ihnen passt.
1. Wie fühlen Sie sich in Ihrem aktuellen Beruf?
🆙 A) Ich arbeite grundsätzlich gerne in meinem Berufsfeld, brauche aber eine neue Herausforderung.
📤 B) Ich fühle mich manchmal unsicher bei der Bearbeitung meiner beruflichen Aufgaben, neue Anforderungen setzen mich öfter unter Druck.
🚀 C) Ich bin mit meinem aktuellen Beruf unzufrieden und kann mir nicht vorstellen, diesen noch viele Jahre auszuüben.
2. Was motiviert Sie aktuell beruflich am meisten?
🆙 A) Ich möchte mich in meinem Beruf oder Berufsfeld weiterentwickeln und aufsteigen.
📤 B) Ich möchte bei neuen Entwicklungen sicher mitreden und mit frisch ausgebildeten KollegInnen Schritt halten können.
🚀 C) Ich möchte etwas Anderes ausprobieren und beruflich neu starten.
3. Welche Art von Weiterbildung reizt Sie am meisten?
🆙 A) Eine Spezialisierung in meinem Beruf oder eine Weiterentwicklung in meinem Berufsfeld bzw. neue Methoden, Tools und Technologien interessieren mich sehr.
📤 B) Aktuelle Entwicklungen und digitale Tools möchte ich besser verstehen.
🚀 C) Ein Einstieg in ein neues Berufsfeld oder kompletter Neustart ist für mich besonders reizvoll.
4. Was sind Ihre Weiterbildungsziele?
🆙 A) Meine Ziele sind ein Karriereaufstieg, ein höheres Einkommen und die Übernahme komplexerer Aufgaben.
📤 B) Eine Weiterbildung soll mehr Jobsicherheit bringen. Außerdem möchte ich Wissenslücken schließen und aktuelle Kompetenzen erwerben.
🚀 C) Ich wünsche mir mehr Sinn, Erfüllung bzw. bessere Arbeitsbedingungen.
5. Ich bin bereit …
🆙 A) mehr Verantwortung zu übernehmen.
📤 B) Zeit und Energie zu investieren, um konkurrenzfähig zu bleiben.
🚀 C) noch einmal „frisch“ zu starten und Neues zu lernen.
6. Nach meiner Weiterbildung …
🆙 A) möchte ich als Expertin/Experte wahrgenommen werden.
📤 B) erwarte ich mir bessere Arbeitsmarkt- und Einkommenschancen.
🚀 C) kann ich einen neuen Beruf ausüben.
Zur Auflösung bitte aufklappen...
[Weiterbildungstyp A) 🆙: Die karriereorientierten Upgrade-StrategInnen
Standort und Ziele: Sie bewältigen Ihre beruflichen Tasks kompetent und sind glücklich mit ihrer Berufswahl. Aber Sie möchten Ihre Fähigkeiten ausbauen und sehen Ihre berufliche Zukunft als Expertin/Experte oder Führungspersönlichkeit. Sie möchten im bestehenden Beruf aufsteigen, sich in Ihrem Berufsfeld spezialisieren und mehr Verantwortung übernehmen.
Ihr Motto: „Take me to the next level!“
Ihre Strategie: Gezielte Spezialisierung und Profilschärfung. Suchen Sie nach Programmen, die Sie zur gefragten Fachkraft oder Führungspersönlichkeit machen.
Weiterbildungstyp B) 📤: Die zukunftsorientierten Skills-UpdaterInnen
Standort und Ziele: Sie beherrschen Ihren Job, möchten jedoch mit den schnellen Veränderungen im Arbeitsumfeld Schritt halten. Aktuelle Tools, Prozesse und Technologien erfordern die Anpassung Ihrer Fähigkeiten, um mehr Jobsicherheit zu erlangen und sich am Arbeitsmarkt besser zu positionieren.
Ihr Motto: „Stay ahead of the game!“
Ihre Strategie: Wissens- und Kompetenz-Refresh. Kürzere, intensive Kurse und Tool-Schulungen geben Ihnen schnell die Sicherheit für den modernen Arbeitsalltag zurück.
Weiterbildungstyp C) 🚀: Die mutigen UmsteigerInnen
Standort und Ziele: Ihr aktueller Beruf passt nicht mehr zu Ihren Zielen oder Interessen. Sie möchten Ihre Energie in einem neuen beruflichen Umfeld einsetzen und einen Neuanfang wagen.
Ihr Motto: „Courage for a fresh start!“
Ihre Strategie: Orientierung und Umstieg. Nutzen Sie Beratungen, Potenzialanalysen und Umschulungsprogramme, um den Sprung in Ihr neues Berufsfeld sicher zu meistern.]
2. Gut informiert starten: Wie Sie das Berufslexikon bei Ihrem Weiterbildungsplan unterstützen kann
Hier, im AMS-Berufslexikon, finden Sie Informationen zu mehr als 1.700 Berufen (Stand: Jänner 2026). Für Weiterbildungsinteressierte (🆙 Upgrade und 📤 Update) und 🚀 BerufsumsteigerInnen sind dabei vor allem das AMS-Berufslexikon für akademische Berufe und das AMS-Berufslexikon für Berufe mit Kurz- und Spezialausbildungen interessant. Zu jedem Beruf gibt es Informationen zu:
- Tätigkeitsmerkmalen,
- Anforderungen,
- Beschäftigungsmöglichkeiten,
- Berufsaussichten,
- offenen Stellen,
- Ausbildung
und ggf.
- Weiterbildung,
- Aufstieg und Selbstständigkeit.
Bei jedem Beruf wird auf weiterführende Informationen in anderen AMS-Tools und auf Stellenangebote im AMS eJob-Room verlinkt.
Suchmöglichkeiten und Filter im AMS-Berufslexikon
Die Suche im AMS-Berufslexikon bietet neben bewährten Suchfunktionen wie Volltextsuche, A-Z-Sortierung, Suche nach Bereichen/Branchen und dem Filtern nach Qualifikationsniveau (z. B. Uni/FH/PH, Kurz- und Spezialausbildungen) noch Zusatzfilter für grüne und grüner werdende Berufe für alle, die sich über Berufe, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, informieren wollen:
- Grüne Berufe umfassen neue, aufstrebende und traditionelle grüne Berufe.
- Grüner werdende Berufe umfassen Berufe mit einem veränderten Anforderungs-, Tätigkeits- und Kompetenzprofil, das mit dem grünen Wandel in Zusammenhang steht.
Diese grünen und grüner werdenden Berufe können mittels „erweiterter Suche“ auf der Startseite des AMS-Berufslexikons durchsucht bzw. auch mit den oben genannten Such- und Filterfunktionen kombiniert werden.
Besonders für 🚀 UmsteigerInnen interessant sind Berufe mit vergleichsweise geringer Ausbildungsdauer, insbesondere Berufe, die betriebsintern – oft bereits mit einem Gehalt während der Ausbildung – erlernt werden können.
Die Kurz- und Spezialausbildung können Sie nach folgenden Kriterien genauer filtern:
- Ausbildung mit Vorqualifikation
- Ausbildung ohne Vorqualifikation
- Autodidaktische (selbstständige) Aneignung
- Betriebsinterne Ausbildung
Gibt es im Berufslexikon zu einem Beruf Spezialisierungen, sind diese unter der Inhaltskategorie „Tätigkeitsmerkmale“ im Fließtext zu finden und verlinkt. Für den Beruf WirtschaftsingenieurIn gibt es beispielsweise die Spezialisierungen: WirtschaftsingenieurIn für Bauwesen (UNI/FH/PH) und WirtschaftsingenieurIn für Maschinenbau und Fertigungstechnik (UNI/FH/PH). Diese Informationen sind besonders für Weiterbildungsinteressierte, die ein 🆙 Upgrade wollen, interessant.
Ob 🆙 Upgrade oder 📤 Update: Wenn Sie auf der Suche nach einer passenden Weiterbildung in Ihrem bestehenden Beruf sind, lohnt sich ein Blick in die Inhaltskategorie Weiterbildung. Dort finden Sie Inputs zu Weiterbildungsthemen, konkreten Weiterbildungen und Anbietern, die dann auch per Link in der AMS-Weiterbildungsdatenbank abrufbar sind.
Wer berät mich?
Sie haben gestöbert und recherchiert, nun aber viele Fragen zur Berufs- oder Weiterbildungsentscheidung? Die BIZ-Beraterinnen und -Berater in den BIZ – BerufsInfoZentren des AMS helfen gerne, Ihre berufliche Zukunft zu planen.
Ein persönliches Beratungsgespräch kann Sie einen entscheidenden Schritt weiterbringen. Kostenlose Berufs- und Bildungsberatungsangebote bieten auch die Bundesländer:
3. Förderungen: Wie finanziere ich mein Weiterbildungsvorhaben?
Eine Weiterbildung ist eine Investition in Ihre berufliche Zukunft, bringt aber auch die Frage nach der Finanzierung mit sich. Lassen Sie sich im Rahmen Ihrer Recherche nicht gleich von den angegebenen Kurskosten abschrecken, denn Sie haben gute Chancen auf eine Förderung.
Einen guten Überblick über Kursförderungen, die für Ihre Situation und Ihr Weiterbildungsvorhaben infrage kommen, finden Sie auf
www.erwachsenenbildung.at/bildungsinfo/kursfoerderung und
http://bildungsfoerderung.bic.at/foerderungen.
Das AMS fördert Arbeitsuchende und in besonderen Fällen auch Beschäftigte, deren Einkommen eine bestimmte Höhe nicht überschreitet, mit Weiterbildungsbeihilfen zur Deckung des Lebensunterhalts (DLU), zu Kurskosten, Prüfungsgebühren, Lehrmitteln und Kursnebenkosten (z. B. Fahrtkosten, Unterkunft). Details zu allen Aus- und Weiterbildungsbeihilfen des AMS finden Sie hier.
Das AMS fördert Ihre Weiterbildung zum Beispiel, wenn Sie …
- eine Ausbildung im Pflegebereich absolvieren möchten mit dem Pflegestipendium – besonders für 🚀 UmsteigerInnen interessant.
- eine Ausbildung in einem Beruf, in dem Fachkräftebedarf besteht, machen möchten: Fachkräftestipendium.
- mit Ihrem Unternehmen eine Freistellung vereinbaren, um sich weiterzubilden: Weiterbildungszeit und Weiterbildungsteilzeit – für alle Weiterbildungstypen interessant.
Wichtig: Unternehmen sind in Österreich die wichtigsten Förderer von betrieblicher Weiterbildung. Viele Förderungen laufen über die ArbeitgeberInnen. Daher gilt: Vorgesetzte sind die ersten AnsprechpartnerInnen, wenn Sie sich weiterbilden möchten. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer/Ihrem ArbeitgeberIn, es lohnt sich!
Lesetipp: Broschüre „Weiterbildung und beruflicher Neustart“
© Cover AMS, Fotos am Cover: 1stunningart5 | Dreamstime.com, Thisisengineering / Pexels, AMS / Chloe Potter, Elle hughes / Pexels, Ammentorp | Dreamstime.com, Tyler Olson – Fotolia, Monkey Business - stock.adobe.com
Diese frisch aktualisierte Broschüre ist ein motivierender und umfassender Ratgeber für all jene, die durch Weiterbildung ihre beruflichen Perspektiven verbessern wollen: Personen, die im Zweiten Bildungsweg Bildungs- oder Berufsabschlüsse nachholen möchten, eine Weiterentwicklung ihrer Karriere planen, ihre Kenntnisse auf den aktuellen Stand bringen möchten, um ihre Jobchancen zu verbessern, oder an einen beruflichen Neustart denken.
Möchten auch Sie sich gerne weiterbilden, wissen aber noch nicht genau wie? Hier geht’s zum Download.
Arbeitsmarkt aktuell: Branchen mit Beschäftigungswachstum
Der Arbeitsmarkt steht aktuell im Zeichen der bereits länger andauernden wirtschaftlichen Rezession, ab 2026 sind eine Konjunkturerholung und auch die Trendwende am Arbeitsmarkt zu erwarten. Gleichzeitig sorgen die Megatrends Digitalisierung und Ökologisierung für einen tiefgreifenden Wandel der Arbeits- und Berufswelt. Hinzu kommt die demografische Entwicklung: Der Anteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter sinkt.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und aktuellen Megatrends wirken sich auf die einzelnen Branchen unterschiedlich aus: In der Sachgütererzeugung ist bis 2030 insgesamt keine starke Beschäftigungsdynamik zu erwarten. Für die Bereiche Maschinenbau, Elektrotechnik sowie Chemie wird zwar ein leichter Beschäftigungszuwachs (zwischen +0,6 % und +1,1 % jährlich) prognostiziert, im Fahrzeugbau ist allerdings mit weiteren Beschäftigungsverlusten zu rechnen. Der österreichische Automotive-Sektor steht unter massivem Druck. Die Gründe sind vielschichtig: die globale Transformation Richtung elektrifizierte Antriebstechnologien, hohe Energie- und Rohstoffpreise, schwache Nachfrage und US-Zölle kommen hier als Faktoren zusammen.
Im Bauwesen wirken sich vor allem hohe Bau- und Kreditkosten nachteilig aus, das schlägt sich auch in der Beschäftigungsentwicklung nieder. Besser sieht es in der Energieversorgung aus, hier können etwa Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien für leichte positive Impulse sorgen (Beschäftigungsprognose bis 2030: +0,3 % jährlich). Im Produktionsbereich wird sich voraussichtlich die Branche Wasser und Abwasser bis 2030 am besten entwickeln (+1,2 % jährlich). Die Wende in Richtung nachhaltiger Verkehrssysteme sowie Pensionierungen sorgen im Verkehrsbereich u.a. für leichte Beschäftigungszuwächse, die sich auch in den nächsten Jahren voraussichtlich fortsetzen werden (Beschäftigungsprognose bis 2030: +0,4 % jährlich).
Der österreichische Handel rechnet mit einer steigenden Konsumlaune und damit einer Erholung ab 2026. Mittelfristig wird die Beschäftigung im Einzel- und Großhandel leicht wachsen (jeweils +0,5 % jährlich). Ausgabenbereiter sind ÖsterreicherInnen, wenn es um Urlaub und Reisen geht. Davon profitiert die Tourismusbranche, für die in den nächsten Jahren auch eine positive Beschäftigungsentwicklung prognostiziert wird (+1,1 % jährlich).
Der Wirtschaftsbereich mit der stärksten relativen Beschäftigungsdynamik ist die Informationstechnologie und -dienstleistungen (+3,7 % jährlich). Auch die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen entwickeln sich im Prognosezeitraum positiv (z. B. Forschung, technische und freiberufliche Tätigkeiten: +2,3 %; Rechts-, Steuer-, Unternehmensberatung, Werbung: +1,8 %). Wachsen wird die Beschäftigung darüber hinaus im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie Gebäudebetreuung (+1,9 %) oder Arbeitskräfteüberlassung (+1,7 %) und im Erziehungs- und Unterrichtswesen (+0,8 %).
Relativ wird sich die Beschäftigung im Gesundheits- und Sozialwesen bis 2030 um +1,8 % jährlich ausweiten. Absolut betrachtet ist das Gesundheits- und Sozialwesen Spitzenreiter beim Beschäftigungswachstum: Mit fast +60.000 Beschäftigten pro Jahr trägt das Gesundheits- und Sozialwesen einen Anteil von fast 30 % am gesamten Beschäftigungswachstum.1
Werfen wir einen Blick auf die Top-3-Branchen (nach Geschlecht), in denen die Beschäftigung von 2023 bis 2030 um mehr als 10.000 Beschäftigte wachsen wird:2
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Frauen |
Männer |
|
1. Gesundheits- und Sozialwesen: +43.100 |
1. Gesundheits- und Sozialwesen: +16.900 |
|
2. Erziehung und Unterricht: +16.600 |
2. Informationstechnologie und -dienstleistungen: +15.300 |
|
3. Rechts-, Steuer-, Unternehmensberatung, Werbung: +11.400 |
3. Beherbergung und Gastronomie: +10.200 |
Berufe im Fokus: Gefragte Spezialisierungen und Berufe mit Kurz- und Spezialausbildungen
Welche Berufe der Top-3-Branchen nach Beschäftigungswachstum sind gefragt und kommen für Weiterbildungsinteressierte und UmsteigerInnen beispielsweise infrage? Wir stellen vier Berufe und ihre Ausbildungswege vor.
PflegefachassistentIn
PflegefachassistentInnen unterstützen Diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen sowie ÄrztInnen bei der Betreuung und Behandlung von pflegebedürftigen Menschen aller Altersstufen. Ihre Tätigkeiten umfassen sowohl die Pflege, das Handeln in Notfällen als auch die Mitwirkung bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.
Ausbildung: Die Ausbildung dauert in Vollzeit 2 Jahre und kann u.a. an einer Schule für Gesundheits- und Krankenpflege oder beim Erwachsenenbildungsinstitut BFI erfolgen.
Besonders geeignet für 🚀 UmsteigerInnen, die einen sinnstiftenden und krisensicheren Beruf im Pflegebereich anstreben.
DatensicherheitsexpertIn
DatensicherheitsexpertInnen sind für die Sicherheit und den Schutz von Daten in einem Unternehmen zuständig. Ihre Aufgabe ist es, dass jegliche Unternehmens- und Kundendaten, Netzwerke und Datenbanksysteme vor unbefugtem Zugriff sicher sind. Sie erarbeiten geeignete Sicherheitssysteme und -maßnahmen und sorgen für die Einhaltung der gesetzlichen und unternehmensinternen Vorschriften.
Ausbildung: IT-Security-Weiterbildungen werden z. B. von Erwachsenenbildungsinstituten wie BFI und WIFI angeboten.
Besonders geeignet für Menschen mit IT-Vorqualifikation, die sich mit einem 🆙 Upgrade im Bereich der IT-Sicherheit spezialisieren möchten.
ControllerIn
ControllerInnen sind für die Planung, Steuerung und Kontrolle der finanziellen und wirtschaftlichen Prozesse in einem Unternehmen verantwortlich. Ihre Aufgabe ist es, die Wirtschaftlichkeit und Effizienz des Unternehmens sicherzustellen. Auf Basis aller relevanten betriebswirtschaftlichen Daten erstellen sie Analysen und leiten Handlungsempfehlungen für operative und strategische Unternehmensentscheidungen ab.
Ausbildung: Weiterbildungen bieten z. B. das Österreichische Controller Institut oder das Erwachsenenbildungsinstitut WIFI an.
Besonders geeignet für alle mit betriebswirtschaftlichem Vorwissen oder Interesse an einem 🆙 Upgrade im Controlling.
TourismusmanagerIn
TourismusmanagerInnen planen, organisieren und koordinieren touristische Angebote und Aktivitäten unterschiedlicher Art. Je nach Spezialisierung sind sie etwa im Hotel- und Gastronomiemanagement, im Destinationsmanagement, in der Reiseveranstaltung oder im Eventmanagement tätig.
Ausbildung: (Berufsbegleitende) Studiengänge bieten etwa die FH Joanneum, FH Kufstein Tirol, FH Salzburg, FHWien der WKW an.
Besonders geeignet für am Berufsfeld Tourismus Interessierte, die bereit für ein berufsbegleitendes Studium sind – für die Weiterbildungstypen 🆙 Upgrade und 🚀 Umstieg.
Quellen:
1 AMS Österreich/WIFO: Mittelfristige Beschäftigungsprognose für Österreich und die Bundesländer: Berufliche und sektorale Veränderungen 2023 bis 2030 (Gesamtbericht Österreich) und AMS report 187 – Julia Bock-Schappelwein, Wolfgang Mayer, Karin Steiner: Fachkräftebedarfe in Österreich Szenarien und Trends der Jahre 2030/2035