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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | Verkehrspsychologe/-psychologin

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs Psychologe/Psychologin. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von Psychologe/Psychologin (UNI/FH/PH).

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung. 

Tätigkeitsmerkmale

VerkehrspsychologInnen beschäftigen sich damit, wie sich Menschen im Straßenverkehr und in anderen Mobilitätsbereichen verhalten und welche psychologischen Faktoren ihre sichere Teilnahme beeinflussen. Neben Auto-, Zweirad- und Fußverkehr können dabei auch Schienen-, Luft- und Schiffsverkehr eine Rolle spielen. Besonders wichtig sind die Beratung, Rehabilitation und diagnostische Abklärung von Personen, deren Verhalten im Straßenverkehr auffällig geworden ist.

Ein zentraler Aufgabenbereich ist die verkehrspsychologische Untersuchung. Dabei führen VerkehrspsychologInnen zunächst ein ausführliches Gespräch über die persönliche Situation, das bisherige Verhalten und den Anlass der Untersuchung. Ergänzend kommen psychologische Testverfahren zum Einsatz. Sie erfassen unter anderem Konzentration, Reaktionsfähigkeit, Wahrnehmung und andere für das sichere Lenken relevante Fähigkeiten sowie Aspekte wie Risikobereitschaft, Selbstkontrolle, psychische Stabilität und Verantwortungsbewusstsein. Auf Basis der Ergebnisse erstellen VerkehrspsychologInnen eine verkehrspsychologische Stellungnahme bzw. ein entsprechendes Gutachten.

Darüber hinaus sind VerkehrspsychologInnen in der Beratung, Prävention, Rehabilitation und Forschung tätig. In Kursen und Schulungen informieren sie beispielsweise über den Einfluss von Alkohol, Müdigkeit, Stress oder Emotionen auf das Fahrverhalten und unterstützen Menschen dabei, ihr Verhalten nachhaltig zu verändern. Auch die Verkehrsplanung und neue Mobilitätsformen können zu ihren Tätigkeitsfeldern gehören – etwa wenn es darum geht, wie Menschen mit neuen Technologien wie automatisiertem Fahren umgehen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Verkehrspsychologische Untersuchungen durchführen
  • Gespräche mit VerkehrsteilnehmerInnen führen
  • Psychologische Testverfahren einsetzen
  • Verkehrspsychologische Stellungnahmen erstellen
  • Kurse und Schulungen durchführen
  • Menschen bei der Veränderung ihres Verhaltens unterstützen
Siehe auch:
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Einfühlungsvermögen
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Psychische Belastbarkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Verkehrspsychologische Untersuchungs- und Nachschulungsstellen
  • Verkehrsclubs
  • Verkehrssicherheitsorganisationen
  • Universitäten
  • Forschungseinrichtungen

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Voraussetzung für die gesetzlich geregelte Berufsausübung als VerkehrspsychologIn ist ein abgeschlossenes Studium der Psychologie im Ausmaß von 300 ECTS Anrechnungspunkten. Anschließend erfolgt eine Spezialisierung durch verkehrspsychologische Aus- und Weiterbildungen. Dafür sind 160 Stunden Theorie der Verkehrspsychologie und 1.600 Praxisstunden bei einem anerkannten verkehrspsychologischen Institut zu absolvieren sowie 150 verkehrspsychologische Stellungnahmen zu erstellen. Wichtige Ausbildungsinhalte sind z.B. Verkehrskonflikttechnik, Risikogruppen im Straßenverkehr, Verkehrserziehung und Grundlagen des Verkehrsverhaltens, Diagnostik und Begutachtung.

Voraussetzung für ein Studium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für VerkehrspsychologInnen besteht eine gesetzliche Weiterbildungspflicht im Ausmaß von 8 Stunden pro Jahr. Darüber hinaus müssen sie jährlich eine Supervision und Intervision absolvieren.

Weiterbildungen können beispielsweise beim Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) und bei der Österreichischen Akademie für Psychologie (ÖAP) absolviert werden, etwa für folgende Bereiche: Verkehrspsychologische Diagnostik, Qualitätsmerkmale bei verkehrspsychologischen Stellungnahmen und Rasertypologien. 

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten auch Lehrgänge an Universitäten, z.B. in den Bereichen Mediation und Konfliktmanagement.

Zudem besteht die Möglichkeit einer postgradualen Ausbildung zum/zur Klinischen PsychologIn. Für Klinische PsychologInnen besteht eine Weiterbildungspflicht. Demnach müssen innerhalb von 5 Jahren Fortbildungen im Umfang von mindestens 150 Stunden absolviert werden, z.B. in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Kongressen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Berufsverbands Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP).

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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