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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | Bildungspsychologe/-psychologin

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs Psychologe/Psychologin. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von Psychologe/Psychologin (UNI/FH/PH).

Die Berufsbezeichnung "Psychologe/Psychologin" ist gesetzlich geschützt und setzt ein erfolgreich abgeschlossenes Psychologiestudium voraus. Für bestimmte berufliche Tätigkeiten können zusätzliche Qualifikationen oder gesetzlich geregelte Berufsberechtigungen erforderlich sein.

Tätigkeitsmerkmale

BildungspsychologInnen beschäftigen sich mit den psychologischen Voraussetzungen und Prozessen des Lernens und Lehrens. Sie untersuchen, wie Menschen Wissen erwerben, verschiedene Fähigkeiten entwickeln und welche persönlichen, sozialen und äußeren Faktoren den Bildungserfolg beeinflussen. Dabei können unterschiedliche Lebensphasen und Bildungssituationen betrachtet werden – von der frühen Kindheit über Schule und Ausbildung bis hin zur Erwachsenenbildung.

Ein wichtiges Aufgabenfeld ist die Beratung und Unterstützung von Lernenden und Lehrenden in Bildungseinrichtungen. BildungspsychologInnen analysieren beispielsweise Lernschwierigkeiten, Motivation und Lernverhalten und entwickeln geeignete Maßnahmen zur Verbesserung von Lern- und Entwicklungsprozessen. Sie können Kinder und Jugendliche ebenso begleiten wie Erwachsene in Aus- und Weiterbildungsangeboten. Auch die Beratung von Eltern, PädagogInnen oder Bildungseinrichtungen kann zu ihrem Tätigkeitsbereich gehören. Darüber hinaus können sie Konzepte für Lernangebote, Trainings und Bildungsprogramme entwickeln und deren Wirksamkeit überprüfen.

Für die Durchführung von klinisch-psychologischer Diagnostik und Behandlungen sind eine Fachausbildung in Klinischer Psychologie sowie eine entsprechende Berufsberechtigung erforderlich. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Weiterbildung.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Wissenserwerb von Menschen untersuchen
  • Einfluss auf den Bildungserfolg analysieren
  • Motivation und Lernverhalten analysieren
  • Maßnahmen zur Verbesserung von Lernprozessen entwickeln
  • Eltern und Bildungseinrichtungen beraten
  • Konzepte für Lernangebote entwickeln
  • Wirksamkeit von Bildungsangeboten überprüfen
Siehe auch:
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Einfühlungsvermögen
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Psychische Belastbarkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Bildungs- und Beratungseinrichtungen 
  • Schulen
  • Universitäten
  • Forschungseinrichtungen

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Voraussetzung für die gesetzlich geregelte Berufsausübung als BildungspsychologIn ist ein abgeschlossenes Studium der Psychologie im Ausmaß von 300 ECTS Anrechnungspunkten. Bereits während oder auch im Anschluss an das absolvierte Psychologiestudium kann eine Spezialisierung auf Bildungspsychologie erfolgen. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Intelligenzforschung, Methoden der Evaluationsforschung, Motivationsförderung, kognitive Begabung, Lernpsychologie, psychologische Diagnostik.

Voraussetzung für ein Studium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungen können beispielsweise beim Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) und bei der Österreichischen Akademie für Psychologie (ÖAP) absolviert werden, etwa für folgende Bereiche: Lerntherapie, Legasthenie und Entwicklungsdiagnostik. 

Weitere Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Lehrgänge an Fachhochschulen und Universitäten, z.B. in den Bereichen Traumapädagogik, Mediation, Konfliktmanagement.

Zudem besteht die Möglichkeit einer postgradualen Ausbildung zum/zur Klinischen PsychologIn. Für Klinische PsychologInnen besteht eine Weiterbildungspflicht. Demnach müssen innerhalb von 5 Jahren Fortbildungen im Umfang von mindestens 150 Stunden absolviert werden, z.B. in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Kongressen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Berufsverbands Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP).

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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